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Demenz und Delir
DeliA - Delir in Altenpflegeeinrichtungen
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Rebecca Palm
Projektbeteiligte: Dr. Bernhard Holle (DZNE Witten), Prof. Dr. Horst Christian Vollmar (RUB), Prof. Dr. Petra Thürmann (UW/H)
Projektmitarbeiter:innen: Johanna Seiters, Vincent Molitor
Förderung: Drittmittelgeber (Fördersumme): Gemeinsamer Bundesausschuss (Innovationsausschuss) (1,4 Mio €)
Projektlaufzeit: 2022-2025
Website: https://delia.info/
Kurzzusammenfassung
Das Projekt DeliA erforscht das Thema Delir in Altenpflegeeinrichtungen. Das Konsortialprojekt wird gemeinsam mit der Universität witten/Herdecke, der Abteilung für Allgemeinmedizin der Ruhr-Universität Bochum und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) am Standort Witten durchgeführt.
Das Projekt ist in fünf Teilstudien unterteilt:
Systematic Review zur Prävalenz des Delirs in Altenpflegeeinrichtungen (DZNE Witten)
Review zu Edukationsinterventionen über das Delir in Altenpflegeeinrichtungen (UW/H Department Pflegewissenschaft)
Prävalenzstudie zu Delir in Altenpflegeeinrichtungen (DZNE Witten)
Qualitative Studie zur aktuellen Versorgungspraxis (RUB)
Entwicklung und Testung einer Edukationsintervention (Online-Fortbildung) zum Thema Delir in Altenpflegeeinrichtungen (UOL)

Literaturstudie zum Expertenstandard "Delir"
Projektleitung: Prof. Rebecca Palm
Projektmitarbeiter*innen: Jasmin Helbach, Vincent Molitor
Förderung: Hochschule Osnabrück
Projektlaufzeit: 2025-2027
Kurzzusammenfassung:
Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Rebecca Palm wird in Kooperation mit der Hochschule Osnabrück der Expertenstandard „Delir” entwickelt. Die Expertenstandards in der Pflege werden vom Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege koordiniert und herausgegeben. Das Team der Universität Oldenburg erstellt eine sektorenübergreifende Literaturstudie zum Delirmanamgement in der Pflege anhand des Schritten des Pflegeprozesses. Auf dieser Grundlage erarbeitet eine fünfzehnköpfige Expert*innengruppe kommentierte Qualitätskritieren, die abschließend auf einer interprofessionellen Konsensuskonferenz diskutiert und konsentiert werden.
DeliDem - NH
Auftreten und Verlauf des Delirs bei Menschen mit Demenz in Altenpflegeeinrichtungen
DelGeriK
Delirium bei geriatrischen konservativen Hochrisikopatient*innen im Krankenhaus
Projektleitung:
Prof. Rebecca Palm
Projektmitarbeiter*innen:
Julian Seidel, Thea Laurentius, Clara Wasylow, Nicole Feldmann
Kooperationspartner:
Klinikum Oldenburg AöR , Pius‑Hospital Oldenburg
Projektlaufzeit:
2026–2027
Kurzzusammenfassung
Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Rebecca Palm untersucht das Projekt DelGeriK das Auftreten und die Erkennung von Delirien bei geriatrischen Hochrisikopatient*innen in zwei Oldenburger Krankenhäusern. Die multizentrische prospektive Kohortenstudie erfasst Prävalenz und Inzidenz des Delirs anhand validierter Instrumente sowie anschließende Versorgungsverläufe wie Wiederaufnahmen.
Ziel des Vorhabens ist es auch, assoziierte Faktoren des Delirs zu identifizieren, Unterschiede zwischen Versorgungskontexten sichtbar zu machen und Grundlagen für eine verbesserte Versorgung im Umgang mit Delirien zu schaffen. Die Ergebnisse sollen perspektivisch zur Optimierung der Delirdiagnostik und -prävention beitragen.
Praxisentwicklung
Advanced Nursing Practice
Scope of Practice von Advanced Practice Nurses für geriatrische Hochrisikopatient*innen im akutklinischen konservativen Setting
Ein Scoping Review
Projektleitung:
Prof. Rebecca Palm
Projektmitarbeiter*innen:
Julian Seidel, Johannes Schnatow
Projektlaufzeit:
2025–2026
Kurzzusammenfassung
Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Rebecca Palm untersucht dieses Projekt den internationalen Forschungsstand zum Scope of Practice (SOP) von Advanced Practice Nurses (APN) in der Versorgung geriatrischer Hochrisikopatient*innen im akutklinischen konservativen Krankenhaussetting. Hierzu zählen Patientinnen über 65 Jahre, die durch Multimorbidität, Frailty und ein erhöhtes Risiko für Komplikationen wie Delirien, Stürze und verlängerte Krankenhausaufenthalte gekennzeichnet sind.
Das Scoping Review folgt den methodischen Leitlinien des Joanna Briggs Institute (JBI) und dem PRISMA‑ScR‑Statement und umfasst eine systematische Recherche in internationalen Fachdatenbanken sowie die Analyse regulatorischer Rahmenbedingungen aus Fachgesellschaften, Berufsverbänden und staatlichen Institutionen. Ziel ist es, Rollen, Aufgaben, Kompetenzen und gesetzliche Voraussetzungen von APNs zu identifizieren, die in anderen Ländern bereits erfolgreich in der geriatrischen Akutversorgung eingesetzt werden.
Die Ergebnisse sollen eine fundierte Grundlage für die Entwicklung eines Rollen- und Kompetenzprofils für geriatrische Advanced Practice Nurses in Deutschland schaffen und die Übertragbarkeit internationaler Konzepte auf den deutschen Klinikalltag kritisch prüfen. Damit leistet das Projekt einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung pflegefachlicher Rollen im Kontext des demografischen Wandels und der wachsenden Zahl geriatrischer Patient*innen mit komplexem Versorgungsbedarf.
