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'Kleine' slavische Literaturen

Typologie, Entwicklung und Modernismen 'kleiner' slavischer Literaturen

Die zu­neh­mend vergleichende Erschließung 'kleinerer' slavischer Literaturen zielt auf die Entwicklung eines Paradigmas ab, das Spezifika solcher Literaturen systematisch erfass­­­t und konzeptualisiert. Perspektivisch avisiert ist eine Typologie, die die implizite binäre Systematik von 'kleinen' und 'großen' (nämlich modellbildenden) Literaturen durch ein Kontinuum ersetzen und insbesondere die Problematik ‚regionaler‘ Literaturen bzw. 'übernationaler' Teilliteraturen (beispielsweise der "literatura kresowa") syste­matisch zu ordnen vermag. Auf theoretischer Ebene zielen diese Untersuchungen auf die Über­prü­fung, Revision und kritische Weiterentwicklung insbesondere des feldtheo­re­ti­schen Modells ab.

Den Schwerpunkt der Forschungsarbeiten bildet derzeit die belarussische Literatur des 19. bis 21. Jahrhunderts (v.a. das erste Drittel des 20. Jahrhunderts, von hier aus vergleichende Untersuchungen zur (vornehmlich polnischsprachigen) Literatur des 19. Jahrhunderts sowie zur postsowjetischen aktuellen Literatursituation), die mit Blick auf diachron wie synchron zu beobachtende Spezifika hypothetisch als Modellfall literarischer 'Kleinheit' begriffen wird. Die vergleichende Untersuchung der russischen, polnischen, perspektivisch auch der ukrainischen Literatur verspricht neue Erkenntnisse zur Überschneidung bzw. Verflechtung der auf dem Gebiet der ehemaligen Rzeczpospolita entstandenen literarischen Felder, die sich gewinnbringend mit Erkenntnissen aus dem postkolonialen Ansatz konfrontieren lassen.

Teilprojekte:

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