Qualitätsbeauftragter der Fakultät I - Bildungs- und Sozialwissenschaften

Kay Uphoff Dipl.-Sozw.

A 02 1-107 (» Adresse und Lageplan )

+49 441 798-4542  (F&P

Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg befindet sich derzeit im Umstellungsprozess auf die Systemakkreditierung, dessen grundlegende Bedingung die Einführung eines universitäts,- und fakultätsweiten Qualitätsmanagements ist. Informationen zur Systemakkreditierung und zum Qualitätsmanagement Studium und Lehre auf zentraler Ebene des Referat für Studium und Lehre finden Sie auf hier.

"Der Qualitätskreislauf der UOL besteht aus sechs Elementen und erstreckt sich über einen Zeitraum von acht Jahren. Die Elemente sind dialogorientiert und partizipativ gestaltet. Sie orientieren sich inhaltlich an der Nds. StudAkkVO und dem Leitbild für die Lehre sowie auf Ebene der Fakultäten an dessen Konkretisierungen. Die Qualitätskriterien der UOL sind insbesondere für die jährliche Studiengangskonferenz und die universitätseigene Akkreditierung sehr eng an der Nds. StudAkkVO ausgerichtet. Für die Lehrveranstaltungsplanung gelten die Quantitativen Lehrstandards gemäß den Empfehlungen der HRK".

Fakultätsspezifisches Leitbild für die Lehre

Präambel:
Die Fakultät I – Bildungs- und Sozialwissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg fühlt sich der UN-Agenda 2030 sowie der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet. Sie ist sich ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung bewusst und möchte in Studium und Lehre einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung und inklusiver Bildung leisten. Im Sinne einer offenen Hochschule setzt sie sich insbesondere für eine Bildung für alle (Sustainable Development Goal 4) ein. Die Bildungsangebote sollen inklusiv, gerecht und hochwertig sein und die Möglichkeit des lebenslangen Lernens ermöglichen.

Die Fakultät pflegt und entwickelt ein umfassendes Verständnis von Vielfalt und Chancengleichheit. Dazu gehört es, die Verschiedenheit ihrer Mitglieder und die Vielfalt ihrer Überzeugungen und Lebensstile anzuerkennen und als Chance und Bereicherung für die Gesamtuniversität zu verstehen. Die uneingeschränkte Wertschätzung aller ihrer Mitglieder (unabhängig zum Beispiel von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, Alter oder sexueller Identität) gehört zu ihrem Selbstverständnis.

Ziele:
Dem Ziel, Bildung durch Wissenschaft zu ermöglichen, verpflichten sich alle Angehörigen der Fakultät I – Bildungs- und Sozialwissenschaften.  Von allen Lehrenden, Mitarbeitenden sowie Studierenden wird erwartet, dass sie sich dem Gelingen universitärer Lehre mit dem erforderlichen Maß an Zeit und der gebotenen Sorgfalt widmen, dabei respektvoll miteinander umgehen und die Richtlinien guter wissenschaftlicher Praxis beachten.'
Wissen entsteht in vielfältigen Denk-, Austausch und Diskussionsprozessen zwischen Lehrenden und Lernenden. Daher werden der unmittelbare, enge Kontakt und persönliche Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden als wesentlich für ein Gelingen des Lehrens und Lernens angesehen.

Studium und Lehre richten sich an den Lernprozessen der Studierenden aus. Hierbei werden die Studierenden als autonome und eigenverantwortliche Lernende, die ihren Lernprozess selbstständig steuern und organisieren, wahrgenommen und herausgefordert. Die Lehrenden begleiten diese Prozesse in fachlich und didaktisch anspruchsvoll gestalteten Lehr- und Lernformaten und sind offen für die Impulse der Studierenden. Eine regelmäßige hochschuldidaktische Weiterbildung unterstützt dieses Zusammenspiel von Lehrenden und Lernenden und trägt zur Qualitätssicherung und -entwicklung der Lehre bei.

Die Studiengänge der Fakultät I – Bildungs- und Sozialwissenschaften sind dementsprechend forschungs- und kompetenzorientiert angelegt. Forschungsbasierte Lehr- und Lernformate sind sowohl in den Bachelor- als auch in den Masterstudiengängen ein prägendes Element. Das forschungsbasierte Lernen vermittelt zum einen wichtige Fähigkeiten in der Analyse, methodischen Bearbeitung und kritischen Reflexion von Sachverhalten. Zum anderen qualifiziert es Studierende für wissenschaftliches Arbeiten. Die Fakultät I – Bildungs- und Sozialwissenschaften unterstützt die Lehrenden bei der Entwicklung innovativer Lehr-Lernformate, insbesondere im Kontext der Digitalisierung von Studium und Lehre. Hochschuldidaktische Angebote tragen zur Qualität der Lehre bei.

Die Lehrenden verpflichten sich, ihre Lehrveranstaltungen am Stand der Forschung des jeweiligen Faches und (fach-)didaktischer Innovationen auszurichten und vermitteln sowohl wissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen als auch fachliche Kompetenzen. Die Lehrenden formulieren Lernziele ihrer Veranstaltungen und die damit verbundenen Erwartungen transparent und bieten in Umfang und Tiefe adäquate Prüfungsformen an. Bei der Gestaltung der Lehre legen die Lehrenden ein besonderes Augenmerk auf die Diversität der Studierenden und erkennen diese wertschätzend an.

Die Lehrenden machen sich mit den administrativen Abläufen der Universität vertraut, um Studierende adäquat beraten zu können. Auch bei der Weiterentwicklung von Studiengängen wirken die Lehrenden aktiv mit.

Die Studierenden gehören mit Aufnahme ihres Studiums zur Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Sie schaffen ein Umfeld, das Vielfalt würdigt und frei von diskriminierenden Handlungen ist. Es wird erwartet, dass sie aktiv ihr Studium gestalten und sich konstruktiv in Lehrveranstaltungen einbringen. Sie reflektieren ihren eigenen Lernerfolg sowie gute und zielführende Lernstrategien. Mit ihrem Studium ist ein Bildungsprozess verbunden, der die Urteilskraft anregt und das Denken fachlich-reflexiv herausfordern und verändern kann. Die Studierenden verschaffen sich ein umfassendes Bild des Studiums mit fachlichen und überfachlichen Herausforderungen und kennen die für ihren Studiengang relevanten Prüfungsordnungen sowie die administrativen Bedingungen für ein erfolgreiches Studium.

Die Mitarbeitenden in Technik und Verwaltung nehmen Aufgaben in der Planung, Organisation und Koordination der Lehre verantwortungsvoll wahr und wirken aktiv an der Sicherung der Qualität der Lehre mit. Sie verpflichten sich, die Planung, Durchführung und Evaluation von Lehr- und Lernangeboten durch die Bereitstellung der zur Verfügung stehenden zeitlichen, räumlichen und sächlichen Ressourcen zu unterstützen und begleiten Prozesse der Studiengangs- und Curriculumsentwicklung. (pdf-Download)

Elemente des Qualitätsmanagements auf Ebene der Fakultät(en)

Die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung laufender Studiengänge ist ein stetiger und automatisierter Prozess. Module oder Studiengangsinhalte werden aufgrund geänderter Rahmenbedingen wie bspw. staatlichen Vorgaben oder aufgrund kapazitativer oder struktureller Änderungen immer wieder modifiziert. Mit dem Qualitätsmanagementsystem wird ein Prozess etabliert, der dafür Sorge trägt, dass diese Anpassungen jährlich aus unterschiedlichen kategorialen Perspektiven systematisch in den Blick genommen und kollegial geprüft werden.
Der initiale Startpunkt des Qualitätskreislaufs ist die jährliche Studiengangskonferenz, die einen oder mehrere Studiengänge in einem Cluster umfassen kann.
Die Anbindung an die Gremienstruktur und damit an die regelhaften Entscheidungsprozesse der Fakultäten ist insbesondere durch den Bericht in der Studienkommission (StuKo) sichergestellt.
Aus der StuKo oder der Studiengangskonferenz heraus können bei entsprechender Themenstellung bzw. Problemlage Modulkonferenzen veranlasst werden.

 

(Stand: 09.05.2022)