Am 3. Dezember 1976 forderte der damalige Rektor der Universität, Prof. Dr. Rainer Krüger, in UNI-INFO die Dozentinnen und Dozenten auf, in ihren Seminaren darüber abstimmen zu lassen, ob das Rauchen erlaubt sein soll.
Was heute absurd klingt, war früher in öffentlichen Gebäuden Normalität: In den 1970er Jahren und noch lange Zeit danach wurde auch in der Universität geraucht. So zogen durch Vorlesungssäle, Seminarräume und Flure oft dicke Rauchschwaden. Konfliktfrei war das Rauchen aber schon damals nicht: Diejenigen, die nicht geraucht haben, beschwerten sich bei der Unileitung wiederholt über das erzwungene Passivrauchen und den Gestank von Tabakqualm.
Rektor Krüger schrieb daraufhin einen Brief an die Lehrenden und schlug ihnen vor, in den Seminaren Abstimmungen über das Rauchen durchzuführen. Spreche sich auch nur ein kleiner Teil der Studierenden gegen das Schmöken aus, sollte man diesem Wunsch entsprechen. Er stellte jedoch auch klar: „Ein generelles Rauchverbot in den Veranstaltungsräumen der Universität erscheint mir als eine zu starre Regelung, die ich nach Möglichkeit vermeiden möchte.“ Ein generelles Rauchverbot ließ tatsächlich noch mehr als dreißig Jahre auf sich warten: Erst seit 2007 ist das Rauchen in den Räumen der Universität komplett verboten.