Ava-Med

Ava-Med

Ava-Med - Virtueller Simulationspatient in adaptiver Lernumgebung

Über das Projekt

Ava-Med ist ein innovatives Projekt zur Weiterentwicklung der medizinischen Aus- und Weiterbildung. Ziel ist die Entwicklung und Evaluation eines virtuellen Simulationspatienten (Avatars), der in einer adaptiven Lernumgebung eingesetzt wird. Medizinstudierende, Pflegefachpersonen und Therapeut:innen können mit dem Avatar realitätsnahe Arzt- bzw. Pflegekraft-Patienten-Gespräche führen, Symptome erkennen und Befunde erheben – orts- und zeitunabhängig sowie im eigenen Lerntempo. Das Besondere an Ava-Med ist die Integration anonymisierter, realer Patientenmerkmale wie Sprache, Mimik und Gestik. 

Der Avatar kann verschiedene Krankheitsbilder und Symptome variabel darstellen und ermöglicht so ein praxisnahes Training auch komplexer und sensibler Gesprächssituationen. Die technische Machbarkeit wurde bereits in Vorstudien erfolgreich nachgewiesen.

Ziel

Ava-Med verfolgt das langfristige Ziel, die Qualität der medizinischen und pflegerischen Ausbildung nachhaltig zu verbessern. 

Neben fachlichen Kompetenzen steht insbesondere die Schulung kommunikativer und sozialer Fähigkeiten im Fokus – ein zentraler Faktor für erfolgreiche Diagnosen, gemeinsame Entscheidungsfindung und eine bessere Versorgung von Patienten und Patientinnen. Durch den virtuellen Simulationspatienten entsteht eine geschützte Lernumgebung, die reale Patienten entlastet und gleichzeitig häufiges, wiederholbares Üben ermöglicht.

Projektpartner

Das Projekt wird in Kooperation zwischen der Universität Oldenburg und der EUROKEY Software GmbH umgesetzt. 

EUROKEY entwickelt seit über 30 Jahren interaktive E-Learning-Angebote und Autorensysteme und bündelt diese in der Lernplattform ec-ol, die in Unternehmen, Bildungseinrichtungen und im Gesundheitswesen im Einsatz ist. Im Projekt Ava-Med bringt EUROKEY seine umfassende Erfahrung in der Entwicklung, Integration und Skalierung digitaler Lernlösungen ein und verantwortet die technische Umsetzung des Avatars sowie die Einbettung in bestehende Lernplattformen.

Förderung

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP).

Publikationen

  • Schwarz, P. and Hein, A. (2023). Conception of a Humanoid-Robot-Patient in Education to Train and Practice,IEEE 2nd German Education Conference (GECon), Berlin, Germany, 2023, pp. 1-5, doi: 10.1109/GECon58119.2023.10295118 
  • Schwarz, P., Hellmers, S., Spanknebel, S., Hurlemann, R. and Hein, A. (2024). Humanoid patient robot for diagnostic training in medical and psychiatric education; Frontiers in Robotics and AI, Volume 11 – 2024; ISSN: 2296-9144. Doi: 10.3389/frobt.2024.1424845
  • Schwarz P, Hellmers S, Spanknebel S, Immel D, Hurlemann R, Hein A. (2025). Comparing Patient Simulation With a Humanoid Robot or a Human Actor in Terms of Training Success and Acceptance: Pilot Questionnaire Study. JMIR Form Res 2025;9:e70363, DOI: 10.2196/70363

 

(Stand: 10.02.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p117016
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