Die Studie ,,Social inequalities in cancer in Germany: a call to action'', veröffentlicht im Journal of Cancer Research and Clinical Oncology, beleuchtet die Bedeutung sozialer Ungleichheiten entlang des gesamten Krebsverlaufs in Deutschland. Der Beitrag zeigt, dass ein niedriger sozioökonomischer Status mit erhöhten Risikofaktoren, geringerer Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen, späterer Diagnose sowie schlechteren Überlebensraten verbunden ist.
Die Ergebnisse basieren auf einer Synthese bestehender wissenschaftlicher Evidenz, wie Arbeiten auf Basis von Daten aus Krebsregistern, Krankenkassen, Kohortenstudien und bevölkerungsbezogenen Gesundheitsbefragungen, sowie den Einschätzungen von über 30 Expert:innen aus Krebsepidemiologie und Ungleichheitsforschung. Hierbei zeigen sich erhebliche Datenlücken und strukturelle Herausforderungen, die eine umfassende Analyse und gezielte Maßnahmen erschweren.
Die Autor:innen fordern daher eine verbesserte Datenverfügbarkeit, stärkere Berücksichtigung von Chancengleichheit in der Gesundheitspolitik sowie gezieltere Interventionen für vulnerable Gruppen, um vermeidbare Ungleichheiten in der Krebsversorgung zu reduzieren.
Der Artikel ist als Open-Access-Beitrag frei zugänglich (Link: https://doi.org/10.1007/s00432-026-06438-4) lesbar.