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Future Proof Grasslands
Stärkung der Ökosystemleistungen in den Grünlandregionen des nordwestdeutschen Küstenraumes durch Anpassung des Wassermanagements an den Klimawandel
Projektbeschreibung
Die Küstenregion Nordwestdeutschlands wird seit Jahrhunderten über intensive Entwässerungsmaßnahmen urbar gemacht. Als dominierende landwirtschaftliche Nutzung hat sich in dieser Region das Grünland etabliert, welches von Milchviehbetrieben bewirtschaftet wird.
Das Grünland ist in jüngster Vergangenheit jedoch mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Niederschläge bleiben im Sommer aus, während die Winter nasser werden. Dies führt in der Vegetationsperiode zu Ertragseinbußen und -ausfällen. Ein klimaangepasstes Wassermanagement soll diesen Herausforderungen begegnen, indem Wasser im Sommer in der Fläche zurückgehalten und gleichzeitig der Abfluss im Winter nach wie vor ermöglicht wird.
Auf jeweils zwei Standorten in der Wesermarsch und Ostfriesland soll ein kontrollierter Wasserrückhalt über Grüppen (oberflächennahes Entwässerungssystem) erprobt werden. Dadurch soll das Absinken der Grundwasserstände in der Vegetationsperiode unter 60 cm u. GOK erzielt werden, welches die Wasserversorgung des Grünlands in Dürreperioden gewährleisten soll.
Ein kontrolliertes Wassermanagement kann das Grünland in der Praxis klimaresilienter machen, aber auch Einfluss auf die Vegetationszusammensetzung, Ertragshöhe oder auch Nährstoffflüsse nehmen. Um all diese Faktoren erfassen und berücksichtigen zu können umfasst FPG ein interdisziplinäres Projektkonsortium mit breit aufgestellter Expertise das insgesamt 8 Arbeitspakete (AP) umfasst.
Zusammen mit dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) befassen wir uns als Teil des AP 7 mit der Optimierung der biogeochemischen Stoffflüsse auf regionaler und betrieblicher Ebene. In diesem Rahmen umfassen unsere Aufgaben als UOL das ganzheitliche Monitoring der Wasserstände der angrenzenden Gewässer, Grüppen und Grundwassermessstellen. Zudem erfassen wir in diesen Wässern diverse hydrochemische Parameter wie pH, Leitfähigkeit und Sauerstoff sowie gelöste Nährstoffkonzentrationen an Phosphor und Stickstoff (Ammonium und Nitrat). Die erhobenen Daten sollen Informationen darüber liefern, ob das Wassermanagement die Grundwasserstände erfolgreich im Sommerhalbjahr stabilisieren kann und welche Effekte dieses auf die Nährstoffkonzentrationen und -frachten der Wässer hat.