Sensoren im Einsatz: CTD

Der Einsatz der CTD-Rosette auf dem FS Heincke

CTD ist die Abkürzung für:


Die CTD-Rosette besteht aus der CTD-Sonde, in der die drei verschiedenen Sensoren enthalten sind und der Rosette / dem Kranzwasserschöpfer, einem Metallgestell an dem die 12 Wasserschöpfer befestigt sind.

 

Die CTD-Sonde wird genutzt um:

  • Eigenschaften des Wassers zu messen (Temperatur, Leitfähigkeit, Wasserdruck)
  • Informationen über bestimmte Wasserbereiche zu erhalten (Dichte, Salzgehalt, Wassertiefe)


Eingesetzt werden kann die Sonde in tiefen Gewässern, wie zum Beispiel Seen oder Meeren.


CTD und Rosette werden von einem Schiff aus an einem Einleiterkabel in das Gewässer abgelassen und sammeln dann getrennt Daten. Diese Messwerte werden an einen Computer auf dem Schiff übertragen und gespeichert. Aus den
gesammelten Daten lassen sich dann “Profile” der Wassertiefen erstellen.

 

Vorbereitung der CTD zum Einsatz

       

     

 

 

Fieren der CTD-Rosette

Die CTD-Rosette wird langsam an einer Winde heruntergelassen; sie wird "gefiert". Dabei hängt sie an einem Einleiterkabel, das ermöglicht Daten von der Sonde in Echtzeit auf dem Schiff einzusehen.

Die CTD-Rosette des FS Heincke kann bis zu 600 m tief eingesetzt werden. Da das FS Heincke vor allem in der Nordsee unterwegs ist reicht die Tiefe aus. Ein Tauchgang dauert hier ungefähr 10 Minuten.

Manche CTD-Rosetten werden aber auch in tieferen Gewässern verwendet und können bis zu 8.000 m tief absinken. In solchen Fällen kann der Tauchgang mehrere Stunden dauern.

 


  • Die meisten Sensoren, für z.B. den Druck oder den Salzgehalt, sind mehrfach vorhanden. Die Messungen werden ständig verglichen, um Fehler zu vermeiden.
  • Bei einer Messung wird die CTD-Rosette nur bis wenige Meter über dem Meeresboden abgesenkt, um zu verhindern, dass die Geräte auf dem Grund aufsetzen.

Messdaten

  • Die Sensoren nehmen beim Ab- und Auftauchen Messdaten auf.
  • Beim Abtauchen durchdringt die CTD-Rosette das erste mal die unterschiedlichen Wasserschichten.
  • Die vorher ruhenden Wasserschichten sind nun aufgewirbelt.
  • Deswegen können die Daten, die während des Auftauchens genommen werden, verfälscht sein. Sie werden in der Regel nicht verwendet.

 

 

 

Aus verschiedenen gemessenen Werten lassen sich andere errechnen. So kann man z.B. mit Hilfe der gemessenen Wassertemperatur und der Leitfähigkeit des Wassers den Salzgehalt herausfinden. 

Entnahme der Wasserproben

  

 

  

  

Fotos: ICBM, Uni Oldenburg

  

Filtration der Wasserproben

  • Die gesammelten Wasserproben werden nun filtriert.
  • Das sieht im Labor des FS Heincke so aus:


  • Im unscheinbaren Filterkuchen wird viel Leben und anorganische Information gefunden.
  • Beides kann nun weiter untersucht werden.

Die Informationen über den Einsatz der CTD wurden zusammengestellt von:

Maïthé Schlotmann, Neele Krüßel und Soraya Stöhr.

(Stand: 09.06.2021)