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Anna Sarah Krämer

COAST - Zentrum für Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung

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Internationalisierung und Dienstreisen

Selbstverpflichtung zum Verzicht auf Kurzstreckenflüge

Die Initiative

05.12.2019 | Motiviert vom Engagement der Schüler*innen für FridaysforFuture ist auch an der Universität Oldenburg eine Gruppe von Wissenschaftler*innen aktiv, die sich Scientists4Future zurechnen, um das Thema Klimaschutz an der UOL zu stärken und damit auch gezielter nach außen zu treten.

Sie wendet sich mit dem Vorbild einer Initiative an der TU Berlin (und einige andere Hochschulen) an die Wissenschaftler*innen der Universität Oldenburg mit der Bitte, eine Selbstverpflichtung zum Verzicht auf Kurzstreckenflüge zu unterzeichnen.  Auch wenn Kurzstreckenflüge nicht den Großteil der Dienstreisen an der Universität ausmachen, ist der Verzicht auf solche Flüge ein guter erster Schritt, in diesem Bereich deutlich zum Klimaschutz beizutragen.

Universitäten sind in diesem Handlungsfeld besonders gefordert. Internationale Kooperationen sind unverzichtbar für wissenschaftliches Arbeiten und gehören damit zum Selbstverständnis forschungsstarker Universitäten. Allerdings sind die damit verbundenen Reisen in der Summe eine der wichtigsten institutionellen Quellen für Treibhausgase. Durch den Umstieg auf klimafreundliche Verkehrsmittel und die Nutzung virtueller Kommunikation können auch wir als Forscher*innen, Dozent*innen sowie Management- und Verwaltungsangehörige zu einer Verminderung bzw. Begrenzung der mobilitätsbedingten Treibhausgasemissionen beitragen.  

Die Grundidee ist, mit der Unterzeichnung einer Selbstverpflichtungserklärung freiwillig auf Kurzstreckenflüge bis 1.000 km zu verzichten.* Kurzstreckenflüge sind besonders leicht durch wesentlich klimaverträglichere Bahnreisen zu ersetzen.

Veranstaltung "Internationalisierung und Nachhaltigkeit"

Initiiert von der damaligen Vize-Präsidentin für Internationalisierung, Prof. Dr. Esther Ruigendijk, fand am 05. Dezember 2019 im Foyer von A14 (Campus Haarentor) eine Veranstaltung zum Thema Internationalisierung und Nachhaltigkeit statt.  Dabei wurden die Auswirkungen der Internationalisierung auf die Umwelt und mögliche Maßnahmen diskutiert. Die zugrundeliegenden Fragestellungen waren:

  • Welche Folgen hat Internationalisierung für die Umwelt?
  • Was kann die Universität und jede*r Einzelne tun, um den CO2-Ausstoß zu verringern - beispielsweise bei Dienstreisen?
  • Welche Unterstützung kann die Politik dabei leisten?

Sprecher*innen bei der Veranstaltung waren:

  • Prof. Dr. Esther Ruigendijk (VP-N & FKIII)
  • Prof. Dr. Bernd Siebenhüner (FK II)
  • Prof. Dr. Hans Gerd Nothwang (FK VI)
  • Prof. Dr. Joachim Peinke (FK V)
  • Prof. Dr. Gabriele Gerlach (FK V)
Ergebnisse der Veranstaltung

festgehalten von Tanja Föhr

Nachhaltig durch Europa

Eine Möglichkeit, die es ermöglicht auf Kurzstreckenflüge zu vermeiden, bietet das Möbilitätsprogramm Erasmus. Ein Anliegen des europäischen Mobilitätsprogramms Erasmus ist es den gesellschaftlichen Wandel zu mehr Nachhaltigkeit zu bewegen. Die Universität unterstützt dies auf besondere Weise mit einer Sonderförderung für Radreisende, um eine nachhaltige Anreisemöglichkeit für das Erasmus-Programm zu ermöglichen.

Zum vollständigen Artikel hierklicken. 

Emissionen durch Dienstreisen

Von 2017 bis 2019 konnte eine wesentliche Verringerung der Emissionen durch Dienstreisen erreicht werden.

So reduzierte sich z. B. der CO2-Ausstoß durch Dienstreisen mit dem privaten PKW um 18,71 %. Dies ist unter anderem dadurch zu erklären, dass seltener Fahrten von mehr als 1.000 km durchgeführt wurden. Beispielsweise entfallen 2016 134.692 km auf Dienstreisen mit einer Entfernung von über 1.000 km. Diese Zahl lag 2019 mit 60.465 km nicht einmal mehr halb so hoch. Dadurch sind 74.227 km eingespart worden, was Emissionen in Höhe von 10,92 Tonnen CO2-Äquivalent entspricht.
In der Kategorie PKW sind weiterhin die Emissionen durch Cambio CarSharing zu betrachten. Diese sind
von 2014 an kontinuierlich gestiegen, bis 2017 der Höhepunkt von 10,68 Tonnen CO2-Äquivalent erreicht
worden ist. Danach stellte sich ein deutlicher Rückgang der Emissionen von 2017 auf 2019 um
50,73 % ein. Ein Grund ist, dass die Kooperation zwischen dem AStA und Cambio CarSharing 2019 beendet
wurde und dadurch weniger Fahrten mit Cambio CarSharing über die Universität gebucht wurden.

Die Emissionen, welche durch Fahrten mit der Deutschen Bahn verursacht wurden, spielen die geringste
Rolle in Bezug auf die einzelnen Fahrzeugkategorien, da nach Angaben der Deutschen Bahn nur im Nahverkehr Emissionen entstehen, während der Fernverkehr ausschließlich mit Ökostrom betrieben wird.

Der mit Abstand größte Anteil bei den Emissionen ergibt sich durch Dienstreisen mit dem Flugzeug. 2019
wurden pro Mitarbeiter:in 2,45 Dienstreisen unternommen.
Zugleich ist die durchschnittliche Anzahl von Flügen pro Mitarbeiter:in von 0,37 Flügen im Jahr 2017 auf 0,30 im Jahr 2019 gesunken.
 

(Stand: 09.05.2022)