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Veranstaltungen
Auf dieser Seite geben wir eine Übersicht über die aktuellen Veranstaltungstermine der Kooperationsstelle. Informationen zu vergangenen Tagungen, Vorträgen und Workshops finden Sie hier.
Versteckter Rassismus – Rechte Codes und Symbole
Workshop | Di, 05.05.2026, 12:00 - 15:00 Uhr | V03 0-D001, Universität Oldenburg
Welche Bedeutung steckt hinter bestimmten Symbolen auf Kleidung, Stickern oder Graffitis im öffentlichen Raum? Oft wirken die Zeichen unscheinbar – und doch stehen sie für explizite gesellschaftspolitiche Botschaften. Genau hier setzt der Workshop an: Er sensibilisiert für die Existenz und Funktionsweise rassistischer Codes und Symbole im Alltag und zeigt auf, wie subtil diskriminierende Ideologien transportiert werden.
Die Veranstaltung vermittelt Hintergrundwissen zu geschichtlichen Entwicklungen rechter Symbolik und schlägt zugleich den Bogen zur Gegenwart. Anhand anschaulicher Beispiele wird erläutert, wie sich Codes verändern, welche Strategien hinter ihrer Verwendung stehen und welche Wirkung sie auf Betroffene sowie auf das gesellschaftliche Klima haben können. Ziel ist es, Sicherheit im Erkennen solcher Zeichen zu gewinnen und ein reflektiertes Verständnis für ihre Bedeutung zu entwickeln.
Darüber hinaus werden in dem Workshop Handlungsmöglichkeiten zu den folgenden Fragen erarbeitet: Wie kannst Du reagieren, wenn Du rassistische und rechte Symbole bemerkst? Welche professionellen Strategien gibt es im pädagogischen, sozialen oder öffentlichen Kontext? Der Workshop lädt dazu ein, Wissen zu vertiefen, die eigene Wahrnehmung zu schärfen und Handlungskompetenz im Umgang mit diskriminierenden Zeichen zu stärken.
Referentin:
Julia Gede ist Geschäftsstellenleiterin bei Arbeit und Leben Niedersachsen des Standorts Lüneburg.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei und findet in an der Universität Oldenburg (V03 0-D001)statt. Anmeldungen bitte bis zum 28. April 2026 mit dem Online-Anmeldeformular auf der Homepage der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften.
Die Veranstaltung wird von Students at Work | Campus Office der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften in Kooperation mit ver.di jugend Bezirk Weser-Ems und der GEW Bezirksverband Weser-Ems organisiert. Der Workshop findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien” statt. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Niedersachsen, der DGB-Region Weser-Ems und der Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften in Osnabrück durchgeführt.
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder andere menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
Deserteure - Die Geschichte von Gewissen, Widerstand und Flucht
Lesung | Mo, 11.05.2026, 19:00 Uhr | BIS-Saal, Universität Oldenburg
Desertieren - ein mutiger Akt des Widerstandes oder ein Verrat an der Gemeinschaft? Was treibt Menschen dazu, den Dienst an der Waffe zu verweigern, Staat und Armee die Loyalität aufzukündigen und zu fliehen? Welche religiösen Überzeugungen und politischen oder humanistischen Ideale sind dafür ausschlaggebend, welche Rolle spielt die spontane Selbstermächtigung, einfach nicht mehr mitzumachen?
Die Konsequenzen, die Deserteure für ihre Entscheidung zu erwarten haben, sind in der Regel drastisch: Gesellschaftliche Ächtung, aber auch Haftstrafen und Todesurteile drohen. Der Autor Rolf Cantzen widmet sich in seinem Buch den Entscheidungen, die hinter einer Desertion stehen, sowie den Reaktionen der Obrigkeit: Dabei spannt er einen weiten historischen Bogen vom römischen Reich über die NS-Zeit bis zum Ukraine-Krieg.
Referent:
Rolf Cantzen studierte in Hannover und Berlin Politikwissenschaft, Philosophie, Germanistik und Soziologie. Er veröffentlichte mehrere Sachbücher, Romane und Erzählungen und zahlreiche Rundfunkfeatures geschrieben. 2024 erhielt er den Alternativen Medienpreis in der Kategorie Geschichte für die „Lange Nacht der Deserteure".
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei und findet an der Universität Oldenburg (Bibliothekssaal) statt.
Die Veranstaltung wird von Antimilitaristisches Bündnis Oldenburg, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften, dem Ökumenischen Zentrum und Pax Christi durchgeführt.
Welt ohne Autos - ein VW-Arbeiter, ein Aktivist und eine Mobilitätsexpertin im Gespräch
Podiums-Gespräch | Di, 12.05.2026, 18:00 Uhr | Online-Veranstaltung
mit: Katja Diehl (Mobilitätsexpertin und Bestseller-Autorin), Thorsten Donnermeier (langjähriger VW-Arbeiter und Mitglied der IG Metall), Tobi Rosswog (Aktivist und Mitinitiator verschiedener sozialer Bewegungen)
Moderation: Kikan Nelle
Die Abhängigkeit vom Auto ist in Deutschland gleich dreifach: Im ländlichen Raum, weil Alternativen für die alltäglichen Wege fehlen. In den Kommunen, weil öffentliche Haushalte von den Gewerbesteuereinnahmen abhängen. Und an den Standorten der Autoindustrie, weil Arbeitsplätze langfristige finanzielle Sicherheit für Arbeiter*innen und ihre Familien bedeuteten.
Aber gleichzeitig erscheint eine Abkehr vom Auto unumgänglich, um die Klimakrise ausreichend zu entschärfen.
Wie also raus aus der Automobilen Sackgasse? An diesem Abend diskutieren Thorsten Donnermeier, Tobi Rosswog und Katja Diehl, um gemeinsam aus ihren so unterschiedlichen Positionen heraus Lösungen zu erarbeiten. Hier treffen Welten aufeinander, die gerne gegeneinander ausgespielt werden: Fabrikhalle vs. Klimacamp. Blaumann vs. Fahrradhelm. Schichtplan vs. Systemwandel. Aber was wäre, wenn genau aus diesen Unterschieden etwas Gemeinsames entstehen kann?
Und es zeigt sich: Es geht nicht darum, Autos zu hassen oder Arbeitsplätze zu feiern. Es geht darum, sich ehrlich zu fragen: Was brauchen wir wirklich? Und wer entscheidet das eigentlich? Ein Gespräch, das Hoffnung macht – weil es nicht glatt ist, sondern eckig, echt und voller Widersprüche. Genau wie die Realität. Und genauso wie Veränderung.
Das Gespräch ist eine Einladung, die kapitalistischen Zwänge zu hinterfragen und gemeinsam für den sozial-ökologischen Umbau zu kämpfen. Dabei soll es Raum zur Diskussion geben, aber durch konkrete Impulse wird auch Orientierung und Hoffnung gestiftet. Heraus aus der Automobilen Sackgasse und hin zu einer Welt, in der wir die ökologische und die soziale Frage zusammen denken.
Die Veranstaltung basiert auf einem Buch, das im Dezember 2025 herausgekommen ist, mehr Informationen: https://nwdlwsidh.de/
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen bitte bis zum 10. Mai 2026 mit dem Online-Anmeldeformular.
Die Veranstaltung wird vom Netzwerk der Kooperationsstellen Hochschulen und Gewerkschaften in Niedersachsen und Bremen durchgeführt.
Die Strafdivision 999
Film + Gespräch| Mo, 18.05.2026, 19:00 Uhr | BIS-Saal, Universität Oldenburg
Ab 1942 rekrutierten die Nazis Kriminelle sowie politische Gegner in Strafeinheiten, um sie an verschiedenen Kriegsschauplätzen als Kanonenfutter einzusetzen. Sie erlebten in Griechenland eine immer stärker werdende Widerstandsbewegung. Etliche der Zwangsrekrutierten liefen zur Griechischen Befreiungsarmee über. Bekanntestes Beispiel ist der„Partisanenprofessor“ Wolfgang Abendroth, der mit dem griechischen Widerstand zusammenarbeitete und schließlich gänzlich die Seiten wechselte.
Der Film erinnert aus griechischer Sicht an die Antifaschisten unter den deutschen Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg im besetzten Griechenland ihr Leben riskierten und desertierten, um auf der Seite des griechischen Widerstands zu kämpfen.
Im Anschluß an die Filmvorführung findet ein Gespräch mit dem Historiker Dr. Gregor Kritidis (Rosa-Luxemburg-Stiftung) statt.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei und findet an der Universität Oldenburg (Bibliothekssaal) statt.
Die Veranstaltung wird von Antimilitaristisches Bündnis Oldenburg und der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften in Kooperation mit Bildung und Solidarität – Stiftung der GEW Oldenburg-Stadt und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen durchgeführt.
Historische Spurensuche: Stadtrundgang zum Nationalsozialismus in Oldenburg
Stadtrundgang | Do, 11.06.2026, 16:00 - ca. 18:15 Uhr | Oldenburg Innenstadt
Die Stadt als Lernraum erleben und an verschiedenen Orten Geschichte nachvollziehbar machen. Das ist mit Hilfe eines Stadtrundgangs möglich. Wir möchten mit dem Stadtrundgang zum Nationalsozialismus in Oldenburg die Möglichkeit eröffnen, einen wichtigen Teil der Regionalgeschichte zu erkunden.
Der Rundgang zum Nationalsozialismus in Oldenburg führt auf knapp vier Kilometern über zehn Stationen vom Pferdemarkt durch die Innenstadt zum alten Oldenburgischen Landtag und endete schließlich an der Gedenkwand für die jüdischen Opfer des Holocaust. Dabei werden an den Erinnerungsorten Aspekte wie mögliche Gründe für die frühen Erfolge der NSDAP in Oldenburg, Kriegserfahrungen der Bewohner*innen der Stadt und auch der zunehmende Antisemitismus, der schließlich im Holocaust mündete, thematisiert.
An jeder Station können Informationen selbständig erarbeitet werden. Die Stationen sind so gestaltet, dass sowohl Personen ohne und mit Vorkenntnissen angesprochen werden.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Der genaue Treffpunkt wird ein paar Tage vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail bekanntgegeben. Anmeldungen bitte bis zum 07. Juni 2026 mit dem Online-Anmeldeformular auf der Homepage der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften. Die Teilnehmer*innen-Anzahl ist auf 20 Personen begrenzt.
Referent*in
Kevin Mennenga, Bildungskoordinator bei Arbeit und Leben Niedersachsen
Der Stadtrundgang findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien” statt. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Niedersachsen, der DGB Region Weser-Ems und der Kooperationsstelle Hochschulen und Gwerkschaften in Osnabrück durchgeführt.
Die MAGA-Bewegung und die globale Rechte - Netzwerke, Dynamiken und Gegenstrategien
Vortrag | Do, 24.09.2026, 18:00 Uhr | Kulturzentrum PFL
In den vergangenen Jahren vernetzen sich verstärkt Akteur*innen der extremen Rechten weltweit. In Medienberichten, Konferenzankündigen oder auch transnationalen Partnerschaften verbreiten sie in einer manchmal verwirrenden Vielfalt die immer gleichen Themen: Anti-Immigration, Antifeminismus, die Leugnung des Klimawandels und der Kampf gegen eine vermeintliche „globale Linke“. Aber wer genau sind diese rechten Akteur*innen? Wie sind sie organisiert und welche internationalen Ziele verfolgen sie? Und was kann dem entgegengesetzt werden?
Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt des Vortrags von Ulli Jentsch. Als Mitglied der Initiative „Research against Global Authoritarianism“ (ReGA) geht es ihm darum, Allianzen und Forderungen der globalen extremen Rechten zu verstehen, damit lokaler Widerstand effektiv möglich ist. Denn es sind lokal und global die gleichen autoritären Kräfte, die zugleich den Schutz und die Verteidigung der Menschenrechte erschweren sowie den Einsatz für humanitäre Ziele kriminalisieren wollen. Eine widerständige Praxis gegen Rechts sollte diese beiden Ebenen im Blick haben.
Referent*in:
Ulli Jentsch ist freier Journalist aus Berlin und seit Jahrzehnten in verschiedenen antifaschistischen Initiativen und internationalen Netzwerken u.a. bei „Research against Global Authoritarianism“ aktiv. Seit über zwanzig Jahren recherchiert er zur extremen Rechten in Deutschland. Zu den Schwerpunkten seiner Arbeit gehört die Aufklärung der Strukturen und Ideologien des Rechtsterrorismus, christlicher Fundamentalismus und die „Lebensschutz“-Bewegung.
Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien” statt. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Niedersachsen, der DGB Region Weser-Ems und der Kooperationsstelle Hochschulen und Gwerkschaften in Osnabrück durchgeführt.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei und findet online via BigBlueButton statt. Anmeldungen bitte bis zum 20. September 2026 mit dem Online-Anmeldeformular auf der Homepage der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften.
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder andere menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
Historische Spurensuche: Stadtrundgang zum Nationalsozialismus in Oldenburg
Stadtrundgang | Mi, 07.10.2026, 16:00 - ca. 18:15 Uhr | Oldenburg Innenstadt
Die Stadt als Lernraum erleben und an verschiedenen Orten Geschichte nachvollziehbar machen. Das ist mit Hilfe eines Stadtrundgangs möglich. Wir möchten mit dem Stadtrundgang zum Nationalsozialismus in Oldenburg die Möglichkeit eröffnen, einen wichtigen Teil der Regionalgeschichte zu erkunden.
Der Rundgang zum Nationalsozialismus in Oldenburg führt auf knapp vier Kilometern über zehn Stationen vom Pferdemarkt durch die Innenstadt zum alten Oldenburgischen Landtag und endete schließlich an der Gedenkwand für die jüdischen Opfer des Holocaust. Dabei werden an den Erinnerungsorten Aspekte wie mögliche Gründe für die frühen Erfolge der NSDAP in Oldenburg, Kriegserfahrungen der Bewohner*innen der Stadt und auch der zunehmende Antisemitismus, der schließlich im Holocaust mündete, thematisiert.
An jeder Station können Informationen selbständig erarbeitet werden. Die Stationen sind so gestaltet, dass sowohl Personen ohne und mit Vorkenntnissen angesprochen werden.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Der genaue Treffpunkt wird ein paar Tage vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail bekanntgegeben. Anmeldungen bitte bis zum 02. Oktober 2026 mit dem Online-Anmeldeformular auf der Homepage der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften. Die Teilnehmer*innen-Anzahl ist auf 20 Personen begrenzt.
Referent*in
Kevin Mennenga, Bildungskoordinator bei Arbeit und Leben Niedersachsen
Der Stadtrundgang findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien” statt. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Niedersachsen, der DGB Region Weser-Ems und der Kooperationsstelle Hochschulen und Gwerkschaften in Osnabrück durchgeführt.
Wer denkt hier eigentlich noch?
KI, Wissensvermittlung und die Zukunft von Schule und Hochschule
FRITZSCHE-FORUM | Do, 29.10.2026, 18:00 Uhr | BIS-Saal, Universität Oldenburg
Generative KI-Systeme wie ChatGPT verändern derzeit grundlegend, wie Wissen produziert und genutzt wird. Texte, Argumentationen oder Zusammenfassungen lassen sich in wenigen Sekunden generieren – mit spürbaren Folgen für Schule und Hochschule. Klassische Prüfungsformate geraten unter Druck, Lehrende stehen vor neuen Herausforderungen der Leistungsbewertung, und zugleich verschieben sich grundlegende Praktiken des Lernens und Schreibens.
Kira Baresel und Benjamin Möbus nehmen diese Entwicklungen aus einer kritisch-bildungspolitischen Perspektive in den Blick. Dabei steht weniger die Frage nach konkreten didaktischen Einsatzmöglichkeiten von KI im Zentrum, sondern was diese Technologien für Wissensvermittlung und Bildung grundlegend bedeuten. Wenn maschinelle Systeme zunehmend an der Produktion von Wissen beteiligt sind, stellt sich die Frage neu, welche Rolle eigenständiges Denken, Urteilsbildung und kritische Reflexion künftig in Bildungsprozessen spielen.
Der Vortrag versteht KI damit als Herausforderung für das Selbstverständnis von Schule und Hochschule und lädt zur Diskussion darüber ein, welche Konsequenzen sich daraus für Lehrkräfte, Hochschulen und Bildungspolitik ergeben.
Referent*innen:
Kira Baresel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Medienkompetenzzentrum an der Universität Vechta. Sie arbeitet zu Künstlicher Intelligenz in der Hochschule und deren Einfluss auf Lehren, Lernen und Prüfungen.
Benjamin Möbus ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in den Erziehungswissenschaften an der Universität Vechta im Arbeitsbereich Inklusive Bildung. Er forscht zu Künstlicher Intelligenz im Bildungskontext und deren Auswirkungen auf Lernen, Wissensproduktion und Leistungsbewertung.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen bitte bis zum 25. Oktober 2026 mit dem Online-Anmeldeformular auf der Homepage der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften.
Das FRITZSCHE-FORUM ein gemeinsames Veranstaltungsformat der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen, der DGB-Region Weser-Ems, der GEW Bezirksverband Weser-Ems und der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften.
Autoritäre Rebellion - Wie antimoderne Reflexe breite Schichten der Gesellschaft erfassen und weiter nach rechts rücken
Vortrag | Di, 17.11.2026, 18:00 Uhr | online via BigBlueButton
Sie sind Familienangehörige, Freund*innen, Bekannte, Vereinsmitglieder, Doppelkopfspielende, Tennispartner*innen oder Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr. Sie haben sich entschieden: Diese Bundesrepublik ist nicht mehr ihre Republik. Wir kennen sie, sie sitzen nicht nur in den Parlamenten oder Talkshows, sie sitzen auch an Küchen- oder Stammtischen. Sie kommen aus der sog. Mitte der Gesellschaft. Ihre Revolte strebt ins Autoritäre. Eine tiefliegende Sehnsucht nach einer vormodernen Harmonie haben die verschiedenen Spektren von Autorität-Geneigten aus den Reichs- bis Alternativbewegungen gemein. Sie sind in Sorge um die Freiheit und haben doch Furcht vor ihr. Diese Ambivalenz verschärfen gegenwärtige Krisen, sie haben eine weitzurückgehende Tradition – in der Aufklärung und in Märchen. In seinem Vortrag zeigt Andreas Speit, warum in breiten Schichten der Gesellschaft antimoderne Vorstellungen dominieren und welche Folgen ihre damit einhergehende Radikalisierung hat: Anzweiflung der Realität, Ablehnung des Rechtsstaats, Delegitimierung der Demokratie.
Referent*in:
Andreas Speit ist freier Journalist, Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher zum Thema Rechtsextremismus und Neonazismus in Europa. Seit 2005 ist er Autor der taz-nord Kolumne „Der Rechte Rand“ und schreibt regelmäßig Beiträge für zeit-online, Deutschlandfunk Kultur und den WDR. Für seine Arbeit erhielt er mehrfache Auszeichnungen u.a. durch den Deutschen Journalismus Verband.
Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien” statt. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Niedersachsen, der DGB Region Weser-Ems und der Kooperationsstelle Hochschulen und Gwerkschaften in Osnabrück durchgeführt.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei und findet online via BigBlueButton statt. Anmeldungen bitte bis zum 13. November 2026 mit dem Online-Anmeldeformular auf der Homepage der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften.
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder andere menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.