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Veranstaltungen

Termine und Veranstaltungen

Hier erhalten Sie eine Übersicht über die aktuellen Veranstaltungstermine der Kooperationsstelle. Material und Informationen zu vergangenen Tagungen und Vorträgen finden Sie im Bereich "Dokumentation".


Arbeiten mit Werkverträgen und Leiharbeit – Regulierungsversuche des Systems Fleischindustrie

Montag, den 21. Juni 2021, 18:15 Uhr – 19:45 Uhr, Online-Veranstaltung

Im Zuge der Corona-Pandemie sind die bereits jahrelang zu beobachtenden schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen in der fleischverarbeitenden Industrie in den Fokus geraten. Sie sind vor allem aus einem massiven Einsatz von Werkverträgen und Leiharbeit vor allem mit meist osteuropäischen Arbeitskräften zu erklären, wobei systemisch Arbeitsschutzbedingungen unterlaufen und Niedrigstlöhne in der Branche gezahlt werden. Die Zustände werden von „organisierter Verantwortungslosigkeit“ (NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann) bis hin zu „moderner Sklaverei“ (Pfarrer Peter Kossen) beschrieben. Ende 2020 wurde mit dem Arbeitsschutzkontrollgesetz ein weitgehendes Verbot von Werkverträgen (zum 1.1.2021) und von Leiharbeit (zum 1.4.2021) – unter jeweils spezifischen Bedingungen – erlassen.

Damit folgt der Gesetzgeber der Erkenntnis, dass ein effektiver Arbeitsschutz nur durch eine direkte Kontrollmöglichkeit im verarbeitenden Betrieb und nicht mit einem undurchsichtigen System an Subunternehmen möglich ist, die sich gegenseitig Verantwortung zuweisen. Das bislang „erfolgreiche“ Geschäftsmodell der industriellen Fleischverarbeitung im Zusammenspiel mit starken und weltweit operierenden Handelskonzernen und einem steigenden Exportgeschäft konnte bislang gegen alle bestehenden Regulierungsversuche (Branchenmindestlohn, Selbstverpflichtungen etc.) verteidigt werden. Die Frage wird sein, ob die beschlossenen Regulierungen Wirkung zeigen und welche weiteren Rahmenbedingungen verändert werden müssen, um die Arbeits- und Lebensbedingungen substanziell zu verbessern? Und wie ist der Tarifabschluss zu bewerten, der Ende Mai 2021 in der Fleischwirtschaft mit der Gewerkschaft NGG abgeschlossen wurde, mit dem branchenweit Mindestlöhne vereinbart und ein beschränkter Einsatz von Leiharbeit ermöglicht wurde?

mit Matthias Brümmer (Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten NGG – Region Oldenburg/Ostfriesland)

Online-Veranstaltung mit dem Videokonferenzsystem BigBlueButton: https://meeting.uol.de/b/uwe-4uc-arg-hoo

Zukunftsdiskurs: „Arbeiten zwischen Home und Office – betriebliche Regelungen und Weiterbildungen“

Mittwoch, 23. Juni 2021, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr, Online-Auftaktveranstaltung

Mit Ausbruch der Covid-19-Pandemie hat sich die Arbeit für viele Beschäftigte ins Homeoffice verlagert. Wurde vor ein paar Monaten noch von einem kurzzeitigen vermehrten Arbeiten im Homeoffice ausgegangen, steht längst fest, dass auch nach der Pandemie ein großer Anteil der Beschäftigten ganz oder teilweise von zu Hause aus arbeiten wird. Dass Homeoffice jedoch nicht automatisch zu guten Arbeitsbedingungen führt, haben die letzten Monate eindrücklich gezeigt. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen stellt sich die Frage, welche betrieblichen Regelungen sich bewährt haben, welcher weiteren Vereinbarungen es bedarf und welche Fort- und Weiterbildungen sinnvoll und notwendig sind, um ein sozial- und gesundheitsverträgliches Arbeiten im Homeoffice zu gewährleisten. Die damit verbundenen Herausforderungen und unterschiedlichen Lösungsansätze werden in dem Praxisprojekt in den Blick genommen.

„Arbeiten zwischen Home und Office“ knüpft an den jüngst abgeschlossenen Zukunftsdiskurs „Digital – Mobil“ und das Forschungsprojekt „prentimo – präventionsorientierte Gestaltung mobiler Arbeit“ an. Im Rahmen einer Online-Umfrage sowie verschiedener Veranstaltungsformate sollen Chancen und Risiken von Homeoffice-Modellen in ihrer konkreten Ausgestaltung erschlossen, vermittelt und mit Best-Practice-Beispielen prozessbegleitend unterstützt werden. Dabei werden Möglichkeiten zur Chancenentfaltung wie auch zur Risikoprävention für das Arbeiten im Homeoffice aus Sicht der beteiligten Akteursgruppen berücksichtigt. Das Projekt richtet sich an Beschäftigte, Interessenvertretungen, Gewerkschaften, Arbeitgeber und -verbände, Weiterbildungseinrichtungen sowie kommunale Vertreter*innen aus Arbeits-, Familien-, Gleichstellungs-, Gesundheits- und Wirtschaftspolitik.

Programm der Auftaktveranstaltung
- 17:00 Uhr Eröffnung
- 17:15 Uhr Vortrag und Diskussion
   Homeoffice im Dienstleistungssektor – Chancen, Risiken und Gestaltungsmöglichkeiten
   Dr. Elke Ahlers, Hans-Böckler-Stiftung
- 18:00 Vortrag und Diskussion
   Arbeiten im Homeoffice – Erfahrungen beim Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband
  
Christoph Oltmann, Niklas Mosch, OOWV
- 18:30 Uhr Zukunftsdiskurs: Inhalte und Umsetzung
- 19:00 Ende der Veranstaltung

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung mit dem online-Formular oder per E-Mail an heike.wiese@uni-oldenburg.de wird bis zum 20. Juni 2021 gebeten.

Christian Pfeil:(K)ein Weg zurück?!
Beratungs- und Betreuungsangebote für Aussteiger*innen aus der rechtsextremen Szene

Donnerstag, 16. September 2021, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr, Online-Veranstaltung

Menschen, die sich aus rechtsextremen Szenekontexten lösen wollen, sehen sich oftmals mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert – Bedrohung durch die ehemaligen „Kameraden“, soziale Isolation, Probleme auf dem Wohn- und Arbeitsmarkt, und nicht zuletzt eine menschenverachtende Ideologie, die es in einem langwierigen Prozess zu bearbeiten gilt, soll die Abwendung von der „Bewegung“ nachhaltig und erfolgreich sein. In Deutschland existiert mittlerweile ein vielfältiges Angebot an speziellen Distanzierungs- und Ausstiegsangeboten.
Seit Juli 2020 existiert mit „Distance – Ausstieg Rechts“ nun auch ein zivilgesellschaftlich organisiertes Angebot für Nordwest-Niedersachsen. Der Vortrag gibt sowohl einen Einblick in Ausstiegsprozesse als auch in die praktische, pädagogische Betreuung von Aussteiger*innen aus rechtsextremen Kontexten.

Dr. Christian Pfeil ist Erziehungswissenschaftler und promovierte zum Thema „Ausstiegsprozesse aus rechtsextremen Szenezusammenhängen“. Im Rahmen seiner Lehrtätigkeit an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg beschäftigt er sich wissenschaftlich mit Ein- und Ausstiegsprozessen.
Seit 2020 ist er Koordinator der zivilgesellschaftlichen Ausstiegshilfe „Distance – Ausstieg Rechts“ für Nordwest-Niedersachsen

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung mit dem Online-Anmeldeformular oder per E-Mail an wird gebeten. Der Veranstaltungsort wird dann rechtzeitig mitgeteilt.

Der Abendvortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien“ statt. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Nord und dem DGB Oldenburg-Ostfriesland durchgeführt.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder andere menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen

Anja Roß: Antifeminismus heute - digital, vernetzt, angreifbar

Dienstag, 26. Oktober 2021, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr, Online-Veranstaltung

Antifeminismus rückt zunehmend in den Fokus gesellschaftlicher Debatten und wird nicht selten mit dem Erstarken der Neuen Rechten in Verbindung gebracht. Zum ersten Mal taucht in der Leipziger Autoritarismus Studie (2020), die rechtsextreme Einstellungen in der deutschen Bevölkerung erforscht, das Phänomen Antifeminismus auf. Was genau aber bedeutet Antifeminismus? Wie grenzt sich der Begriff von Sexismus und Frauenfeindlichkeit ab? Und handelt es sich dabei eigentlich um ein neues gesellschaftliches Phänomen?
Im Fokus des Vortrags stehen antifeministische Strömungen, die sich im Social Web organisieren und durch das Narrativ „Genderwahn“ miteinander verbunden sind. Maskulisten, Männerrechtsgruppen und Lebensschutzbewegungen verbreiten Hass und Hetze im Netz gegen alles, was mit ´gender` zu tun hat. Am Beispiel von queer-feministsichen Netzaktivist*innen, die von antifeministischer digitaler Gewalt maßgeblich betroffen sind, werden Gegenstrategien aufgezeigt und diskutiert, wie ein adäquater Umgang mit Antifeminismus aussehen kann.

Anja Roß ist Medienpädagogin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Oldenburg. Sie promoviert zum Thema Queer-feministischer Aktivismus im Netz und digitaler Gewalt.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung mit dem Online-Anmeldeformular oder per E-Mail an wird gebeten. Der Veranstaltungsort wird dann rechtzeitig mitgeteilt.

Die Veranstaltung wird von Students at Work | Campus Office der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften in Zusammenarbeit mit der ver.di Jugend Weser Ems und dem Autonomen Feministischen Referat der Universität Oldenburg durchgeführt. Der Abendvortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien“ der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften, der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Nord und dem DGB Oldenburg-Ostfriesland statt.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder andere menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen

Helge Regner: Aktuelle Erscheinungsformen des Antisemitismus und die Arbeit von RIAS Niedersachsen

Donnerstag, 11. November 2021, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr, Online-Veranstaltung

Als eine Begleiterscheinung der Covid-19 Pandemie in Deutschland kann beobachtet werden, welches Mobilisierungspotential der Widerstand gegen eine angeblich weltweite Verschwörung hervorrufen kann. Denn als eine solche Verschwörung werden die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie oder die Pandemie selbst von einem Teil der Bevölkerung verstanden. Die protestierenden Gruppen eint dabei der Glaube, sie würden von einer mehr oder weniger spezifischen Gruppe betrogen und manipuliert werden. Antisemitische Erzählungen werden im Zuge dieser Verschwörungsideologien immer offener verbreitet. Was neue und alte Erscheinungsformen von Antisemitismus sind und inwiefern Verschwörungsideologien damit zu tun haben, ist Thema des Vortrags. Dieser beschränkt sich nicht auf eine abstrakte Auseinandersetzung, sondern zeigt anhand konkreter Vorfälle aus der Arbeit der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS), wie sich Antisemitismus heute darstellt und welche Motive sich dahinter verbergen.

Helge Regner ist Mitarbeiter der RIAS. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören politische Theorie und internationale Beziehungen sowie die Analyse von Theorien der Ungleichwertigkeit. Er ist zudem seit vielen Jahren in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit tätig.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung mit dem Online-Anmeldeformular oder per E-Mail an wird gebeten. Der Veranstaltungsort wird dann rechtzeitig mitgeteilt.

Der Abendvortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien“ statt. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Nord und dem DGB Oldenburg-Ostfriesland durchgeführt.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder andere menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen

Caterina Woj und Andrea Röpke: Wenn Rechtsextremisten freie Schulen unterwandern

Donnerstag, 09. Dezember 2021, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr, Online-Veranstaltung

Über ein Jahr recherchierten die Journalistinnen Caterina Woj und Andrea Röpke für die WDR-Dokumentation über rechte Beeinflussungen an Schulen in Deutschland. Das Problem wurde bisher verdrängt, nicht nur Beratungsstellen schlagen Alarm. Es sind rechtsextreme  Lehrer*innen  oder Eltern mit antidemokratischer Gesinnung, die vor allem in Schulen mit  freier Trägerschaft versuchen Machtbereiche auszubauen. Schleichend und zunächst unbemerkt nutzen sie dort die Möglichkeiten, die Selbstverwaltung und Mitspracherechte bieten, um ideologisch auf Kinder und Lehrinhalte einzuwirken.  Die Autorinnen der WDR-Dokumentation  haben viele Fälle verfolgt und dabei festgestellt, wie groß die Angst betroffener Eltern und Lehrkräfte ist, offen darüber zu sprechen. Der Film verdeutlicht am Beispiel einiger Schulen wie in Minden und Güstrow das ganze Ausmaß der Problematik und stellt Handlungsoptionen für Betroffene vor.
Ein weiterer Film von Röpke und Woj zum Thema wurde für die Prävention der Mobilen Beratung in Niedersachsen erstellt: https://www.wabe-info.de/portal/meldungen/der-film-jetzt-online-freie-schulen-im-visier-der-extremen-rechten-900000410-10007.html?rubrik=900000001

Andrea  Röpke  ist  freie  Journalistin  und  Autorin  mit  dem  Schwerpunkt  Nationalsozialismus  und  Rechtsextremismus. Für ihre Recherchen erhielt Andrea Röpke mehrfache Auszeichnungen, darunter der „Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage“  (2015)  und  der  „Otto-Brenner-Preis“ (2017).
Caterina Woj produziert und realisiert Dokumentarfilme, Dokumentationen, Reportagen, Magazinbeiträge sowie Hörfunk-Feature. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet. Zudem ist sie Gastdozentin an der Universität der Künste Berlin im Masterstudiengang „Kulturjournalismus“.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung mit dem Online-Anmeldeformular oder per E-Mail an wird gebeten. Der Veranstaltungsort wird dann rechtzeitig mitgeteilt.

Der Abendvortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien“ statt. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Nord und dem DGB Oldenburg-Ostfriesland durchgeführt.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder andere menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen

Ayla Satilmis: Die prekarisierte Hochschule. Nachdenken über die Dringlichkeit von Solidarität, Diversität und Teilhabe

Die Veranstaltung wurde verschoben. Der neue Termin wird demnächst bekannt gegeben.

Hochschulen in Deutschland unterliegen seit geraumer Zeit einem massiven Wandel. Durch den Einzug betriebs- und marktwirtschaftlicher Prinzipien und die sukzessive Umstrukturierung zur „unternehmerischen Hochschule“ verändern sich Arbeitsbedingungen und -inhalte wie auch Voraussetzungen der Produktion und Vermittlung von kritischem Wissen. Solidarität, Teilhabe und Chancengleichheit drohen im Zuge des Wandels zu Wettbewerbssystemen von Wissenschaft und Forschung ins Hintertreffen zu geraten. Darauf verweist auch die jüngst veröffentlichte „Bayreuther Erklärung“: In diesem Positionspapier plädieren Hochschul-Kanzler*innen explizit für den Erhalt der besonderen Befristungsmöglichkeiten an Hochschulen – ungeachtet der vielfältigen Probleme, die damit verbunden sind. Die Tendenz der Prekarisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse und der damit einhergehende materielle, emotionale und soziale Druck sind eingebettet in einen Diskurs, der der sozialen Dimension des Wissenschaftsbetriebs wenig Beachtung schenkt und einer emanzipatorischen Hochschulpolitik und Wissenschaftspraxis entgegensteht.


Bezugnehmend auf aktuelle hochschulpolitische Entwicklungen geht es in diesem Vortrag darum, die Alma Mater als sozialen Raum zu beleuchten. Im Lichte der Idee einer emanzipatorischen, diversitätssensiblen und partizipativen Hochschule werden verschiedene Problemfelder diskutiert und mit Denkanstößen für eine Demokratisierung des Wissenschaftsbetriebs verbunden.

Referentin
Ayla Satilmis ist Politikwissenschaftlerin mit langjährigen Lehr- und Forschungserfahrungen an den Universitäten Marburg und Bremen. Seit 2011 ist sie verantwortlich für das fächerübergreifende Programm „e n t e r  s c i e n c e“ an der Universität Bremen. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Wissenschaft-Praxis-Transfer mit Fokus auf Diversität und Antidiskriminierung, Soziale Öffnung und Demokratisierung des Wissenschaftsbetriebs sowie diversitätssensible und partizipative Lehr-Lern-Formate.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Mittelbauinitiative und der ver.di-Betriebsgruppe der Universität Oldenburg statt.

 

(Stand: 14.06.2021)