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Veranstaltungen

Termine und Veranstaltungen

Hier erhalten Sie eine Übersicht über die aktuellen Veranstaltungstermine der Kooperationsstelle. Material und Informationen zu vergangenen Tagungen und Vorträgen finden Sie im Bereich "Dokumentation".


Veronika Oechtering: "Ich arbeite für das FBI."
Wege von Frauen* in technische Berufe. Was wirkt! Und wann?

Dienstag, 09. März 2021, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr, Online mit dem Videokonferenzsystem BigBlueButton

In den vergangenen vier Jahrzehnten haben wir detailliertes Wissen über Reformbedarfe erlangt, die mehr Frauen ein technisches Studium ermöglichen würden. Doch selbst erfolgreiche Maßnahmen in Schulen oder Hochschulen werden nicht dauerhaft umgesetzt. Der Vortrag stellt anhand von Beispielen aus Informatik und Ingenieurwissenschaften dar, wo die Hürden liegen und welche Entwicklungen gelingen. Kritische Momente sind in den Übergängen von der Schule ins Studium und vom Studium in den Beruf zu finden. Daher soll ebenfalls aufgezeigt werden, welche große Bedeutung hierbei realistische Kenntnisse über die späteren Arbeitsplätze und Erwartungen an die Unternehmen besitzen. Abschließend werden im Austausch mit den Teilnehmenden bisherige Ziele, Erfahrungen und Handlungsbedarfe diskutiert.

Referentin: Veronika Oechtering leitet das Kompetenzzentrum Frauen in Naturwissenschaft und Technik der Universität Bremen. In zahlreichen Projekten hat sie Praxismaßnahmen zur geschlechtergerechten Berufsorientierung durchgeführt sowie zu Studienreformen im Technikstudium geforscht.

Anmeldungen bitte bis zum 04. März 2021 per Mail an oder telefonisch unter 0441-2187610.

Auftaktveranstaltung im Rahmen der Reihe "Frauen*realitäten verändern - Frauen* in Arbeit, Politik und Gesellschaft", organisiert von der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften in Zusammenarbeit mit der DGB Region Oldenburg-Ostfriesland und der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Nord.

Frauen*realitäten verändern! Frauen* in Arbeit, Politik und Gesellschaft

Montag, 22. März 2021, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr, Online-Treffen mit Videokonferenzsystem

Frauen sind relevant, rebellisch, revolutionär!

  • Du interessierst Dich für Frauen*rechte, Gleichberechtigung und Chancengleichheit?
  • Du engagierst Dich ehrenamtlich oder beruflich in diesem Feld?
  • Du willst, dass gesellschaftliches Leben geschlechtergerecht und vielfältig ist?
  • Du findest, es ist allerhöchste Zeit, ein starkes Bündnis zu schaffen?

Das denken wir auch!

Gemeinsam mit Dir wollen wir mit Veranstaltungen verschiedene Frauen*realitäten sichtbar machen und uns für notwendige Veränderungen in Arbeit, Politik und Gesellschaft einsetzen.

Hierfür laden wir Dich herzlich zum nächsten Online-Austausch am 22. März 2021 von 18:00 bis 20:00 Uhr ein.

Neu-Anmeldungen bitte bis zum 17. März 2021 per Mail an oder telefonisch unter 0441 2187610.

Die Veranstaltung wird von der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften in Zusammenarbeit mit der DGB Region Oldenburg-Ostfriesland und der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Nord durchgeführt.

Gewerkschaften in der Großen Transformation – konservierende oder transformierende Interessenpolitik?

Sonntag, der 18. April 2021, 11 Uhr, Online-Diskussion mit Prof. Dr. Klaus Dörre (Universität Jena)

Der Umbau der Industriegesellschaft in eine CO2-neutrale Wirtschaft- und Lebensweise wird zu großen Umbrüchen und Verwerfungen führen, bei denen gerade Gewerkschaften stark unter Druck geraten. Klaus Dörre spricht von einer „ökonomisch-ökologischen Zangenkrise“, in der sich Gewerkschaften befinden: auf der einen Seite, zwingt der Klimawandel zu einer CO2-neutralen Wirtschaftsweise mit völlig neuen Produkten und Konzepten, auf der anderen Seite funktioniert die bisherige Strategie der Umverteilung dann nicht mehr, weil bislang die Umverteilungsmasse aus dem Mehrprodukt durch ein fossil basiertes Wirtschaftswachstum gespeist wurde, welches ökologisch nicht mehr tragfähig ist. Der Druck in den Belegschaften, reine Beschäftigungssicherung zu betreiben, ist enorm. Damit geraten aber Gewerkschaften in die Gefahr, nur Bestandswahrung zu betreiben und ökologische Regulierungen zu bekämpfen.

Die Diskussion mit Klaus Dörre ist eine vertiefende Diskussion einer einführenden Veranstaltung, die am 22.02.2021 stattgefunden hat. Es soll hierbei um Fragen der Ausgestaltung einer Nachhaltigkeitsrevolution gehen, die bei gleichzeitiger Umverteilungspolitik von Dörre als ein Schlüssel zur Überwindung der Zangenkrise angesehen wird. Dabei werden Konzepte eines Green New Deal gensauso auf den Prüfstand gestellt wie Formen von Wirtschaftsdemokratie zur Steuerung einer Nachhaltigkeitsrevolution.

Der Input wurde in Form eines Folienvortrags ist auf der Dokumentationsseite zu der stattgefundenen Veranstaltung veröffentlicht, Die Veranstaltung findet Online statt, nach Anmeldung wird der Zugangslink versendet.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Linken Forum Oldenburg statt.

Robert Claus: Vorbereitung für den Straßenkampf? Kampfsport in der rechten Szene

Donnerstag, 27. Mai 2021, 18:00 Uhr - 20:30 Uhr, Online-Veranstaltung

Buchvorstellung und Vortrag mit Robert Claus

Neonazis haben in den vergangenen Jahren gezielt in den Aufbau eigener Strukturen im Kampfsport investiert - von der Partei "III. Weg" bis hin zum Event "Kampf der Nibelungen“. Dort rekrutieren sie Nachwuchs, finanzieren und vernetzen ihre Szene national sowie europaweit. Nicht zuletzt trainieren sie ihre politische Gewalt und üben den Straßenkampf für den in der Szene viel beschworenen Tag X - den Tag der Machtergreifung.

Robert Claus recherchiert seit vielen Jahren zum Kampfsport in der extremen Rechten und wird einen Überblick zur Entwicklung von Akteuren und Netzwerken sowie ihrer Ideologie geben. Zudem sind alle demokratischen Gäste herzlich eingeladen, gemeinsam über Präventionsmöglichkeiten zu diskutieren.

Robert Claus forscht und hält Vorträge zu den Themen Hooliganismus und Gewalt, Rechtsextremismus und Kampfsport.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung mit dem online-Formular oder per Email an wird gebeten.

Der Abendvortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien“ statt. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Nord und dem DGB Oldenburg-Ostfriesland durchgeführt.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder andere menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Mark Haarfeldt: Rowdytum und Politik.
Ostdeutsche Fußballfans zwischen DDR und Wende

Donnerstag, 10. Juni 2021, 18:00 Uhr - 20:30 Uhr. Der Ort wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Wir bitten um Anmeldung.

Als es Anfang Oktober 1989 in Dresden am Hauptbahnhof zu schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Volkspolizei kam, waren auch zahlreiche Anhänger der SG Dynamo Dresden dabei. Auch in Leipzig folgten Fußballfans dem Aufruf zu den Montagsdemonstrationen, die das Ende der DDR einläuteten. Ist die Zeit bis zur Vereinigung zwischen BRD und DDR als friedliche Revolution in die Geschichtsbücher eingegangen, gab der Fußball in den zwei letzten Saisons der DDR-Oberliga ein völlig anderes Bild ab. Die Fußballfankultur in der DDR nahm seit den 1970er Jahre einen hohen Stellenwert vor allem bei männlichen Jugendlichen ein. Die internationalen Erfolge der DDR-Clubs begeisterten zehntausende Menschen und schufen zugleich nun den Raum für Artikulationen außerhalb des konformistischen Verhaltenskodex der SED. Der Vortrag will einen Blick in die „Wilde Zeit“ zurückwerfen, in der gesellschaftliche Umbrüche, soziale Unsicherheit und neue politische Entwicklungen die Menschen und den Sport massiv beeinflussten.


Mark Haarfeldt ist Referent beim DGB-Bildungswerk (Bund) und zudem ehrenamtlicher Mitarbeiter im Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung mit dem Online-Anmeldeformular oder per E-Mail an wird gebeten. Der Veranstaltungsort wird dann rechtzeitig mitgeteilt.

Der Abendvortrag findet in Kooperation mit dem VfB für Alle e. V. im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien“ statt. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Nord und dem DGB Oldenburg-Ostfriesland durchgeführt.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder andere menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen

Ayla Satilmis: Die prekarisierte Hochschule. Nachdenken über die Dringlichkeit von Solidarität, Diversität und Teilhabe

Die Veranstaltung wurde verschoben. Der neue Termin wird demnächst bekannt gegeben.

Hochschulen in Deutschland unterliegen seit geraumer Zeit einem massiven Wandel. Durch den Einzug betriebs- und marktwirtschaftlicher Prinzipien und die sukzessive Umstrukturierung zur „unternehmerischen Hochschule“ verändern sich Arbeitsbedingungen und -inhalte wie auch Voraussetzungen der Produktion und Vermittlung von kritischem Wissen. Solidarität, Teilhabe und Chancengleichheit drohen im Zuge des Wandels zu Wettbewerbssystemen von Wissenschaft und Forschung ins Hintertreffen zu geraten. Darauf verweist auch die jüngst veröffentlichte „Bayreuther Erklärung“: In diesem Positionspapier plädieren Hochschul-Kanzler*innen explizit für den Erhalt der besonderen Befristungsmöglichkeiten an Hochschulen – ungeachtet der vielfältigen Probleme, die damit verbunden sind. Die Tendenz der Prekarisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse und der damit einhergehende materielle, emotionale und soziale Druck sind eingebettet in einen Diskurs, der der sozialen Dimension des Wissenschaftsbetriebs wenig Beachtung schenkt und einer emanzipatorischen Hochschulpolitik und Wissenschaftspraxis entgegensteht.


Bezugnehmend auf aktuelle hochschulpolitische Entwicklungen geht es in diesem Vortrag darum, die Alma Mater als sozialen Raum zu beleuchten. Im Lichte der Idee einer emanzipatorischen, diversitätssensiblen und partizipativen Hochschule werden verschiedene Problemfelder diskutiert und mit Denkanstößen für eine Demokratisierung des Wissenschaftsbetriebs verbunden.

Referentin
Ayla Satilmis ist Politikwissenschaftlerin mit langjährigen Lehr- und Forschungserfahrungen an den Universitäten Marburg und Bremen. Seit 2011 ist sie verantwortlich für das fächerübergreifende Programm „e n t e r  s c i e n c e“ an der Universität Bremen. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Wissenschaft-Praxis-Transfer mit Fokus auf Diversität und Antidiskriminierung, Soziale Öffnung und Demokratisierung des Wissenschaftsbetriebs sowie diversitätssensible und partizipative Lehr-Lern-Formate.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Mittelbauinitiative und der ver.di-Betriebsgruppe der Universität Oldenburg statt.

 

(Stand: 26.02.2021)