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Veranstaltungen

Termine und Veranstaltungen

Hier erhalten Sie eine Übersicht über die aktuellen Veranstaltungstermine der Kooperationsstelle. Material und Informationen zu vergangenen Tagungen und Vorträgen finden Sie im Bereich "Dokumentation".


Frauen*realitäten verändern! Frauen* in Arbeit, Politik und Gesellschaft

Dienstag, 16. Februar 2021, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr, Online-Treffen mit Videokonferenzsystem

Frauen sind relevant, rebellisch, revolutionär!

  • Du interessierst Dich für Frauen*rechte, Gleichberechtigung und Chancengleichheit?
  • Du engagierst Dich ehrenamtlich oder beruflich in diesem Feld?
  • Du willst, dass gesellschaftliches Leben geschlechtergerecht und vielfältig ist?
  • Du findest, es ist allerhöchste Zeit, ein starkes Bündnis zu schaffen?

Das denken wir auch!

Gemeinsam mit Dir wollen wir mit Veranstaltungen verschiedene Frauen*realitäten sichtbar machen und uns für notwendige Veränderungen in Arbeit, Politik und Gesellschaft einsetzen.

Hierfür laden wir Dich herzlich zum nächsten Online-Austausch am 16. Februar 2021 von 18:00 bis 20:00 Uhr ein.

Neu-Anmeldungen bitte bis zum 11. Februar 2021 per Mail an oder telefonisch unter 0441 2187610.

Die Veranstaltung wird von der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften in Zusammenarbeit mit der DGB Region Oldenburg-Ostfriesland und der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Nord durchgeführt.

Nachhaltigkeitsstrategien der Automobilindustrie

Montag, 25. Januar 2021, 17:00 - 18:30 Uhr, mit Thomas Müller (IG Metall Bezirk Niedersachsen/Sachsen-Anhalt)

Der Transformationsdruck aufgrund der Klimaschutzziele, die bis 2050 praktisch einen emissionsfreien Verkehrssektor erfordern, auf die Mobilitätswirtschaft ist in eine neue Dimension gehoben. Gleichzeitig befindet sich die Branche durch die Prozesse der Digitalisierung und Automatisierung sowie völlig neuen Herausforderungen des globalen Wettbewerbs in einer tiefgreifenden Umstrukturierung. Zusammengenommen kann, ohne Übertreibung, von einer historischen Dimension der Transformation gesprochen werden.

Die hohe Bedeutung der Mobilitätswirtschaft in Niedersachsen stellt für das Land eine besondere Herausforderung dar. Insbesondere die Automobil- und Zulieferindustrie muss aufgrund ihrer großen Beschäftigtenzahl und ihrer herausragenden ökonomischen Stellung als „Schlüssel­branche“ bezeichnet werden.

Auf die ökologischen Herausforderungen reagieren die großen Automobilhersteller mit unterschiedlichen Strategien: Elektromobilität, Sharing-Systeme, Wasserstoff-Fahrzeuge u.e.m. Welche Herausforderungen müssen dabei die Hersteller, aber auch der Staat, die Kommunen und Nutzer bewältigen? Und welche Dilemmata bringt der Transformationsprozess für die Beschäftigten und ihre Interessenvertretungen mit sich? Welche Strategien können und sollten Gewerkschaften verfolgen?

Der Input wird in Form eines Folienvortrags ca. eine Woche vor der Veranstaltung an dieser Stelle im Internet veröffentlicht. Am Veranstaltungstag haben Sie die Möglichkeit, mit dem Referenten online via BigBlueButton in die Diskussion zu kommen. Anmeldung bitte per Online-Anmeldeformular bis zum 24.01 2021. Alle Angemeldeten erhalten den Zugangslink rechtzeitig vorher zugeschickt.

Transformierende oder konservierende Strategie? Gewerkschaften in der Nachhaltigkeitsrevolution

Montag, 22. Februar 2021, 17 Uhr, mit Prof. Dr. Klaus Dörre (Universität Jena)

Der Umbau der Industriegesellschaft in eine CO2-neutrale Wirtschaft- und Lebensweise wird zu großen Umbrüchen und Verwerfungen führen, bei denen gerade Gewerkschaften stark unter Druck geraten. Klaus Dörre spricht von einer „ökonomisch-ökologischen Zangenkrise“, in der sich Gewerkschaften befinden: auf der einen Seite, zwingt der Klimawandel zu einer CO2-neutralen Wirtschaftsweise mit völlig neuen Produkten und Konzepten, auf der anderen Seite funktioniert die bisherige Strategie der Umverteilung dann nicht mehr, weil bislang die Umverteilungsmasse aus dem Mehrprodukt durch ein fossil basiertes Wirtschaftswachstum gespeist wurde, welches ökologisch nicht mehr tragfähig ist.

Der Druck in den Belegschaften, reine Beschäftigungssicherung zu betreiben, ist enorm. Damit geraten aber Gewerkschaften in die Gefahr, nur Bestandswahrung zu betreiben und ökologische Regulierungen zu bekämpfen. Wie können Gewerkschaften und Betriebsräte dagegen zu „transformierenden“ Akteuren werden, die ökologische Ziele  mit sozialen Zielen vereinbaren?

Der Input wird in Form eines Folienvortrags ca. eine Woche vor der Veranstaltung auf der Dokumentationsseite veröffentlicht, auf der schon jetzt einige Materialien zum Thema zur Verfügung stehen. Am 22. Februar 2021 haben Sie die Möglichkeit, mit dem Referenten online via BigBlueButton in die Diskussion zu kommen. Anmeldung bitte per Online-Anmeldeformular bis zum 18.02.2021. Alle Angemeldeten erhalten den Zugangslink rechtzeitig vorher zugeschickt.

Robert Claus: Vorbereitung für den Straßenkampf? Kampfsport in der rechten Szene

Donnerstag, 27. Mai 2021, 18:00 Uhr - 20:30 Uhr. Der Ort wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Buchvorstellung und Vortrag mit Robert Claus

Neonazis haben in den vergangenen Jahren gezielt in den Aufbau eigener Strukturen im Kampfsport investiert - von der Partei "III. Weg" bis hin zum Event "Kampf der Nibelungen“. Dort rekrutieren sie Nachwuchs, finanzieren und vernetzen ihre Szene national sowie europaweit. Nicht zuletzt trainieren sie ihre politische Gewalt und üben den Straßenkampf für den in der Szene viel beschworenen Tag X - den Tag der Machtergreifung.

Robert Claus recherchiert seit vielen Jahren zum Kampfsport in der extremen Rechten und wird einen Überblick zur Entwicklung von Akteuren und Netzwerken sowie ihrer Ideologie geben. Zudem sind alle demokratischen Gäste herzlich eingeladen, gemeinsam über Präventionsmöglichkeiten zu diskutieren.

Robert Claus forscht und hält Vorträge zu den Themen Hooliganismus und Gewalt, Rechtsextremismus und Kampfsport.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung mit dem online-Formular oder per Email an wird gebeten.

Der Abendvortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien“ statt. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Nord und dem DGB Oldenburg-Ostfriesland durchgeführt.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder andere menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Mark Haarfeldt: Rowdytum und Politik.
Ostdeutsche Fußballfans zwischen DDR und Wende

Donnerstag, 10. Juni 2021, 18:00 Uhr - 20:30 Uhr. Der Ort wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Wir bitten um Anmeldung.

Als es Anfang Oktober 1989 in Dresden am Hauptbahnhof zu schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Volkspolizei kam, waren auch zahlreiche Anhänger der SG Dynamo Dresden dabei. Auch in Leipzig folgten Fußballfans dem Aufruf zu den Montagsdemonstrationen, die das Ende der DDR einläuteten. Ist die Zeit bis zur Vereinigung zwischen BRD und DDR als friedliche Revolution in die Geschichtsbücher eingegangen, gab der Fußball in den zwei letzten Saisons der DDR-Oberliga ein völlig anderes Bild ab. Die Fußballfankultur in der DDR nahm seit den 1970er Jahre einen hohen Stellenwert vor allem bei männlichen Jugendlichen ein. Die internationalen Erfolge der DDR-Clubs begeisterten zehntausende Menschen und schufen zugleich nun den Raum für Artikulationen außerhalb des konformistischen Verhaltenskodex der SED. Der Vortrag will einen Blick in die „Wilde Zeit“ zurückwerfen, in der gesellschaftliche Umbrüche, soziale Unsicherheit und neue politische Entwicklungen die Menschen und den Sport massiv beeinflussten.


Mark Haarfeldt ist Referent beim DGB-Bildungswerk (Bund) und zudem ehrenamtlicher Mitarbeiter im Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung mit dem Online-Anmeldeformular oder per E-Mail an wird gebeten. Der Veranstaltungsort wird dann rechtzeitig mitgeteilt.

Der Abendvortrag findet in Kooperation mit dem VfB für Alle e. V. im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien“ statt. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen Nord und dem DGB Oldenburg-Ostfriesland durchgeführt.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder andere menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen

Third Mission - gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft NEU denken

1. Juli 2021, 10:00 - 16:00 Uhr, Leibnizhaus, Hannover

u.a. mit Beiträgen von Staatssekretärin Dr. Sabine Johannsen, stv. GEW-Vorsitzender Andreas Keller und Prof. Dr. Peer Pasternack.

Neben Forschung und Lehre haben Hochschulen auch eine „Third Mission“. Es handelt sich dabei um Wissenstransfer und wechselseitige Vernetzung zwischen Hochschulen und Akteuren aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft.“ Im Februar 2020 forderte der niedersächsische Landtag diesen ‚dritten Auftrag‘ „als elementaren Baustein neben Forschung und Lehre zu verankern“ und „unter Einbindung von Kammern, Verbänden, Gewerkschaften und Expertise aus Wissenschaft und Forschung die bisherigen Aktivitäten im Rahmen von Third Mission zu intensivieren und eine ressortübergreifende Landestransferstrategie zu entwickeln“.

Wie wichtig diese Aktivitäten sind, zeigt sich nicht zuletzt in der aktuellen Corona- und Klimakrise und den damit zusammenhängenden gesellschaftlichen Herausforderungen. Denn der Wissenschaft kommt im Zuge der Corona-Krise eine gesellschaftliche Schlüsselrolle zu. Politiker*innen fragen Wissenschaftler*innen vor laufender Kamera um Rat, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen werden immer mehr gravierende politische Entscheidungen getroffen, die das gesellschaftliche Leben radikal verändern können. Welche gesellschaftliche Verantwortung hat Wissenschaft hier? Welche Rolle nimmt Wissenschaft ein? Inwieweit werden Fragen aus der Arbeitswelt angemessen berücksichtigt? Welche Perspektiven und Akteure werden bei der Bewältigung von Krisensituationen und gesellschaftlichen Transformationsprozessen beteiligt, und welche werden ggf. ignoriert?

Ziel der Tagung ist es, die gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft auch vor dem Hintergrund unserer aktuellen Erfahrungen zu diskutieren und neu zu denken. Im Mittelpunkt stehen dabei drei Themenfelder: nachhaltige Mobilität; Homeoffice und mobile Arbeitsformen; das Gesundheitssystem nach der Corona-Krise.

In Vorträgen und Podiumsdiskussionen werden verschiedene Bedarfe und Forderungen an die Wissenschaft erörtert und der gesellschaftliche Nutzen insbesondere für Beschäftigte und Gewerkschaften thematisiert. Darüber hinaus verfolgt die Tagung das Ziel, sich eingehender über Vernetzungs- und Kooperationsmöglichkeiten zwischen Wissenschaft und Arbeitswelt auszutauschen und gemeinsam zu überlegen, wie Kooperationsstellen verstärkt hierzu beitragen können.

Die Tagung wird ausgerichtet vom Netzwerk der Kooperationsstellen Hochschulen und Gewerkschaften in Niedersachsen und Bremen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Das Tagungsprogramm wird in Kürze veröffentlicht.


 

Ayla Satilmis: Die prekarisierte Hochschule. Nachdenken über die Dringlichkeit von Solidarität, Diversität und Teilhabe

Die Veranstaltung wurde verschoben. Der neue Termin wird demnächst bekannt gegeben.

Hochschulen in Deutschland unterliegen seit geraumer Zeit einem massiven Wandel. Durch den Einzug betriebs- und marktwirtschaftlicher Prinzipien und die sukzessive Umstrukturierung zur „unternehmerischen Hochschule“ verändern sich Arbeitsbedingungen und -inhalte wie auch Voraussetzungen der Produktion und Vermittlung von kritischem Wissen. Solidarität, Teilhabe und Chancengleichheit drohen im Zuge des Wandels zu Wettbewerbssystemen von Wissenschaft und Forschung ins Hintertreffen zu geraten. Darauf verweist auch die jüngst veröffentlichte „Bayreuther Erklärung“: In diesem Positionspapier plädieren Hochschul-Kanzler*innen explizit für den Erhalt der besonderen Befristungsmöglichkeiten an Hochschulen – ungeachtet der vielfältigen Probleme, die damit verbunden sind. Die Tendenz der Prekarisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse und der damit einhergehende materielle, emotionale und soziale Druck sind eingebettet in einen Diskurs, der der sozialen Dimension des Wissenschaftsbetriebs wenig Beachtung schenkt und einer emanzipatorischen Hochschulpolitik und Wissenschaftspraxis entgegensteht.


Bezugnehmend auf aktuelle hochschulpolitische Entwicklungen geht es in diesem Vortrag darum, die Alma Mater als sozialen Raum zu beleuchten. Im Lichte der Idee einer emanzipatorischen, diversitätssensiblen und partizipativen Hochschule werden verschiedene Problemfelder diskutiert und mit Denkanstößen für eine Demokratisierung des Wissenschaftsbetriebs verbunden.

Referentin
Ayla Satilmis ist Politikwissenschaftlerin mit langjährigen Lehr- und Forschungserfahrungen an den Universitäten Marburg und Bremen. Seit 2011 ist sie verantwortlich für das fächerübergreifende Programm „e n t e r  s c i e n c e“ an der Universität Bremen. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Wissenschaft-Praxis-Transfer mit Fokus auf Diversität und Antidiskriminierung, Soziale Öffnung und Demokratisierung des Wissenschaftsbetriebs sowie diversitätssensible und partizipative Lehr-Lern-Formate.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Mittelbauinitiative und der ver.di-Betriebsgruppe der Universität Oldenburg statt.

 

(Stand: 22.01.2021)