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Veranstaltungen
Auf dieser Seite geben wir eine Übersicht über die aktuellen Veranstaltungstermine der Kooperationsstelle. Informationen zu vergangenen Tagungen, Vorträgen und Workshops finden Sie hier.
Historische Spurensuche: Stadtrundgang zum Nationalsozialismus in Oldenburg
Stadtrundgang | Do, 11.06.2026, 16:00 - ca. 18:15 Uhr | Oldenburg Innenstadt
Die Stadt als Lernraum erleben und an verschiedenen Orten Geschichte nachvollziehbar machen. Das ist mit Hilfe eines Stadtrundgangs möglich. Wir möchten mit dem Stadtrundgang zum Nationalsozialismus in Oldenburg die Möglichkeit eröffnen, einen wichtigen Teil der Regionalgeschichte zu erkunden.
Der Rundgang zum Nationalsozialismus in Oldenburg führt auf knapp vier Kilometern über zehn Stationen vom Pferdemarkt durch die Innenstadt zum alten Oldenburgischen Landtag und endete schließlich an der Gedenkwand für die jüdischen Opfer des Holocaust. Dabei werden an den Erinnerungsorten Aspekte wie mögliche Gründe für die frühen Erfolge der NSDAP in Oldenburg, Kriegserfahrungen der Bewohner*innen der Stadt und auch der zunehmende Antisemitismus, der schließlich im Holocaust mündete, thematisiert.
An jeder Station können Informationen selbständig erarbeitet werden. Die Stationen sind so gestaltet, dass sowohl Personen ohne und mit Vorkenntnissen angesprochen werden.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Wenige Restplätze verfügbar, Anmeldungen bitte über das Online-Anmeldeformular. Der genaue Treffpunkt wird ein paar Tage vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail bekanntgegeben.
Referent*in
Kevin Mennenga, Bildungskoordinator bei Arbeit und Leben Niedersachsen
Der Stadtrundgang findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien” statt. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Niedersachsen, der DGB Region Weser-Ems und der Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften in Osnabrück durchgeführt.
Arm und Reich: zwei Seiten einer Medaille – Soziale Ungleichheit in Deutschland
Vortrag | Di, 16.06.2026, 18:30 Uhr | Bibliothekssaal Universität Oldenburg
Die Polarisierung in der Gesellschaft zwischen Arm und Reich ist besonders stark ausgeprägt. Dies trifft sowohl auf die Einkommens-, aber noch viel stärker auf die Vermögensverteilung zu. Die reichsten 10 % in Deutschland besitzen gut zwei Drittel des Gesamtvermögens, während die untere Hälfte nur über 1,5 % verfügt. Gleichzeitig hinken Löhne und Arbeitseinkommen gegenüber Kapitaleinkommen und anderen Einkommensarten hinterher. Christoph Butterwegge ist einer der renommiertesten Armutsforscher in Deutschland. Er zeigt in seinem Vortrag auf, wie die Kluft zwischen Arm und Reich entsteht und warum sie sich zuletzt vertieft hat. Für ihn ist dies Ergebnis einer politisch bewusst herbeigeführten Umverteilung von unten nach oben. Ferner soll in der Veranstaltung diskutiert werden, warum die politisch Verantwortlichen auf die soziale Ungleichheit kaum reagieren und was wirklich getan werden muss, um sie einzudämmen.
Referent*in:
Christoph Butterwegge, Prof. Dr. rer. pol., war von 1998 bis 2016 Hochschullehrer für Politikwissenschaft an der Universität zu Köln. Arbeitsschwerpunkte: Sozialstaatsentwicklung und Armut; Rechtsextremismus, Rassismus und (Jugend-)Gewalt; Migration, Integration und Minderheitenpolitik. Er gehörte dem Gutachtergremium für den Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung an.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen bitte bis zum 12. Juni 2026 mit dem Online-Anmeldeformular auf der Homepage der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften.
Veranstalter*innen:
Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften, DGB Region Weser-Ems, Arbeit und Leben Niedersachsen, Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, Prof. Dr. Gundula Zoch (Soziologie Sozialer Ungleichheiten)
Die Veranstaltung wird gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung.
Veranstalter*innen & Kooperationspartner*innen
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften, AG Sozialstrukturanalyse, Prof. Dr. Gundula Zoch), Arbeit und Leben Niedersachsen, DGB Region Weser-Ems, Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg - Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt
gefördert durch:
Israel/Palästina und die deutsche Linke – zur Antisemitismusdebatte nach dem 7. Oktober
Lesung und Diskussion | Mi, 24.06.2026, 18:30 - ca. 20:30 Uhr | BIS-Saal, Universität Oldenburg
Die Katastrophe in Israel/Palästina und ihre Bewertung scheint die weltanschauliche Linke in Deutschland zunehmend zu zerreißen. Bei der Bewertung des Massakers am 7. Oktober und des anschließenden Krieges in Gaza ist die Grenzziehung zwischen Antisemitismus und legitimer Kritik an der Politik Israels der Kern der Auseinandersetzung. Zurzeit sind offene Diskurse kaum mehr möglich; immer öfter werden autoritäre Ausschließungen für die jeweilige andere Seite gefordert und praktiziert. Angesichts des weltweiten Aufschwungs neuer faschistischer Strömungen ist die tiefe Spaltung der Linken dramatisch fatal.
In seinem Vortrag beleuchtet Dietrich Schulze-Marmeling Kontinuitäten eines Antisemitismus innerhalb der Linken, der nach dem 7. Oktober einen vorläufigen Höhepunkt erreicht hat, und erörtert dessen mögliche Instrumentalisierung für einen antimuslimischen Rassismus. Grundlage hierfür ist sein Buch „Antisemitismus reloaded. Die Linke, der Staat und der 7. Oktober“ aus dem Jahr 2024. Das lesenswerte und in klarer Sprache verfasste Buch liefert einen wichtigen Kompass, um die Hintergründe eines hoch aufgeladenen Diskurses zu verstehen und manche moralischen Verrenkungen zurechtzurücken. Es ist ein Plädoyer an die Linke, sich an Empathie und der Universalität der Menschenrechte zu orientieren.
Die Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften möchte mit dieser Veranstaltung zu einer konstruktiven Debatte einladen und der Forderung von Uffa Jensen vom Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin nachkommen: „Um die Probleme des Nahostkonflikts verständlich und erfahrbar zu machen, brauchen wir die freie Debatte und den Austausch.“
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei und findet an der Universität Oldenburg (Bibliothekssaal) statt.
Buch: Dietrich Schulze-Marmeling: Antisemitismus reloaded. Die Linke, der Staat und der 7. Rastede 2024, edition einwurf
Brandmauer? Verbote? Demokratiebildung?
Wie schützen wir unsere Demokratie vor der extremen Rechten?
Vortrag | Do, 10.09.2026, 19:00 Uhr | BBS Haarentor
Eine autoritäre und in vielen Fällen demokratiefeindliche extreme Rechte ist im Vormarsch. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Was sind die Gründe für den Aufstieg dieser autoritären Rechten? Wen erreicht sie und was kann helfen, der akuten Gefährdung von Demokratie und Menschenrechten zu begegnen? Welche Rolle haben die Gewerkschaften dabei und was können wir beitragen?
Diese und weitere Fragen wollen wir mit Gerd Wiegel, Leiter des Referats Demokratie, Migrations- und Antirassismuspolitik beim DGB Bundesvorstand, diskutieren.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei und findet in der Aula der BBS Haarentor (Ammerländer Heerstr. 33 - 39, 26129 Oldenburg) statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Veranstalter*innen & Kooperationspartner*innen
GEW Oldenburg-Stadt, Omas gegen Rechts Oldenburg, Students at Work | Campus Office der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften, Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften an der Universität Oldenburg
Die MAGA-Bewegung und die globale Rechte - Netzwerke, Dynamiken und Gegenstrategien
Vortrag | Do, 24.09.2026, 18:00 Uhr | Kulturzentrum PFL
In den vergangenen Jahren vernetzen sich verstärkt Akteur*innen der extremen Rechten weltweit. In Medienberichten, Konferenzankündigen oder auch transnationalen Partnerschaften verbreiten sie in einer manchmal verwirrenden Vielfalt die immer gleichen Themen: Anti-Immigration, Antifeminismus, die Leugnung des Klimawandels und der Kampf gegen eine vermeintliche „globale Linke“. Aber wer genau sind diese rechten Akteur*innen? Wie sind sie organisiert und welche internationalen Ziele verfolgen sie? Und was kann dem entgegengesetzt werden?
Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt des Vortrags von Ulli Jentsch. Als Mitglied der Initiative „Research against Global Authoritarianism“ (ReGA) geht es ihm darum, Allianzen und Forderungen der globalen extremen Rechten zu verstehen, damit lokaler Widerstand effektiv möglich ist. Denn es sind lokal und global die gleichen autoritären Kräfte, die zugleich den Schutz und die Verteidigung der Menschenrechte erschweren sowie den Einsatz für humanitäre Ziele kriminalisieren wollen. Eine widerständige Praxis gegen Rechts sollte diese beiden Ebenen im Blick haben.
Referent*in:
Ulli Jentsch ist freier Journalist aus Berlin und seit Jahrzehnten in verschiedenen antifaschistischen Initiativen und internationalen Netzwerken u.a. bei „Research against Global Authoritarianism“ aktiv. Seit über zwanzig Jahren recherchiert er zur extremen Rechten in Deutschland. Zu den Schwerpunkten seiner Arbeit gehört die Aufklärung der Strukturen und Ideologien des Rechtsterrorismus, christlicher Fundamentalismus und die „Lebensschutz“-Bewegung.
Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien” statt. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Niedersachsen, der DGB Region Weser-Ems und der Kooperationsstelle Hochschulen und Gwerkschaften in Osnabrück durchgeführt.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei und findet online via BigBlueButton statt. Anmeldungen bitte bis zum 20. September 2026 mit dem Online-Anmeldeformular auf der Homepage der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften.
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder andere menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
Historische Spurensuche: Stadtrundgang zum Nationalsozialismus in Oldenburg
Stadtrundgang | Mi, 07.10.2026, 16:00 - ca. 18:15 Uhr | Oldenburg Innenstadt
Die Stadt als Lernraum erleben und an verschiedenen Orten Geschichte nachvollziehbar machen. Das ist mit Hilfe eines Stadtrundgangs möglich. Wir möchten mit dem Stadtrundgang zum Nationalsozialismus in Oldenburg die Möglichkeit eröffnen, einen wichtigen Teil der Regionalgeschichte zu erkunden.
Der Rundgang zum Nationalsozialismus in Oldenburg führt auf knapp vier Kilometern über zehn Stationen vom Pferdemarkt durch die Innenstadt zum alten Oldenburgischen Landtag und endete schließlich an der Gedenkwand für die jüdischen Opfer des Holocaust. Dabei werden an den Erinnerungsorten Aspekte wie mögliche Gründe für die frühen Erfolge der NSDAP in Oldenburg, Kriegserfahrungen der Bewohner*innen der Stadt und auch der zunehmende Antisemitismus, der schließlich im Holocaust mündete, thematisiert.
An jeder Station können Informationen selbständig erarbeitet werden. Die Stationen sind so gestaltet, dass sowohl Personen ohne und mit Vorkenntnissen angesprochen werden.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Der genaue Treffpunkt wird ein paar Tage vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail bekanntgegeben. Anmeldungen bitte bis zum 02. Oktober 2026 mit dem Online-Anmeldeformular auf der Homepage der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften. Die Teilnehmer*innen-Anzahl ist auf 20 Personen begrenzt.
Referent*in
Kevin Mennenga, Bildungskoordinator bei Arbeit und Leben Niedersachsen
Der Stadtrundgang findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien” statt. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Niedersachsen, der DGB Region Weser-Ems und der Kooperationsstelle Hochschulen und Gwerkschaften in Osnabrück durchgeführt.
Wer denkt hier eigentlich noch?
KI, Wissensvermittlung und die Zukunft von Schule und Hochschule
FRITZSCHE-FORUM | Do, 29.10.2026, 18:00 Uhr | BIS-Saal, Universität Oldenburg
Generative KI-Systeme wie ChatGPT verändern derzeit grundlegend, wie Wissen produziert und genutzt wird. Texte, Argumentationen oder Zusammenfassungen lassen sich in wenigen Sekunden generieren – mit spürbaren Folgen für Schule und Hochschule. Klassische Prüfungsformate geraten unter Druck, Lehrende stehen vor neuen Herausforderungen der Leistungsbewertung, und zugleich verschieben sich grundlegende Praktiken des Lernens und Schreibens.
Kira Baresel und Benjamin Möbus nehmen diese Entwicklungen aus einer kritisch-bildungspolitischen Perspektive in den Blick. Dabei steht weniger die Frage nach konkreten didaktischen Einsatzmöglichkeiten von KI im Zentrum, sondern was diese Technologien für Wissensvermittlung und Bildung grundlegend bedeuten. Wenn maschinelle Systeme zunehmend an der Produktion von Wissen beteiligt sind, stellt sich die Frage neu, welche Rolle eigenständiges Denken, Urteilsbildung und kritische Reflexion künftig in Bildungsprozessen spielen.
Der Vortrag versteht KI damit als Herausforderung für das Selbstverständnis von Schule und Hochschule und lädt zur Diskussion darüber ein, welche Konsequenzen sich daraus für Lehrkräfte, Hochschulen und Bildungspolitik ergeben.
Referent*innen:
Kira Baresel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Medienkompetenzzentrum an der Universität Vechta. Sie arbeitet zu Künstlicher Intelligenz in der Hochschule und deren Einfluss auf Lehren, Lernen und Prüfungen.
Benjamin Möbus ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in den Erziehungswissenschaften an der Universität Vechta im Arbeitsbereich Inklusive Bildung. Er forscht zu Künstlicher Intelligenz im Bildungskontext und deren Auswirkungen auf Lernen, Wissensproduktion und Leistungsbewertung.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen bitte bis zum 25. Oktober 2026 mit dem Online-Anmeldeformular auf der Homepage der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften.
Das FRITZSCHE-FORUM ein gemeinsames Veranstaltungsformat der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen, der DGB-Region Weser-Ems, der GEW Bezirksverband Weser-Ems und der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Zentrum für Lehrkräftebildung - Didaktisches Zentrum (DiZ) der Universität Oldenburg durchgeführt.
Autoritäre Rebellion - Wie antimoderne Reflexe breite Schichten der Gesellschaft erfassen und weiter nach rechts rücken
Vortrag | Di, 17.11.2026, 18:00 Uhr | online via BigBlueButton
Sie sind Familienangehörige, Freund*innen, Bekannte, Vereinsmitglieder, Doppelkopfspielende, Tennispartner*innen oder Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr. Sie haben sich entschieden: Diese Bundesrepublik ist nicht mehr ihre Republik. Wir kennen sie, sie sitzen nicht nur in den Parlamenten oder Talkshows, sie sitzen auch an Küchen- oder Stammtischen. Sie kommen aus der sog. Mitte der Gesellschaft. Ihre Revolte strebt ins Autoritäre. Eine tiefliegende Sehnsucht nach einer vormodernen Harmonie haben die verschiedenen Spektren von Autorität-Geneigten aus den Reichs- bis Alternativbewegungen gemein. Sie sind in Sorge um die Freiheit und haben doch Furcht vor ihr. Diese Ambivalenz verschärfen gegenwärtige Krisen, sie haben eine weitzurückgehende Tradition – in der Aufklärung und in Märchen. In seinem Vortrag zeigt Andreas Speit, warum in breiten Schichten der Gesellschaft antimoderne Vorstellungen dominieren und welche Folgen ihre damit einhergehende Radikalisierung hat: Anzweiflung der Realität, Ablehnung des Rechtsstaats, Delegitimierung der Demokratie.
Referent*in:
Andreas Speit ist freier Journalist, Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher zum Thema Rechtsextremismus und Neonazismus in Europa. Seit 2005 ist er Autor der taz-nord Kolumne „Der Rechte Rand“ und schreibt regelmäßig Beiträge für zeit-online, Deutschlandfunk Kultur und den WDR. Für seine Arbeit erhielt er mehrfache Auszeichnungen u.a. durch den Deutschen Journalismus Verband.
Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien” statt. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Niedersachsen, der DGB Region Weser-Ems und der Kooperationsstelle Hochschulen und Gwerkschaften in Osnabrück durchgeführt.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei und findet online via BigBlueButton statt. Anmeldungen bitte bis zum 13. November 2026 mit dem Online-Anmeldeformular auf der Homepage der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften.
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder andere menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
Soziale Ungleichheit und Verteilungsgerechtigkeit
Veranstaltungsreihe 2026-2027
Die Polarisierung in der Gesellschaft zwischen arm und reich wird immer größer. Dies trifft sowohl auf die Einkommensentwicklung der letzten Jahrzehnte zu, aber noch viel stärker auf die Vermögensverteilung. Die reichsten 10 % besitzen gut zwei Drittel des Gesamtvermögens, während die untere Hälfte nur über 1,5 % verfügt. Das Vermögen der Milliardäre wuchs 2025 um 30 % auf 840 Mrd. US-Dollar. Gleichzeitig hinken die Löhne hinter anderen Einkommensarten her, wie etwa Kapitaleinkommen. Am stärksten abgekoppelt sind Empfänger*innen sozialer Transferleistungen als eine der Ärmsten in Deutschland. Trotzdem fordern Arbeitgeberseite und konservative Politiker*innen immer tiefere Einschnitte von Sozial- und Rentenleistungen und lehnen gleichzeitig höhere Steuern auf Vermögen und für Reiche ab. Eine weitere Verschärfung der sozialen Ungleichheit wäre die Folge.
Die Veranstaltungsreihe soll die Entwicklung von sozialer Ungleichheit in Deutschland näher beleuchten. Was sind die verschiedenen Ursachen für die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich? Wie könnte die soziale Polarisierung abgemildert werden?
16. Juni 2026
Arm und Reich: zwei Seiten einer Medaille - Soziale Ungleichheit in Deutschland
mit Prof. Dr. Christoph Butterwegge (Universität Köln, Gutachter zum Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung)
22. September 2026
Verteilungsgerechte Rente
mit Prof. Dr. Jutta Schmitz-Kießler (Hochschule Bielefeld, Mitglied der Rentenkomission des DGB)
20. Oktober 2026
Vermögensungleichheit - Warum ist das Vermögen so ungleich verteilt?
mit Dr. Markus M. Grabka (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung DIW, Soziooekonomisches Panel)
27. Januar 2027
Einkommensungleichheit - Soziale Spaltung in Deutschland
mit Dr. Dorothee Spannagel (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut WSI, Hans-Böckler-Stiftung)
Die Veranstaltungen finden jeweils um 18:30 Uhr im Bibliothekssaal der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Uhlhornsweg 49-55, Oldenburg statt.