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Dr. Cornelia Bartsch

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Institut für Musik
26111 Oldenburg

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A10 0-021

Wie zitiere ich richtig?


Innerhalb eines wissenschaftlichen Textes müssen bestimmte Regeln des Zitierens eingehalten werden, die vor allem darauf abzielen, dass in jedem Fall die Urheberschaft des Geschriebenen eindeutig erkennbar ist. Wenn Sie versäumen, Zitiertes exakt nachzuweisen, spricht man von einem Plagiat.

 

Warum zitiert man?

 

Die Gründe, warum man zitiert, können unterschiedlich sein:

  1. Das zu Zitierende stellt eine These oder eine Definition dar, die im Wortlaut übernommen werden soll;

  2. das zu Zitierende stellt eine Primärquelle dar, die als Grundlage für die eigene These/Interpretation dient;

  3. das zu Zitierende stellt eine These dar, die diskutiert werden soll, oder belegt die eigene (und eigenständig formulierte) These.


Nicht zitiert werden sollte, wenn das Geschriebene lediglich eine „schönere Formulierung“ dessen ist, was man selbst schreiben möchte, oder wenn es sich mit dem eigen Verfassten lediglich doppelt.


Was zitiert man?


Welche Texte zitierwürdig sind, ist abhängig vom gewählten Thema und der Fragestellung. Als Richtlinie kann gelten, dass sowohl wissenschaftliche Literatur als auch alle Arten von Primärquellen zitierwürdig sind. Wenn Sie aus (nichtwissenschaftlichen) Zeitschriften oder problematischen Internetquellen zitieren, sollten Sie dafür einen guten, inhaltlichen Grund haben (z.B. diese Medien als Untersuchungsgegenstand) und diesen auch benennen.


Wie zitiert man?


Es gibt mehrere formalen Möglichkeiten zu zitieren. Auch hier gilt: Wenn Sie sich für einen Modus des Zitierens entschieden haben, sollten Sie diesen in der gesamten Arbeit einheitlich verwenden.


Grundsätzlich gilt:
Jedes Zitat muss eindeutig als solches gekennzeichnet und nachgewiesen werden
.


Direkte Zitate


  • Wörtliche Zitate sollen ohne jede Änderung aus der zitierten Quelle übernommen werden und stehen in doppelten Anführungszeichen: „Das ist ein vollständiger Satz als Zitat.“

  • Wenn Sie einen Teil des zitierten Textes auslassen wollen, müssen Sie dies durch Auslassungszeichen kenntlich machen: „Das ist […] ein Zitat.“

  • Wenn Sie selbst etwas hervorheben möchten, können Sie dies innerhalb des Zitates tun („Das ist […] ein Zitat.“), müssen dies aber in der Fußnote anmerken, z.B. durch die Ergänzung: Hervorhebung durch den Autor/die Autorin.

  • Andere Änderungen in einem Zitat (z.B. Flexionen, Ergänzungen) werden durch eckige Klammern gekennzeichnet: „Das ist ein vollständiger Satz als [Beispiel für ein] Zitat.“

  • Wenn im zitierten Text bereits Anführungszeichen vorkommen, werden diese im Zitat in einfache Anführungszeichen umgewandelt: „Im Leitfaden findet sich der Satz: ‚Das ist ein vollständiger Satz als Zitat.’“

  • Am Ende jedes wörtlichen Zitats fügen Sie ein Fußnotenzeichen (hochgestellte Ziffer) ein und ergänzen in der Fußnote die entsprechende Quellenangabe. Hierzu gehört beim ersten Auftreten der zitierten Quelle die vollständige bibliographische Angabe. Wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt nochmals aus der gleichen Quelle zitieren, können Sie den Nachweis in Kurzform anbringen [Nachname, Kurztitel, Seite] oder auf die Fußnoten der ersten Nennung verweisen (Wie Anmerkung 5, S. 20). Bei direkt aufeinanderfolgenden identischen Quellenangaben genügt Ebenda.

  • Sollten Sie innerhalb eines kurzen Absatzes mehrere Male aus der gleichen Quelle zitieren, können Sie die Fußnoten auch zusammenfassen und mit einer einleitenden Bemerkung versehen, z.B.: „Dieses und die folgenden Zitate aus…“


Übrigens: Fußnoten sind ganze Sätze, d.h. sie beginnen immer mit einem Großbuchstaben und enden immer mit einem Punkt.



Indirekte Zitate


Wenn Sie einen Text zusammenfassend paraphrasieren, zitieren Sie diesen indirekt. In diesem Fall können Sie – um das indirekte Zitat kenntlich zu machen – den Konjunktiv verwenden oder am Ende der paraphrasierenden Passage eine Fußnote anbringen, die auf den indirekt zitierten Text verweist. Hierbei setzten Sie vor die genaue Quellenangabe die Abkürzung Vgl. (= vergleiche) oder formulieren den Sachverhalt, dass Sie hier indirekt zitieren, konkret aus (Der Absatz greift die These von XY auf, die dieser in seinem Aufsatz CCCC ausführlich dargestellt hat. Vgl. XY, CCCC, in: **, S. 28-99.)

Webmablqister2d0g1 (roswitha.werne7fpr.0xmann@uol.de) (Stand: 10.09.2018)