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Dr. Anna Langenbruch

Institut für Musik  (» Postanschrift)

A05 1 - 134 (» Adresse und Lageplan )

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Die Reihe Musikgeschichte auf der Bühne fragt nach der öffentlichen, künstlerischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Geschichte, insbesondere mit Musikgeschichte. Ausgangspunkt dafür ist das Musiktheater: Historische Musiker*innen, Musikpraktiken oder Artefakte sind seit Jahrhunderten Thema musikalischer Bühnenereignisse. Entsprechend verknüpfen Opern, Operetten oder Musicals über W.A. Mozart, Edith Piaf, Stradivaris Geige oder Riemanns Musiklexikon Musik, Theater und Geschichtserzählung.
Ausgehend von den Arbeiten der gleichnamigen Emmy Noether-Nachwuchsgruppe untersucht die Reihe Musikgeschichte auf der Bühne, wie (Musik–)Geschichte gestaltet und erlebt wird. Wie kann Klang zum Geschichtsmedium werden? Auf welche Weise interagieren wissenschaftliche und populäre Musikgeschichtsschreibung? Wie funktioniert musikgeschichtliche Wissensproduktion im Theater?
Die Beiträge der Reihe versammeln Forschungsansätze der Musikwissenschaften, der Wissens- und Wissenschaftsgeschichte, der Public History, der Theaterwissenschaften und der Sound Studies. Sie untersuchen Musikgeschichte als soziokulturellen Aushandlungsprozess, in dem Klang und Wahrnehmung, Spiel und Sprache, Theorie und Praxis interagieren. Musikgeschichte auf der Bühne wird damit zum Ausgangspunkt für Forschungen zu Musik und Wissensgeschichte.

Die Schriftenreihe wird von Anna Langenbruch herausgegeben und erscheint im transcript Verlag.


Bd. 1: Klang als Geschichtsmedium

Perspektiven für eine auditive Geschichtsschreibung

Herausgegeben von Anna Langenbruch
ISBN: 978-3-8376-4498-2 (Print) | 978-3-8394-4498-6 (Ebook)
Bielefeld, 2018

Konstruieren Klänge Geschichte? Die Beiträge dieses Bandes etablieren und reflektieren Klang als Kategorie der Geschichtsschreibung, indem sie historische Wissensproduktion als klangliche Praxis untersuchen. Es geht dabei weniger um eine Neubewertung des auditiven Ausschnitts vergangener Wirklichkeiten, sondern um einen Perspektivwechsel in der Geschichtsschreibung: Im Zentrum steht die Frage, wie Menschen Klänge wahrnehmen, benutzen, inszenieren, deuten, erinnern – und zu historischen Wissenskonzepten verknüpfen. Musikgeschichte als Geschichte einer Klangkunst dient dabei als ein Kristallisationspunkt, der die interdisziplinäre Diskussion in einem besonders prägnanten Beispiel bündelt.

Mit Beiträgen von Susanne Binas-Preisendörfer; Daniel Fulda; Angela Grünberg; Arnold Jacobshagen; Martin Kaltenecker; Anna Langenbruch; Alexander Rehding; Stefan Weinzierl, Steffen Lepa und Omid Kokabi; Michael Werner.

Flyer (Verlag)

Rezension auf H-Soz-Kult

Webmaster (roswitha.f1bwuwernpscer.mann@uol.dvwse) (Stand: 07.11.2019)