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Dr. Anna Langenbruch

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Musikgeschichte auf der Bühne: Konstruktionen der musikalischen Vergangenheit im Musiktheater

Aktuelles

Ringvorlesung

Musiktheater: Praxis, Pädagogik, Wissenschaft

Vom 23.10.2019 bis 29.01.2020, 14-tägl.
Mi., 10-12 Uhr, Kammermusiksaal (A11 0-011)

Mozart und die Beatles, Edith Piaf, Stradivaris Geige, Riemanns Musiklexikon – musikhistorische Personen, Ereignisse, Musikpraktiken oder Artefakte sind seit Jahrhunderten Gegenstand von Musiktheater. Musikgeschichte wird also nicht nur geschrieben und gelesen, sondern auch komponiert und gesungen, gespielt oder gehört. Die Emmy Noether-Nachwuchsgruppe Musikgeschichte auf der Bühne fragt danach, wie Musiktheater als Musikgeschichte funktioniert. Wie setzen sich Menschen mit dieser künstlerischen und zugleich historiographischen Praxis auseinander?

Gegenstand unserer Arbeit sind Bühnenereignisse des 18.-21. Jahrhunderts – seien es Opern, Operetten, Musicals oder Schauspiele mit Musik –, die Musikgeschichte thematisieren. Im Medium Musiktheater wird Musikgeschichte in ihrer ganzen Breite verhandelt und vermittelt, und zwar von den mittelalterlichen Troubadouren bis in die Gegenwart von Pop, Rock, Jazz und Neuer Musik. Musikgeschichte auf der Bühne ist ein internationales Phänomen, das sich in Europa genauso findet wie etwa in den USA, Japan oder Südamerika. Methodisch verbindet die Forschungsgruppe Ansätze der historischen Musikwissenschaft (u.a. Musiktheaterforschung, Musikhistorik, musikalische Analyse), der Historiographie- und Wissensgeschichte sowie der Public History, der Sound Studies, der Theaterwissenschaften und der Ethnographie.

Insgesamt zielt das Projekt darauf, besser zu verstehen, wie musikhistorisches Wissen entsteht. Wie interagieren in der Musikgeschichtsschreibung Klang und Wahrnehmung, Spiel und Sprache, Kunst und Wissenschaft? Die Emmy Noether-Nachwuchsgruppe leistet damit auch einen Beitrag zu einer neuen Wissensgeschichte der Künste.

Musik-Webt87maskmfterct1g (musik@uol.djjfxezu) (Stand: 22.11.2019)