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Tagung: Demokratierelevante Berufe: Zwischen Widerstand und Übernahme - Konsequenzen für die politische Bildung
26./27. November 2026, Oldenburg - Anmeldung bis 02. Oktober 2026
2. Arbeitstagung der Arbeitsgruppe „Außerschulische politische Jugendbildung und politische Erwachsenenbildung" (AJEB) der GPJE
am 26./27.11.2026 im Schlauen Haus OIdenburg
Thema: Demokratierelevante Berufe: Zwischen Widerstand und Übernahme - Konsequenzen für die politische Bildung
Der im Juni 2026 veröffentlichte Verfassungsschutzbericht 2025 hat erneut gezeigt, dass es ein zunehmendes extremistisches Gefahrenpotential gibt und die Anzahl der als extremistisch einzustufenden Personen deutlich zunimmt. Dies betrifft vor allem das rechtsextreme Spektrum, aber auch Linksextremismus wie Islamismus spielen hierbei eine Rolle.
Bei Personen und Vereinigungen aus diesen Bereichen spielt seit einigen Jahren die Strategie der "Metapolitik" eine zunehmend größere Rolle. Gemeint ist damit der Versuch, soziale und kulturelle Deutungshoheit zu gewinnen und gleichzeitig Behörden und Institutionen sowie zivilgesellschaftliche Organisationen zu destabilisieren bzw. zu unterwandern. Damit wird das System der pluralen Demokratie und die Kultur der offenen Gesellschaft unter Stress gesetzt. Gerade bei der Zunahme von Krisen, objektiven Bedrohungen und vielfachen subjektiven Sorgen sowie dem Anwachsen der AfD, die in Umfragen inzwischen höchste Zustimmungswerte erzielt, ist dies besonders virulent.
Die Tagung wendet sich diesem Komplex mit einem in der politischen Bildung bisher vernachlässigten Fokus zu: Es soll die Frage gestellt werden, inwieweit die oben beschriebenen Tendenzen bereits ein aktuelles Problem in Berufsfeldern, bei Institutionen und Verbänden ist und wie sie darauf reagieren bzw. sich vorbereiten. Und welche Konsequenzen sich hieraus für die (außerschulische) politische Bildung ergeben. Denn einerseits stellen berufliche Kontexte, Institutionen und Verbände Orte informeller politischer Bildung dar, andererseits reagieren die Betroffenen zunehmend auch mit expliziten politischen Bildungsangeboten, die wiederum in der wissenschaftlichen Disziplin Politische Bildung bisher nur wenig beachtet, bearbeitet, begleitet oder erforscht werden.
Die Tagung dient einem Informationsaustausch, bei dem Vertreter*innen verschiedener beruflicher Felder, die in besonderem Maße als demokratierelevant zu erachten sind, zu Wort kommen. Dieser Austausch soll der Sichtbarmachung von Erfahrungen und (Gegen-)Strategien und so auch zur wechselseitigen Stabilisierung betroffener Akteure dienen. Darüber hinaus steht die Frage im Mittelpunkt, inwieweit von Seiten der politischen Bildung Angebote bereitgestellt werden können, die zur Festigung der innerorganisatorischen demokratischen Kulturen beitragen und welche Forschungsperspektiven sich hieraus ergeben
Anmeldeverfahren:
Schicken Sie bis zum 02.10. eine Mail mit dem Betreff AJEB 2026 an
Bitte beachten Sie: Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt, eine Teilnahme kann nicht garantiert werden. Sie werden aber nach Ablauf der Anmeldefrist informiert, ob Sie teilnehmen können.
Es werden keine Teilnahmegebühren erhoben.
Das Programm und weitere Informationen finden Sie hier.
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Tagung: Jugend, Krisen und gesellschaftlicher Zusammenhalt – politische Orientierungen, Vorstellungen und (Un-)Wissen im Wandel
09./10. September 2026, Oldenburg - Anmeldung bis 12. August 2026
Die Arbeitstagung des Zentrums für Arbeit und Politik der Universität Bremen (zap) und der Arbeitsgruppe Politische Bildung/Politikdidaktik der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg findet am 09./10.09.2026 an der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg statt.
Tagungsräume: A05 0-054, 055 + 0-056
Thema: Jugend, Krisen und gesellschaftlicher Zusammenhalt – politische Orientierungen, Vorstellungen und (Un-)Wissen im Wandel
Im Zentrum der Tagung stehen Jugendliche als Akteur:innen in einer politisch volatilen Weltgesellschaft, die von ökologischen, ökonomischen und sozialen Krisen geprägt ist. Polarisierung, Vertrauensverlust in Institutionen und die Auflösung konventioneller Wissensordnungen treffen auf neue Formen politischer Positionierung, die zunehmend über digitale und informelle Räume ausgebildet werden. Der Workshop nimmt diese Entwicklungen zum Ausgangspunkt und fragt nach der Rolle politischer Partizipation, medialer Wissensräume und generationaler Verortungen für gesellschaftlichen Zusammen-halt im Zusammenhang mit politischer Bildung.
Die leitenden Fragestellungen der Veranstaltung sind:
• Wie entwickeln Jugendliche unter den Bedingungen multipler Krisen politische Orientierungen, und wie verhandeln sie dabei Vorstellungen von gesellschaftlichem Zusammenhalt?
• Welche Rolle spielen Selbstwirksamkeitsannahmen, Problembewusstsein und Perspektivübernahme für die Vorstellungen über gesellschaftlichen Zusammenhalt?
• Inwiefern lassen sich hieraus Konsequenzen für politische Bildung ableiten?
Ziel der Tagung ist es, hierzu Forschungs- und Arbeitsstände zu bündeln, einen produktiven Austausch zu initiieren und Forschungskorridore wie gemeinsame Publikationsvorhaben, Initiativen sowie mögliche Reaktionen auf Ausschreibungen und Drittmitteloptionen zu entwickeln.
Das Programm und weitere Informationen finden Sie hier.
Anmeldeverfahren:
Schicken Sie bis zum 07.08.26 eine Mail mit dem Betreff Gesellschaftlicher Zusammenhalt an
Bitte beachten Sie: Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt, eine Teilnahme kann nicht garantiert werden. Sie werden aber nach Ablauf der Anmeldefrist zeitnah informiert, ob Sie teilnehmen können.
Hirn vom Hahn: Podcast mit Tonio Oeftering
Podcast: In der Folge 59 der Reihe „Hirn gehört - Der Oldenburger Wissensschnack” sprach Prof. Dr. Tonio Oeftering zum Thema „Von der Erziehung zum politischen Menschen”. Hier geht es zum Podcast.
Vortrag: "Die Würde des Menschen in Zeiten der Krise - unantastbar!?" 11.05.2026, Schlaues Haus
Vortrag von Prof. Dr. Tonio Oeftering am 11.05.2026 um 19:00 Uhr, Schlaues Haus Oldenburg
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht der Begriff der Menschenwürde. Zunächst soll gefragt werden, was unter Menschenwürde eigentlich zu verstehen ist und ob es sich um ein den Menschen eingeschriebenes Wesensmerkmal oder eher um einen unabgeschlossenen gesellschaftlichen Gestaltungs- und Handlungsauftrag handelt. Neben diesen grundsätzlichen Aspekten werden aktuelle Gefährdungen der Menschenwürde wie Extremismus, Krieg, Klimawandel und Digitalisierung, aber auch die Frage nach ihrer Bedeutung in Politik, Berufsleben und Alltag behandelt.
Kritisch begleiten und mitgestalten. Über die Bedeutung politischer Bildung für die Demokratie
Die aktuelle Ausgabe der Zeitschift „Forschung und Lehre: alles was die Wissenschaft bewegt” hat den Schwerpunkt Demokratie. In dieser ist ein Interview mit Prof. Dr. Oeftering erschienen, in dem er das Thema der Ausgabe vertieft und darstellt, welche zentrale Bedeutung die politische Bildung für die Demokratie einnimmt. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Oeftering, T.: Kritisch begleiten und mitgestalten. Über die Bedeutung politischer Bildung für die Demokratie. Interview, in: Forschung & Lehre, H. 8/24, S. 572-574.
Neuerscheinung der Evaluation der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung
„2016 beschloss der niedersächsische Landtag, die Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung neu zu gründen und verankerte zugleich eine Evaluierung nach fünf Jahren. Die Arbeitsgruppe Politische Bildung/Politikdidaktik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, unter Leitung von Prof. Dr. Tonio Oeftering, wurde mit dieser Evaluation beauftragt. Antje Gansewig und Tonio Oeftering legen in ihrem Abschlussbericht eine grundsätzlich positive Bewertung vor, weisen auf Entwicklungsmöglichkeiten hin, empfehlen eine Stärkung der Landeszentrale und betonen die Bedeutung weiterführender, tiefergehender Studien zur Erfassung von Wirkungen und Zielerreichung.”
Gansewig, A.; Oeftereing, T.: Abschlussbericht zur wissenschaftlichen Evaluation der Landeszentrale für politische Bildung Niedersachsen. Online abrufbar unter https://transfer-politische-bildung.de/transfermaterial/datenbank/#/d224
Berufung zum Beirat der Fachstelle politsche Bildung
Im Juni 2024 wurde Prof. Dr. Tonio Oeftering in den Beirat der Fachstelle politische Bilung berufen. Die Fachstelle ist ein Projekt von Transfer für Bildung e.V. und wird aus Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert. Sie setzt sich mit der konkreten Praxis der politschen Bildung auseinander und hat sich zum Ziel gesetzt ein Wissens-Hub zu schaffen in dem Wissen zur politischer Bildung strukturiert, analysiert und tragfähig verknüpft wird. Darüber hinaus soll das Wissen für weitere Fachdebatten sowie als Anregungen für die Praxis aufzubereit werden. Weitere Informationen finden Sie hier.
75 Jähriges Bestehen des Grundgesetztes
Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Tonio Oeftering
Zum 75. Jahrestag der Verkündung des deutschen Grundgesetztes widmet sich Prof. Dr. Tonio Oftering in einem Gastbeitrag dem Thema Menschenwürde in Zeiten mutipler Krisen. Dabei setzt er sich mit aktuellen Herausforderungen besonders im universitären Kontext auseinander.
Zum vollständigen Beitrag gelangen Sie hier.
Die Würde des Menschen in Zeiten multipler Krisen
Universitätspredigt von Prof. Dr. Tonio Oeftering am 07.04.2024 in der Lambertikirche Oldenburg
Am 7. April 2024 hat Prof. Dr. Tonio Oeftering in der Lambertikirche Oldenburg die Universitätspredigt gehalten und reiht sich damit in eine fast zehn jährige Tradition ein, die ein Kooperationsprojekt zwischen der C.v.O. Universität Oldenburg und der Citykirchenarbeit darstellt. In seiner Predigt unter dem Titel „Die Würde des Menschen in Zeiten multipler Krisen” bezieht er sich auf Artikel 1, Abs. 1 des Grungesetztes. Dort heißt es „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Doch wie steht es um diese Würde des Menschen bestellt? Und was können Sie und ich machen, um diese Würde in unserem Alltag zu be-achten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich seine Predigt.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Prof. Dr. Tonio Oeftering im Interview zur Diskusion um ein mögliches AfD Verbotsverfahren
In dem Interview mit dem Radiosender Radio Nordseewelle äußert sich Prof. Dr. Oeftering zu der Debatte rund um ein mögliches Parteiverbotsverfahren gegen die AfD. Dabei argumentiert er, dass eine Partei, die auf die Beseitigung der verfassungsmäßigen Ordnung zielt, nicht Teil der politischen Mitte werden darf. Ein Verbot stellt jedoch ein komplexes Verfahren dar, welches antidemokratische Kräfte zu ihrem Vorteil nutzen könnten. Zum Abschluss fordert er die Gesellschaft zur klaren Haltung auf und plädiert für die Stärkung der Politischen Bildung, um sich dem wachsenden Rechtspopulismus entgegen stellen zu können.
Im folgenden kann das vollständige Interview angehört werden.