Stellenangebote

Die Universität Oldenburg engagiert sich für Gleichstellung, Diversität, Inklusion und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sie ist Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt und seit 2004 als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Wir begrüßen Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten, ethnischer und sozialer Herkünfte, Religionen, geschlechtlicher Identitäten, sexueller Orientierungen und Altersstufen.

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In der Fakultät IV - Human- und Gesellschaftswissenschaften ist im Institut für Philosophie zum nächstmöglichen Zeitpunkt die durch das Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses geförderte

Juniorprofessur (m/w/d) für Ethik der Digitalisierung
(BesGr. W1 mit Tenure Track W2)

zu besetzen. Die Beschäftigung erfolgt bei Erfüllung der allgemeinen dienstrechtlichen Voraussetzungen im Beamtenverhältnis auf Zeit für die Dauer von drei Jahren. Eine Verlängerung um weitere drei Jahre ist bei positiver Evaluation vorgesehen. Nach Ablauf der Befristung ist die Übernahme auf eine W2-Professur im Rahmen der einschlägigen rechtlichen Bestimmungen vorgesehen. Bewerberinnen und Bewerber sollen sich in der frühen Karrierephase befinden.

Die zentrale Aufgabe der Professur ist es, die ethischen Probleme herauszuarbeiten, die mit den neuen digitalen Technologien gesamtgesellschaftlich verbunden sind, und sie philosophisch zu reflektieren. Sie stärkt damit die Profilbildung der Universität Oldenburg im Bereich der Digitalisierung. Erforderlich sind sowohl Kenntnisse der anzuwendenden normativen Theorien wie auch Kenntnisse der Technologien, auf die diese Theorien kritisch angewandt werden. Zu den Theorien gehören nicht nur solche, die in der letzten Zeit speziell zu digitalen Technologien entwickelt wurden, sondern auch grundlegende Moraltheorien (Deontologie, Utilitarismus, Tugend­ethik) sowie philosophische Sozial-, Demokratie- und Gerechtigkeitstheorien. Bezüglich der Technologien ist beispielsweise an KI-basierte Automatisierungsprozesse zu denken, zu denen in Oldenburg bereits Forschungsschwerpunkte existieren (in den Bereichen Fortbewegung, Gesundheit und Energie). Des Weiteren werden ein überdurchschnittlich gut abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium und eine überdurchschnittlich gut abgeschlossene Promotion vorausgesetzt, wobei mindestens einer der Abschlüsse in der Philosophie erworben wurde. Wissenschaftliche Exzellenz ist u.a. durch Publikationen in internationalen, begutachteten Zeitschriften nachzuweisen. Einschlägige Lehrerfahrungen und Erfahrungen mit der Einwerbung von Drittmitteln sind erwünscht.

Die Universität Oldenburg bietet der Professur eine Vielzahl an wissenschaftlichen Kooperationspartner*innen vor Ort und an den nahen Universitäten Bremen, Osnabrück und Hannover. Universitätsintern sind insbesondere der Forschungsschwerpunkt „Human-Cyber-Physical Systems“, die Graduiertenschule „Social Embeddedness of Autonomous Cyber-Physical Systems“ und das Promotionsprogramm „Gestalten der Zukunft. Transformation der Gegenwart durch Szenarien der Digitalisierung“ zu nennen. Die Professur hat Lehre in den Modulen der Praktischen Philosophie für die BA-, MA- und MEd-Studiengänge „Philosophie“ und „Werte und Normen“ anzubieten. Darüber hinaus soll die Professur an der Konzeption eines MA- und eines BA-Studiengangs in Kooperation mit den Sozialwissenschaften und der Informatik mitwirken und diese Studiengänge durch Lehre unterstützen. Da die Universitäten Oldenburg und die Universität Bremen durch einen Kooperationsvertrag verbunden sind, wird eine aktive Teilnahme an der Kooperation erwartet.

Die Einstellungsvoraussetzungen richten sich nach § 30 NHG. Sofern vor oder nach der Promotion eine Beschäftigung als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder wissenschaftlicher Mitarbeiter oder wissenschaftliche Hilfskraft erfolgt ist, sollen Promotions- und Beschäftigungsphase zusammen nicht mehr als sechs Jahre betragen haben.

Die Universität strebt eine Erhöhung ihres Professorinnenanteils an und fordert Wissenschaftlerinnen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Frauen werden bei gleichwertiger Qualifikation bevorzugt berücksichtigt. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt. Die Stelle ist teilzeitgeeignet.

Bewerbungen mit Lebenslauf, Zeugnissen, Schriften, Bericht über die bisherigen Forschungsaktivitäten mit ggf. Drittmitteleinwerbungen, Forschungskonzept, Übersicht über bisher abgehaltene Lehrveranstaltungen und Vorträge, Abfrage zu Promotions- und Beschäftigungszeiten https://uol.de/fk4/formulare sind bis zum 09.08.2021 bevorzugt als konsolidierte pdf-Datei zu richten an die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Fakultät IV, z. Hd. der Dekanin Prof. Dr. Dagmar Freist, berufungen-fk4@uol.de. Die Schriften sollten eine Monografie und drei Aufsätze umfassen.

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(Stand: 09.06.2021)