Biographieforschung
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Biografieforschung
Einführung in die Biografieforschung
In diesem Buchprojekt habe ich meine theoretischen Überlegungen und praktischen Erfahrungen mit dem Genre "Biographie" systematisiert. Das Buch analysiert Struktur, Funktion und Funktionieren von Biographien und demonstriert das an ausgewählte Beispielbiographien. Es soll weniger einen möglichst vollständigen Überblick über die umfangreiche Biografieforschung bieten bzw. Forschungsdiskussionen nachzeichnen, sondern Biographien als Medium, Gesellschaft zu beobachten und zu verhandeln, untersuchen. Im Mittelpunkt steht das "biographische Paradox": Philosophen und Soziologen beschreiben den Menschen als fragmentiertes Wesen, das Genre der Biographie aber erfordert die narrative Einheit eines Lebenslaufs von der Geburt bis zum Tod.Durch dieses Paradox rückt der konstruktivistische Charakter von Biografien ins Zentrum der Aufmerksamkeit.
Publikationen (Auswahl):
- Etzemüller, Thomas: How to make a historian. Problems in writing biographies of historians, in: Storia della Storiografia 27, 2008, H. 53, S. 46-57
- Etzemüller, Thomas: Biografien. Lesen – erzählen – erforschen, Frankfurt/Main, New York 2012
- Etzemüller, Thomas: Das biographische Paradox – oder: wann hört eine Biographie auf, eine Biographie zu sein?, in: Non Fiktion 8, 2013, S. 89-103
- Etzemüller, Thomas: Wie ich von mir schweige. Die wissenschaftliche Selbstbiographie Max Plancks, in: Erben, Dietrich/Zervosen, Tobias (Hg.): Das eigene Leben als ästhetische Fiktion. Autobiographie und Professionsgeschichte, Bielefeld 2018, S. 321-329
- Etzemüller, Thomas: Biographie als (paradoxe) Konstruktion, in: Klein, Christian (Hg.): Handbuch Biographie. Methoden, Traditionen, Theorien, Stuttgart 22022, S. 81-89