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Leitung

Prof. Dr. Falk Hoffmann

+49 (0)441 798-2880

Postanschrift

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät VI - Medizin und Gesundheitswissenschaften
Department für Versorgungsforschung
Abteilung Versorgungsforschung
Ammerländer Heerstr. 114-118
26129 Oldenburg

Besucheranschrift

Campus Haarentor, Gebäude V04
Ammerländer Heerstraße 140
26129 Oldenburg

STADPLAN – Advance Care Planning bei pflegebedürftigen und in der eigenen häuslichen Umgebung lebenden älteren Menschen in Deutschland: eine cluster-randomisierte Studie

Projektbeteiligte:

·         Falk Hoffmann

·         Gabriele Meyer (Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, Martin-Luther-          

                               Universität Halle-Wittenberg)

·         Sascha Köpke (Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie, Universität zu Lübeck)

·         Juliane Köberlein-Neu (Bergische Universität Wuppertal)

 

Verantwortliche Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen (Oldenburg):

·         Falk Hoffmann

·         Rieke Schnakenberg

 

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

 

Laufzeit: August 2017 – Januar 2021

 

Beschreibung:

Hintergrund:

Ältere Menschen befürworten die Möglichkeit, Wünsche für die spätere Versorgung und den Fall der Einwilligungsunfähigkeit festzulegen. Das Konzept „Advance Care Planning (ACP)“ sieht einen Gesprächsprozess über zukünftige medizinische und pflegerische Wünsche mit den in die Versorgung eingebundenen Personen vor.

Projektziel:

Primäres Projektziel ist die Entwicklung und Evaluation eines an die Versorgung durch deutsche Pflegedienste angepasstes ACP-Konzept, in dem die Pflegenden den Gesprächsprozess leiten.

Methode:

Es handelt sich um eine cluster-randomisierte kontrollierte Studie, die über 12 Monate an den 3 Studienstandorten Oldenburg, Lübeck und Halle durchgeführt wird. Der Interventions- sowie der Kontrollgruppe werden randomisiert jeweils 16 Pflegedienste zugeordnet, die im Mittel jeweils 30 Patienten in die Studie einschließen (n=960). Die pflegenden Gesprächsbegleiter werden im Rahmen einer 2-tätgigen Schulung in das Konzept eingearbeitet und auf die häuslichen Beratungsgespräche vorbereitet (Intervention). Primärer Endpunkt ist die Patientenaktivierung, gemessen über den PAM-13-D (Patient Activation Meassure). Sekundäre Endpunkte sind u.a. Hospitalisierung, Lebensqualität, Patientenverfügungen und Ängste. Zusätzlich findet eine umfassende ökonomische Evaluation sowie Prozessevaluation statt.

Verwertungspotential:

Durch diese Studie können erstmalig Aussagen über Nutzen und Effizienz von  Pflegenden als Gesprächsbegleiter in der vorausschauenden Versorgungsplanung und deren Übernahme in die Regelversorgung getroffen werden.

Mundgesundheit bei Pflegebedürftigen (MundPflege)

Konsortialpartner:

Prof. Dr. Heinz Rothgang

Prof. Dr. Werner Brannath

Prof. Dr. Falk Hoffmann

 

Projektpartner:

BKK Dachverband e.V.

 

Förderung:

Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) (September 2017 – August 2020)

 

Beschreibung:

Hintergrund:

Aktuelle Studien zeigen, dass Pflegebedürftige zahnmedizinische Leistungen deutlich seltener in Anspruch nehmen als Nicht-Pflegebedürftige. Gleichzeitig zeigt sich ein erhöhter Unterstützungsbedarf der täglichen Mundpflege, auch bei Pflegebedürftigen mit niedriger Pflegestufen bzw. Pflegegrade.

Projektziel:

Das Projekt Mundgesundheit bei Pflegebedürftigen (MundPflege) erprobt eine neue Versorgungsform (nVF) für ambulant versorgte pflegebedürftige Menschen mit dem Ziel, die zahnmedizinische Versorgung dieser Personengruppe zu intensivieren und ihre Mundgesundheit zu verbessern. Die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität, die unter anderem durch Schmerzfreiheit, die Fähigkeit zum adäquaten Zerkleinern und Schlucken der Nahrung, zum Sprechen und somit zur sozialen Teilhabe bestimmt wird, wird gestärkt.

Methode:

Die nVF wird durch niedergelassene Zahnärzte und Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) erbracht. Ein wesentliches Merkmal der nVF ist der zugehende und niedrigschwellige Ansatz. Die Pflegebedürftigen werden von den BKK angeschrieben und über die nVF informiert. Weiterhin wird ihnen die Terminvereinbarung mit einem Zahnarzt abgenommen. Nachdem ein Zahnarzt im Rahmen der nVF für jeden Pflegebedürftigen eine individuelle Risikoanalyse durchgeführt hat, leiten fortgebildete und speziell geschulte Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) die Pflegebedürftigen und ihre informellen Pflegepersonen zur individuellen Mundpflege an. Die Pflegebedürftigen können so in ihrer häuslichen Umgebung aufsuchend betreut werden.

Die Evaluation der nVF erfolgt auf Grundlage einer zweiarmigen randomisierten kontrollierten Studie (RCT) mit einer Fallzahl von jeweils 500 Probanden in der Interventions- und Kontrollgruppe. Ergänzend wird eine BKK-Routinedatenanalyse durchgeführt, in der die Primärdaten des RCT auf Ebene der Versicherten mit den zur Verfügung stehenden Routinedaten mittels Record Linkage verknüpft werden. Zusätzlich durchgeführt werden eine gesundheitsökonomische Evaluation und eine Potentialanalyse.

Verwertungspotenzial:

Bei erfolgreicher Evaluation wird angestrebt, die nVF in die Regelversorgung zu überführen und damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung der entsprechenden Richtlinie nach § 22a SGB V des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zu leisten.

HOMERN – Hospitalisierung und Notaufnahmebesuche von Pflegeheimbewohnern: Häufigkeit, Ursachen und Entwicklung einer Intervention zur Verbesserung der Versorgung

Studienleitung:

·         Falk Hoffmann (Studienleitung)

·         Michael Freitag (Teilstudienleitung)

·         Guido Schmiemann (IPP, Uni Bremen, Teilstudienleitung)
http://www.ipp.uni-bremen.de/mitglieder/guido-schmiemann/

 

Verantwortliche Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen:

·         Alexander Fassmer

·         Ove Spreckelsen

·         Alexandra Pulst (IPP, Uni Bremen)
http://www.public-health.uni-bremen.de/mitglieder/alexandra-pulst/

 

Förderung:

Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) (Mai 2017 – April 2020)

https://innovationsfonds.g-ba.de/

 

Aktueller Status:

laufend

 

Links:

Projektzusammenfassung

https://innovationsfonds.g-ba.de/projekte/versorgungsforschung/homern-hospitalisierung-und-notaufnahmebesuche-von-pflegeheimbewohnern-haeufigkeit-ursachen-und-entwicklung-einer-intervention-zur-verbesserung-der-versorgung.54

Alle im Rahmen der Ausschreibung geförderten Projekte

https://innovationsfonds.g-ba.de/projekte/versorgungsforschung/

Beschreibung:

Hintergrund:

In Deutschland leben derzeit etwa 800.000 Menschen in Pflegeheimen. Diese Population ist durch ein hohes Maß an chronischen Erkrankungen, oft einher gehend mit einer Polypharmazie, sowie körperliche und kognitive Einschränkungen gekennzeichnet. Pflegeheimbewohner werden zudem häufig in Notaufnahmen sowie im Krankenhaus behandelt, wobei ein Großteil dieser Besuche nach der internationalen Literatur als unangebracht bzw. vermeidbar angesehen wird. Daten aus Deutschland zu Hospitalisierungen und Notaufnahmebesuchen von Pflegeheimbewohnern fehlen weitestgehend. Weiterhin muss hierzulande auch das spezifische System des vertragsärztlichen Bereitschaftsdienstes berücksichtigt werden.

 

Projektziel:

Ziel ist, ein umfassendes Bild zu Notaufnahmebesuchen und Hospitalisierungen (NuH) von Pflegeheimbewohnern sowie den dahinter liegenden Versorgungsprozessen und möglichen Defiziten zu erhalten. Darauf aufbauend soll eine Intervention zur Verbesserung der Versorgung entwickelt und pilotiert werden.

 

Methode:

Mixed‐Methods‐Ansatz mit 4 aufeinander aufbauenden Arbeitspaketen (AP). AP 1: Mit Routinedaten der AOK Bremen/ Bremerhaven werden u.a. Häufigkeit und Diagnosen von NuH bei Pflegeheimbewohnern ausgewertet (n=4.200). AP 2: Mit einem daraus entwickelten Erhebungsbogen werden bei Bewohnern prospektiv über 12 Monate Ursachen und Versorgungsprozesse erhoben, die zu NuH führten (n=1.000 Ereignisse). AP 3: Mittels einer Hausärztebefragung in Bremen und Niedersachsen werden auf Basis häufig aufgetretener Szenarien aus AP 2 Fallvignetten erstellt und Einschätzungen zu Vermeidbarkeit und Alternativen erhoben (Bruttostichprobe n=1.121). AP 4: In Fokusgruppen wird mit allen relevanten Personengruppen aus den bisherigen Erkenntnissen eine geeignete Intervention zur Verbesserung der Versorgung entwickelt. Diese wird anschließend pilotiert, Machbarkeit und Akzeptanz werden untersucht.

 

Verwertungspotential:

Bei Pflegeheimbewohnern sind NuH häufig, aber zu hohem Maß vermeidbar. Mit diesem Projekt werden erstmalig und umfassend die aktuelle Ist‐Situation, mögliche Versorgungsdefizite sowie deren Ursachen untersucht und darauf aufbauend eine gezielte Intervention entwickelt.

 

Projektpartner:

·         Universität Bremen, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Abteilung 1: Versorgungsforschung
http://www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-1--versorgungsforschung/

AOK Bremen/Bremerhaven bremen.aok.de

ProFem – Versorgung, Funktionsfähigkeit und Lebensqualität nach proximaler Femurfraktur

Konsortialpartner:

·         Andrea Icks (Institut für Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie

          Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Konsortialführung)

·         Gabriele Meyer (Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, Martin-Luther-        

          Universität Halle-Wittenberg)

·         Falk Hoffmann

 

·         Joachim Windolf (Klinik für Unfall- und Handchirurgie, Heinrich-Heine-Universität

          Düsseldorf)

·         Christoph Rupprecht (Stabsbereich Gesundheitspolitik/Gesundheitsökonomie, AOK

          Rheinland-Hamburg)

 

Verantwortliche Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen (Oldenburg):

·         Kathrin Jobski

·         Alexander Fassmer

 

Förderung:

Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) (Mai 2017 – April 2020)

https://innovationsfonds.g-ba.de/

 

Aktueller Status:

Laufend

 

Links:

Projektzusammenfassung

https://innovationsfonds.g-ba.de/projekte/versorgungsforschung/profem-versorgung-funktionsfaehigkeit-und-lebensqualitaet-nach-proximaler-femurfraktur.42

Alle im Rahmen der Ausschreibung geförderten Projekte

https://innovationsfonds.g-ba.de/projekte/versorgungsforschung/

 

Beschreibung:

Hintergrund:

Stürze führen bei älteren Menschen häufig zu so genannten proximalen Femurfrakturen (PFF). Viele Patienten behalten nach einem solchen Ereignis Einschränkungen in ihrer Funktionsfähigkeit. Spezielle Nachsorge-Programme müssen darauf ausgerichtet sein, älteren Menschen nach PFF wieder zur bestmöglichen Selbstständigkeit zu verhelfen. Allerdings zeigen sich hier Versorgungslücken, da über die Hälfte der Betroffenen keine weiterführende Behandlung erhält.

 

Projektziel:

Projektziel ist zum einen die Bestandsaufnahme der Versorgungssituation (Inanspruchnahme gesundheitlicher Leistungen und deren Kosten) sowie die Darstellung klinischer Ereignisse wie Hospitalisierung oder Eintritt von Pflegebedürftigkeit. Zum anderen werden die von den Betroffenen berichteten Angaben zu Lebensqualität, Funktionsfähigkeit sowie sozialer Teilhabe im Verlauf analysiert. Ziel ist es, Menschen zu identifizieren, die potentiell eine intensivere Versorgung benötigen.

 

Methode:

Es handelt sich um eine populationsbezogene prospektive Beobachtungsstudie auf Basis von Krankenkassendaten und erhobenen Primärdaten, die individuell verknüpft werden. Versicherte mit PFF werden über einen Zeitraum von 12 Monaten konsekutiv in die Studie aufgenommen. Primärdatenerhebungen (per Interview und postalisch) sind zu mehreren Zeitpunkten nach dem Ereignis geplant. Zudem werden jeweils 12 Monate retrospektiv und prospektiv Krankenkassendaten der teilnehmenden Versicherten mit den Selbstangaben verknüpft.

 

Verwertungspotential:

Die Projektergebnisse sollen dazu beitragen, mögliche Versorgungsdefizite bei Menschen mit PFF zu erkennen und Menschen mit besonderem Versorgungsbedarf zu identifizieren. Im Anschluss sollen Maßnahmen formuliert werden, die helfen, zielgruppenspezifische Angebote für die Nachsorge von betagten Menschen mit PFF weiterzuentwickeln.

 

Projektpartner:

·         Universität Düsseldorf

·         Universität Halle‐Wittenberg

·         AOK Rheinland/Hamburg

ASD-Net – Versorgung und Kosten von Autismus-Spektrum-Störungen in unserem Gesundheitssystem

Studienleitung:

Falk Hoffmann

Christian Bachmann (King‘s College London, Institute of Psychiatry, Psychology & Neuroscience)

http://www.christian-bachmann.info/

Inge Kamp-Becker (Universitätsklinikum Marburg, Kinder- und Jugendpsychiatrie)

http://www.uni-marburg.de/fb20/kjp/forschung/aut

Verantwortliche Wissenschaftlerinnen:

Juliana Höfer

Förderung:

BMBF (Februar 2015 bis Januar 2019)

Aktueller Status:

Das Projekt hat gerade begonnen, aktuell arbeiten wir an der Vorbereitung der Befragung.

Links:

Homepage des ASD-Net

http://www.asd-net.de/

AG Versorgungsforschung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

https://www.uni-marburg.de/fb20/kjp/forschung/vfg

Beschreibung:

Hintergrund:

Bei Autismus-Spektrum-Störungen (ASD) handelt es sich um eine komplexe und lebenslange Störung, hinter der sich eine Vielzahl an Symptomen, ein weites Spektrum an klinischen Manifestationen und eine große Variationsbreite von Ausprägungsgraden verbergen. Sie beginnt im Kindesalter, kann vielfältige Auswirkungen haben und erfordert ein hohes bzw. komplexes Maß an Versorgung. Autismus-Spektrum-Störungen können für die Betroffenen mit erheblichen Einschränkungen in vielen Lebensbereichen einhergehen. Gleichzeitig verursachen diese Erkrankungen aber auch hohe Kosten für das Gesundheitssystem, die mit zunehmendem Lebensalter ansteigen.  Zudem legen aktuelle Daten nahe, dass die Prävalenz von ASD über die letzten Jahre zugenommen hat. Bisher existieren im Bereich der Versorgung und der Kosten dieser Störung vor allem Studien aus dem Ausland. Diese sind jedoch aufgrund unterschiedlicher Gesundheitssysteme und Rahmenbedingungen nur bedingt auf die deutsche Situation übertragbar.

Projektziel:

Beim ASD-Net handelt es sich um einen großen vom BMBF geförderten Forschungsverbund, der sich umfassend dem Thema Autismus-Spektrum-Störungen von den molekularen Grundlagen, über Diagnostik und Therapie bis hin zur Versorgung und deren Kosten widmet.

Unser Teilprojekt (TP 5) beschäftigt sich damit, ein wirklichkeitsnahes Bild der Versorgungsverläufe, Inanspruchnahme sowie der anfallenden Ressourcenverbräuche von Autismus-Spektrum-Störungen zu erstellen. Ziel ist es, anhand der gewonnenen Erkenntnisse Möglichkeiten einer effizienteren Versorgung aufzuzeigen.

Methode:

Die Datengrundlage bilden die Patientinnen und Patienten, die in den Studienzentren Marburg, Dresden, Berlin und Mannheim behandelt werden. Diese schließen sowohl Kinder und Jugendliche wie auch Erwachsene ein. Für die Studie werden spezifische Fragebögen entwickelt.

Neben eigenen Datenerhebungen wird mittels systematischer Literaturrecherche aufgearbeitet, welche Studien international bereits zu den Forschungsfragen vorliegen und wie diese mit den von uns gefundenen Ergebnissen übereinstimmen.

Projektpartner:

Universitätsklinikum Marburg, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie

http://www.uni-marburg.de/fb20/kjp/forschung/aut

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie

http://www.kjp-dresden.de/

ZI Mannheim, Abteilung klinische Psychologie

http://www.zi-mannheim.de/forschung/abteilungen/klinpsych.html

Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig, Abteilung Soziale Neurowissenschaft

http://www.cbs.mpg.de/depts/singer

Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

http://psychiatrie.charite.de/module/modulare_bereiche/persoenlichkeitsstoerungen_und_ptsd/

Universität Bremen, Zentrum für Sozialpolitik (ZeS), Abteilung Gesundheitsökonomie, Gesundheitspolitik und Versorgungsforschung

http://www.zes.uni-bremen.de/abteilungen/gesundheitsoekonomie-gesundheitspolitik-und-versorgungsforschung/

PROCLAIR – Zusammenführung von Patientenbefragungen mit Krankenkassendaten zur Versorgungsforschung in der Rheumatologie

Studienleitung:

Angela Zink (DRFZ, Berlin)

http://www.drfz.de/versorgungsforschung/

Falk Hoffmann

Verantwortliche Wissenschaftlerinnen:

Sabrina Hense

Johanna Callhoff (DRFZ, Berlin)

Förderung:

BMBF (Februar 2015 bis Juli 2019)

http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/4637.php

Aktueller Status:

Das Projekt hat begonnen und die erste Befragung läuft gerade.

Links:

Beschreibung:

Hintergrund:

Chronische Erkrankungen des Bewegungsapparates gehören zu den wichtigsten Ursachen von Behinderung und verringerter Lebensqualität. Sie verursachen hohe gesellschaftliche Kosten durch Behandlung, Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung. Für die rheumatoide Arthritis, einer oft schleichend verlaufenden aber auch durch plötzlich eintretende Schmerzen in den kleinen Finger- oder Zehengelenken gekennzeichneten Erkrankung, werden Betroffene trotz wirksamer Behandlungsstrategien und hochwertiger Leitlinien oft erst sehr spät durch internistische Rheumatologen gesehen. Wie die nicht rheumatologisch betreuten Patienten versorgt werden, welche Krankheitslast und Krankheitsfolgen sie zu tragen haben, und welche Versorgungsunterschiede bestehen, ist nicht bekannt. Auch für die ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew), einer chronisch entzündlichen rheumatischen Erkrankung mit Schmerzen und Versteifung von Gelenken, sowie Arthrosen der Hüft- und Kniegelenke wissen wir wenig über die allgemeine Versorgungssituation.

Projektziel:

Das Ziel des Verbundes ist es deshalb, neue und grundlegende Erkenntnisse über die Versorgungssituation, die Krankheitslast und die Kosten der Behandlung von Personen mit drei wichtigen muskuloskelettalen Erkrankungen zur gewinnen. Diese sind die beiden entzündlich-rheumatischen Krankheitsbilder rheumatoide Arthritis (RA) und ankylosierende Spondylitis (AS) sowie die auf degenerative Veränderungen zurück gehenden Arthrosen der Hüft- oder Kniegelenke. Während wir durch verschiedene Register und Kohortenstudien gute Kenntnisse über die Versorgungssituation von rheumatologisch betreuten Patienten haben, wissen wir sehr wenig darüber, wie Betroffene heute versorgt werden, die sich in ausschließlich hausärztlicher oder nicht spezialisierter Versorgung befinden. Von besonderem Interesse ist, ob es Versorgungsunterschiede in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht, Wohnregion oder sozialem Status gibt.

Methode:

Datengrundlage bilden die Routinedaten der BARMER GEK, mit ca. 9 Mio. Versicherten eine der größten Krankenkassen Deutschlands. Aus diesen Daten wird für jede der drei Krankheitsgruppen eine Stichprobe im Umfang von 4.000 bis 6.000 Versicherten gezogen und postalisch befragt.

Die aus den Fragebögen generierten Informationen werden mit den Routinedaten der Versicherten zusammengeführt, so dass über die Kombination dieser beiden Erhebungsmethoden eine Vielzahl an Daten zur individuellen Einschätzung der Betroffenen sowie zur Inanspruchnahme und den daraus resultierenden Kosten zur Verfügung steht.

Projektpartner:

Deutsches Rheuma-Forschungszentrum (DRFZ): Ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft

http://www.drfz.de/versorgungsforschung/

BARMER GEK

https://www.barmer-gek.de

Charité Universitätsmedizin Berlin, Rheumatologie, Standort Benjamin Franklin Klinikum

http://www.rheumatologie-berlin.de/

Carl Gustav Carus Universität Dresden, Klinik und Poliklinik für Orthopädie

http://www.uniklinikum-dresden.de/ouc

Carl Gustav Carus Universität Dresden, Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung

http://www.uniklinikum-dresden.de/zegv

Universität Bremen, Zentrum für Sozialpolitik (ZeS), Abteilung Gesundheitsökonomie, Gesundheitspolitik und Versorgungsforschung

http://www.zes.uni-bremen.de/abteilungen/gesundheitsoekonomie-gesundheitspolitik-und-versorgungsforschung/ 

Schmerzmittel in der ambulanten Versorgung von älteren Patienten

Studienleitung:

Falk Hoffmann

Gerd Glaeske (ZeS, Uni Bremen)

http://www.zes.uni-bremen.de/das-zentrum/organisation/mitglieder/gerd-glaeske/

Verantwortliche Wissenschaftlerinnen:

Jana Schulze (ZeS, Uni Bremen)

http://www.zes.uni-bremen.de/das-zentrum/organisation/mitglieder/jana-schulze/

Förderung:

Dr. Werner Jackstädt-Stiftung (April 2014 bis März 2016)

http://www.jackstaedt-stiftung.de/

Aktueller Status:

Das Projekt befindet sich in der Auswertungsphase.

Links:

Beschreibung:

Hintergrund:

Schmerzen sind ein bedeutsames und häufiges Gesundheitsproblem bei älteren Menschen und sie haben einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität der Betroffenen. Bei der Behandlung von tumorbedingten und nicht-tumorbedingten Schmerzen sieht der Stufenplan der World Health Organization (WHO) bei Bedarf eine schrittweise Eskalation der Therapieintensität mit Analgetika vor. Jedoch müssen altersbedingte Veränderungen der Pharmakokinetik und –dynamik, eine häufig bereits bestehende Polymedikation, das altersspezifische Nebenwirkungsspektrum sowie mögliche Arzneimittelinteraktionen beachtet werden. Leitlinien zum Schmerzmanagement bei älteren Menschen existieren vorwiegend für den angelsächsischen Raum, diese berücksichtigen jedoch deutsche Marktgegebenheiten nicht (z. B. ist der Wirkstoff Metamizol in vielen Ländern nicht zugelassen).

Projektziel:

Das Ziel dieses Projektes ist es, einen umfassenden Überblick über die Versorgung mit Schmerzmitteln bei älteren Menschen zu geben. Dazu wird die Verschreibung einzelner Wirkstoffe bzw. Wirkstoffgruppen des WHO-Stufenplans auf alters- und geschlechtsspezifische sowie regionale Unterschiede hin untersucht. Weiterhin soll ermittelt werden, wie häufig und welche Schmerzmittel bei neu in ein Pflegeheim aufgenommenen Bewohnern mit und ohne Krebserkrankungen eingesetzt werden.

Methode:

Datengrundlage sind die Routinedaten der Gmünder ErsatzKasse (GEK) bzw. der BARMER GEK. Die GEK war eine gesetzliche Krankenversicherung mit 1,8 Mio. Versicherten, die 2010 mit der BARMER Ersatzkasse zur BARMER GEK fusionierte (ca. 9 Mio. Versicherte). Diese Datenbasis bietet die Chance auf einen umfassenden Einblick in das Versorgungsgeschehen.

Für die Analysen werden Diagnose- und  Arzneimittelverordnungsdaten aus der ambulanten Versorgung sowie Daten der sozialen Pflegeversicherung herangezogen.

Projektpartner:

Universität Bremen, Zentrum für Sozialpolitik (ZeS), Abteilung Gesundheitsökonomie, Gesundheitspolitik und Versorgungsforschung

http://www.zes.uni-bremen.de/abteilungen/gesundheitsoekonomie-gesundheitspolitik-und-versorgungsforschung/

Universität Bremen, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Abteilung Versorgungsforschung

http://www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-1--versorgungsforschung/

Abteilung Allgemeinmedizin

http://www.uni-oldenburg.de/allgemeinmedizin/ 

 

IMREN – Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit bei Pflegeheimbewohnern

Studienleitung:

Falk Hoffmann

Guido Schmiemann (IPP, Uni Bremen)

http://www.ipp.uni-bremen.de/homepages/schmiemann/index.php

Verantwortliche Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen:

Förderung:

KfH-Stiftung Präventivmedizin (April 2014 bis September 2015)

http://www.kfh-stiftung-praeventivmedizin.de

Aktueller Status:

Abgeschlossen

Links:

Beschreibung:

Hintergrund:

Ein höheres Lebensalter, begleitende Erkrankungen und eine bestehende (Poly)medikation sind bekannte Risikofaktoren für eine chronische Niereninsuffizienz und damit einhergehende Probleme im Bereich der Arzneimitteltherapiesicherheit. Durch eine an die Nierenfunktion angepasste Medikation können unerwünschte Arzneimittelwirkungen reduziert und Krankenhauseinweisungen verhindert werden. Pflegeheimbewohner sind durch ein besonders hohes Maß an chronischen Erkrankungen sowie körperliche und kognitive Einschränkungen gekennzeichnet. Nach der internationalen Literatur liegt in dieser Gruppe auch der Anteil Betroffener mit einer chronischen Niereninsuffizienz deutlich höher als in der (gleichaltrigen) Allgemeinbevölkerung. Allerdings fehlen für Deutschland bislang Daten zur Häufigkeit einer eingeschränkten Nierenfunktion bei Pflegeheimbewohnern und dazu, wie häufig Medikamente in diesem Kollektiv nicht an die Nierenfunktion angepasst sind.

Projektziel:

Ziel ist es einerseits zu ermitteln, wie häufig bei Pflegeheimbewohnern eine eingeschränkte Nierenfunktion vorliegt und wie häufig diese Medikamente erhalten, die nicht oder nicht ausreichend an die Nierenfunktion angepasst sind. Weiteres Ziel ist die Entwicklung von Maßnahmen zur Vermeidung unerwünschter Arzneimittelwirkungen bei Pflegeheimbewohnern, die aus einer nicht an die Nierenfunktion angepassten Dosierung resultieren.

Methode:

In einer Querschnittstudie werden in etwa 20 Heimen in Bremen und dem niedersächsischen Umland Daten zu Diagnosen, Laborwerten und Medikation von insgesamt knapp 900 Bewohnern erfasst.

Die Daten werden durch das Pflegepersonal vor Ort erhoben und anonymisiert an die Forscher weitergegeben.

Die Auswertung der erhobenen Daten stellt die Grundlage für die Entwicklung von Maßnahmen zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit dar. Hierfür werden Fokusgruppen gemeinsam mit allen an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen (Pflegekräfte, Hausärzte, Nephrologen und Apotheker) durchgeführt.

Projektpartner:

Universität Bremen, Zentrum für Sozialpolitik (ZeS), Abteilung Gesundheitsökonomie, Gesundheitspolitik und Versorgungsforschung

http://www.zes.uni-bremen.de/abteilungen/gesundheitsoekonomie-gesundheitspolitik-und-versorgungsforschung/

Universität Bremen, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Abteilung Versorgungsforschung

http://www.ipp.uni-bremen.de/forschung/abteilung-1--versorgungsforschung/

Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen, Medizinische Klinik

http://www.roteskreuzkrankenhaus.de/kliniken/medizin/chef/

Medizinische Hochschule Hannover (MHH), Institut für Allgemeinmedizin, Arbeitsgruppe Medizinische Statistik und IT-Infrastruktur

https://www.mh-hannover.de/26534.html

Weitere mit Eigenmitteln durchgeführte Projekte

Medizinische und pflegerische Versorgung bei Demenzerkrankten

Beschreibung:

Hierbei handelt es sich um ein bis 2011 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Kompetenznetzes Degenerative Demenzen (KNDD) (Förderkennzeichen: O1GI0710, 01GI0716, 01GI0717) und anschließend bis 2014 durch die Jackstädt Stiftung gefördertes Projekt.

Datengrundlage bildeten die Routinedaten der Gmünder ErsatzKasse (GEK) der Jahre 2004 bis 2010. Deutschlandweit waren 2006 in der GEK über 1,6 Millionen Personen versichert, davon etwa 150.000 mit einem Alter von über 65 Jahren. Aus diesem Datenbestand wurde sowohl eine Kohorte von 1.848 inzident Dementen und 7.392 nach Alter und Geschlecht gematchten Kontrollen sowie Patienten mit prävalenter Demenz (z.B. 8.042 Personen im Jahr 2009) untersucht. Bisherige Studien befassten sich u.a. mit der medikamentösen und ambulant-ärztlichen Versorgung von Demenzpatienten, aber auch mit Fragen zur geriatrietypischen Multimorbidität und Pflegebedürftigkeit, zur Mortalität nach Demenzdiagnose und Dauer bis zu einer Aufnahme in ein Pflegeheim sowie zur Häufigkeit von Demenz bei Pflegeheimbewohnern.

Mit den vorhandenen Daten erfolgen aktuell weitere Analysen.
 

Webmaster (Stand: 11.10.2018)