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Studienberatung Fachbachelor Informatik

Dr. Ute Vogel-Sonnenschein ( FSB Fachstudienberatung Bachelor Informatik )

A05 2-228 (» Adresse und Lageplan )

Dienstags, 14-15 Uhr und nach Vereinbarung; Studierende können zusätzliche Termine unter meinem Profil im StudIP reservieren.

+49 441 798-2752  (F&P


Studienplan des Fachbachelor Informatik

Der empfohlene Aufbau des Fachbachelor-Studiengangs sieht jeweils fünf Module pro Semester vor. Das Studium der Basis- und Aufbaumodule nach diesem Plan ist zu empfehlen, da die Reihenfolge der Module in diesem Plan inhaltliche Abhängigkeiten zwischen Modulen berücksichtigt.

Die Zuordnung der Module zu den einzelnen Semestern ist jedoch nicht fest vorgeschrieben - besonders bei den Akzentsetzungsmodulen kann sich herausstellen, dass eine andere, individuelle Reihenfolge sinnvoller ist. Die Fachstudienberater helfen Ihnen gerne, falls Sie von diesem Modellstudienplan abweichen müssen.

Unter Praxisbezug im Studium finden Sie auch einen kleinen Einblick in die Inhalte der im Studienplan genannten Module. Die Modulbeschreibungen und Veranstaltungszeiten der im aktuellen Semester angebotenen Informatik-Module finden Sie auch über das Modulverzeichnis.

Sollten Sie nicht nach diesem Studienverlaufsplan studieren, können Sie sich bei der Auswahl von Modulen an den Fach-Studienberater oder an Ihren Mentor wenden.

Empfohlener Studien(verlaufs)plan

Anmerkungen

Die farblichen Hintergründe haben die folgende Bedeutung:

Basismodul (BM)
 
Basismodule dienen der Vermittlung von Grundwissen. Sie müssen von allen Studierenden des Studiengangs gehört werden.
 Aufbaumodul (AM) Aufbaumodule vermitteln ebenfalls wichtige Grundlagen des Faches oder der Mathematik und gehören daher zum Pflichtbereich des Studiums. Sie bauen teilweise auf dem Vorwissen aus den Basismodulen auf.
 Akzentsetzungsmodul Durch die Akzentsetzungsmodule (AS) können Sie Ihrem Studium eine individuelle Ausrichtung geben. Sie können (Im Fachbachelor Informatik) zum Studium von Vertiefungsrichtungen genutzt werden, können aber auch aus dem Katalog der Akzentsetzungsmodule des Studiengangs frei zusammengestellt werden.

 Professionalisierung

 

Professionalisierungsmodule stellen den Erwerb berufsbezogener, praktischer Kenntnisse und Fertigkeiten in den Vordergrund. Hierzu gehören einerseits Praxismodule als Pflichtmodule sowie auf den Studiengang abgestimmte und daher dringend empfohlene Module (PB215, PB 216, PB 85, PB 86). Andererseits haben Sie auch die Möglichkeit Module aus dem Gesamtangebot des Professionalisierungsbereiches zu wählen, wobei auf Antrag auch Fachmodule (aus der Informatik oder aus einem anderen, zulassungsfreien Fach) gewählt werden dürfen.
 

Praxismodule

Bachelorabschlussmodul Im Bachelorabschlussmodul schreiben Sie Ihre Bachelorarbeit. Dabei werden Sie von einem Lehrenden in einem begleitenden Seminar individuell betreut und tragen schließlich in einem Abschlusskolloquium Ihre Ergebnisse vor.

Praxis- und Anwendungsbezug der Informatik-Module

Am Studienverlaufsplan des Fachbachelor Informatik ist erkennbar, dass alle unsere Grundlagenmodule auch für praktische Anwendungen relevant sind:

Zu den stark grundlagenorientierten Modulen gehören die Mathematik-Module (Diskrete Strukturen, Analysis, Lineare Algebra, Mathematik speziell (= Numerik, Analysis II oder Statistik) sowie die Grundlagen der Theoretischen Informatik (Logik, Formale Sprachen und Automaten,...).

  • Die Mathematik liefert nicht nur Formalismen, die wir in der Informatik dringend benötigen, um uns präzise und prägnant ausdrücken zu können. Sie übt auch das logisch strukturierte und abstrakte Denken.
  • Die Theorie-Module bilden beispielsweise eine Grundlage für Schaltungsentwurf, also Technische Informatik, aber auch für Programmiersprachen (Praktische Informatik) und viele andere Anwendungen.
  • Die beiden Module zur Technischen Informatik beschäftigen sich damit, wie Rechner konstruiert sind und welche Aspekte beim Hardwareentwurf zu beachten sind. Dies wird praktisch untermauert durch das Praktikum Technische Informatik im 4. Semester, wo tatsächlich ein kleiner Hardwareentwurf durchgespielt wird, Lego Mindstorms Roboter programmiert, ein wenig gelötet wird und anderes mehr.

Die Module der Praktischen Informatik sorgen zunächst für eine solide Grundlage in der Softwareerstellung:

  • In Programmierung, Datenstrukturen und Algorithmen (PDA) lernen Sie die imperativen und prozeduralen Bestandteile von Programmiersprachen (z.Zt. Java) sowie Strukturen und Verfahren zur effizienten Verarbeitung von Daten kennen.
  • Das Modul Objektorientierte Modellierung und Programmierung (OMP) führt Sie dann an  objektorientierten Konzepte von Programmiersprachen heran. Auch dies erlernen Sie am Beispiel der Programmiersprache Java. Sie lernen außerdem, wie die Strukturen eines Programms durch UML-Diagramme modelliert werden.
  • Nach diesen beiden Modulen und etwas Programmiererfahrung soll sich jeder unserer Studenten neue Programmiersprachen selbst beibringen können (weil man weiß, worauf es ankommt).
  • Das Modul Softwaretechnik I (SWT) vermittelt Ihnen einen ersten Einblick,  wie man in einem großen Softwareprojekt die Anforderungen der Auftraggeber erfasst und wie man ein Projekt mit vielen MitarbeiterInnen so strukturieren kann, dass es erfolgreich und termingerecht fertig wird.
  • Im einjährigen Softwareprojekt setzen Sie die in SWT erlernten Techniken  gleich ein, um ein  eine größere Aufgabe in einem Team von Studierenden zu lösen. Hier wendet man auch Techniken an, die im begleitenden Modul Informatiosnsysteme I  sowie im Module Soft Skills (s.u.) vermittelt wurden.

Den Sinn der anderen Praktischen Module kann man bereits aus deren Bezeichnung ersehen:

  • Informationssysteme I: In den meisten Anwendungen ist die angemessene Speicherung von Informationen in Datenbanken eine wichtige Funktionalität in einem Softwaresystem.
  • Betriebssysteme I: Ohne Betriebssystem würde ein Computer nicht laufen. Wie aber ist ein Betriebssystem aufgebaut und wie funktioniert es?
  • Rechnernetze: Wie funktionieren Rechnernetze, wie z.B. das Internet? Wie werden Informationen übertragen? Dies und viele andere Aspekte erlernen Sie hier.

Der Professionalisierungsbereich gibt unsere Studierenden die Möglichkeit auch überfachliche Kompetenzen zu erwerben. Die Module

  • Soft Skills, in dem Studierende die Gelegenheit haben, ihre allgemeinen Fähigkeiten, Einstellungen und Wissenselemente, so genannte Schlüsselkompetenzen, bewusster zu erleben und gezielt zu erweitern, und
  • Informatik und Gesellschaft, das zum Nachdenken über die durch Informationstechnik beursachten Veränderungen anregt.
  • Proseminar: hier erarbeiten Sie sich das Wissen zu einer bestimmten Fragestellung unter Anleitung eines Lehrenden selbst und lernen eine wiss. Ausarbeitung dazu anzufertigen und ihre Ergebnisse in einem Vortrag vorzustellen.
  • Forschungsseminar: Im Forschungsseminar haben Sie die Gelegenheit sich in eine Forschungsfrage einzuarbeiten, die auch als Thema Ihrer Abschlussarbeit dienen kann.

sind im Studienverlaufsplan des Studiengangs als dringende Empfehlung fest verankert.


Alle übrigen Themen und Veranstaltungen können nach eigenem Interesse gewählt werden, d.h.

  • wer stärker "Hands-on" arbeiten will, wählt Praktika, 
  • wer stärker eigenständig arbeiten und forschen will, wählt viele Seminare,
  • wer mehr von den theoretischen Hintergründen wissen will, Module aus der Theoretischen Informatik, usw.
  • wer speziell etwas über einen Anwendungsbereich lernen will, sucht sich entsprechende Module (evtl. aus einer Vertiefungsrichtung) aus.

Auch das Thema der Bachelorarbeit und der Seminare kann man nach individuellen Interessen wählen.
Wie praxisorientiert ein Studium wird, ist also nach dem Studium der Basis- und Aufbaumodule  jedem Studierenden weitgehend selbst überlassen, wobei wir unsere Studierenden durch das Angebot von Vertiefungsrichtungen sowie durch Mentoring und Studienberatung unterstützen.

Alle unsere Vorlesungen werden durch Übungen begleitet, in denen man im Team regelmäßig Aufgaben zum Vorlesungsstoff lösen soll. Dies macht es einfacher, sich auch kreativ miit den Vorlesungsinhalten auseinanderzusetzen und sie dadurch besser zu verstehen.

Und zu guter Letzt: Wir geben vielen unserer Studierenden die Möglichkeit, schon im Studium in Projekten als studentische MitarbeiterInnen mitzuwirken. Auch unser Forschungsinstitut OFFIS, viele regionale Firmen und andere Bereiche innerhalb der Universität bieten viele Jobs für Informatik-StudentInnen.

Die Möglichkeit tatsächlich praktisch an konkreten forschungs- und anwendungsorientierten  Problemen zu arbeiten (und dabei Erfahrungen zu sammeln und Geld zu verdienen), wird auch von ca. 70% unserer Studierenden genutzt, so dass wir in Oldenburg auf den Zwang ein (oft unbezahltes) Betriebspraktikum im Studium ableisten zu müssen, verzichten.

Theorie oder Praxis?

Universitätsstudiengänge - gerade auch in den Ingenieurwissenschaften - haben tatsächlich einen hohen theoriebezogenen Anteil. Das liegt daran, dass man ein solides Grundlagenwissen benötigt, um die in der Zukunft anstehenden Entwicklungen richtig einordnen und bewerten zu können. Wenn Sie von Ihrer Ausbildung erwarten, in den heute gängigen Werkzeugen bestimmter Hersteller fit gemacht zu werden, wäre ein (Universitäts-)Studium daher nicht das richtige.
Wer in seinem Studium grundlegende Methoden, Konzepte, Theorien und Strukturen gelernt hat, hat es einfacher auch bei zukünftigen Entwicklungen Schritt zu halten, denn diese veralten nicht so schnell wie konkrete anwendungsbezogene Werkzeuge.
Im Informatik-Studium werden daher herstellerunabhängige, grundsätzlich "wahre" Prinzipien und Grundlagen vermittelt und aktuell verfügbare Softwarewerkzeuge oder Programme zur Verdeutlichung bestimmter Prinzipien eingesetzt.

Webu/smasq+pter8vc (marco.grr+etjawunder@uol9f.djapoe) (Stand: 02.09.2019)