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Studienberatung Fachbachelor Informatik

Dr. Ute Vogel-Sonnenschein ( FSB Fachstudienberatung Bachelor Informatik )


Studienstruktur und -plan, Module

Informatik-Module

Fachmodule aus der Informatik (ab 2020)

Das Bachelor-Studium hat eine Regelstudienzeit von sechs Semestern - um das Studium in dieser Zeit abzuschließen, empfiehlt der Studienverlaufsplan des Fachbachelor-Studiengangs Informatik pro Semester jeweils fünf Module (mit zusammen 30 Kreditpunkten) zu belegen.

  • Basis- und Aufbaumodule vermitteln Ihnen in den ersten beiden Studienjahren grundlegendes Basiswissen. Diese Module müssen von allen Studierenden des Studiengangs besucht und bestanden werden.
  • Fünf Wahlmodule (30 KP) können zur Akzentsetzung eingesetzt werden. Hier können Sie sich fünf beliebige Veranstaltungen aus dem Angebot der Informatik zusammenstellen oder den Studienempfehlungen für eine Vertiefungsrichtung folgen. Diese Module können auch zur Anrechnung eines bereits studierten Fachs im Umfang von 30 Kreditpunkten genutzt werden.
  • In den Modulen des Wahlbereichs "Informatik, Kultur und Gesellschaft" werfen Sie einen kritischen Blick auf die gesellschaftlichen Auswirkungen der Informationstechnologie und Digitalisierung der Gesellschaft.

  • Im Proseminar werden Sie angeleitet, sich ein wissenschaftliches Thema zu erarbeiten, nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten einen Artikel dazu zu verfassen und Ihre Erkenntnisse in einem wissenschaftlichen Vortrag darzustellen - eine wichtige Vorbereitung für die Abschlussarbeit

  • Im  Forschungsseminar vertiefen Sie Ihre Fähigkeiten zum eigenständigen, wissenschaftlich geprägten Vorgehen in der Informatik. Das  Forschungsseminar kann auch im gleichen Themengebiet wie die beabsichtigte Abschlussarbeit gewählt werden und so eine vertiefte Behandlung des Bachelorarbeitsthemas ermöglichen.

Fachmodule aus der Informatik (bis 2020)

Das Bachelor-Studium hat eine Regelstudienzeit von sechs Semestern - um das Studium in dieser Zeit abzuschließen, empfiehlt der Studienverlaufsplan des Fachbachelor-Studiengangs Informatik pro Semester fünf Module (mit zusammen 30 Kreditpunkten) zu belegen.

  • Basis- und Aufbaumodule vermitteln Ihnen in den ersten beiden Studienjahren grundlegendes Basiswissen. Diese Module müssen von allen Studierenden des Studiengangs besucht und bestanden werden.
  • Fünf Wahlmodule (30 KP) können zur Akzentsetzung eingesetzt werden. Hier können Sie sich fünf beliebige Veranstaltungen aus dem Angebot der Informatik zusammenstellen oder den Studienempfehlungen für eine Vertiefungsrichtung folgen. Diese Module können auch zur Anrechnung eines bereits studierten Fachs im Umfang von 30 Kreditpunkten genutzt werden.
  • Im Verlauf Ihres Studiums müssen Sie mindestens ein Seminar belegen (im Akzentsetzungsbereich inf808 Aktuelle Themen der Informatik oder im Professionalisierungsbereich inf800 Proseminar oder pb216 Forschungsseminar.

Bachelorabschlussmodul

Das Bachelorabschlussmodul besteht aus dem Anfertigen der Bachelorabschlussarbeit sowie einem begleitenden Seminar, in dem Sie mit Ihren Betreuern über die Arbeit diskutieren. Nach Abgabe der Arbeit präsentieren Sie Ihre  Ergebnisse im Oberseminar der Arbeitsgruppe.

Empfohlener Studienverlaufsplan

Empfohlener Studien(verlaufs)plan für StudienanfängerInnen ab dem WiSe 2020/21

Empfohlener Studien(verlaufs)plan für StudienanfängerInnen VOR dem WiSe 20/21

Anmerkungen

Die farblichen Hintergründe haben die folgende Bedeutung:

Basismodul (BM)
 
Basismodule dienen der Vermittlung von Grundwissen. Sie müssen von allen Studierenden des Studiengangs gehört werden.
 Aufbaumodul (AM) Aufbaumodule vermitteln ebenfalls wichtige Grundlagen des Faches oder der Mathematik und gehören daher zum Pflichtbereich des Studiums. Sie bauen teilweise auf dem Vorwissen aus den Basismodulen auf.
 Akzentsetzungsmodul Durch die Akzentsetzungsmodule (AS) können Sie Ihrem Studium eine individuelle Ausrichtung geben. Module aus dem Katalog der Akzentsetzungsmodule des Studiengangs können (im Fachbachelor Informatik) zum Studium von Vertiefungsrichtungen dienen; sie können aber auch frei zusammengestellt werden.

 Professionalisierung

 

Professionalisierungsmodule stellen den Erwerb berufsbezogener, praktischer Kenntnisse und Fertigkeiten in den Vordergrund. Hierzu gehören einerseits Praxismodule als Pflichtmodule sowie auf den Studiengang abgestimmte und daher dringend empfohlene Module (PB215, PB 216, PB 85, PB 86). Andererseits haben Sie auch die Möglichkeit Module aus dem Gesamtangebot des Professionalisierungsbereiches zu wählen, wobei auf Antrag auch Fachmodule (aus der Informatik oder aus einem anderen, zulassungsfreien Fach) gewählt werden dürfen.
 

Praxismodule

Professionalisierungsbereich

Der Professionalisierungsbereich umfasst 33 Kreditpunkte* sowie das Bachelorabschlussmodul: Hier habe Sie die Möglichkeit sowohl fachliche Kompetenzen zu vertiefen als auch mit überfachlichen Inhalte zu verbinden:

  • In den Praxismodulen (15 KP) "Software-Projekt"  und "Praktikum Technische Informatik" sammeln Sie Erfahrungen in der Durchführung von Softwareprojekten sowie im Hardware-Entwurf. Diese Module müssen im Fach-Bachelor Informatik besucht werden.

  • In den weiteren Modulen des Professionalisierungsbereiches können Sie aus einem Katalog von Modulen wählen: Die angebotenen Module umfassen Sprachmodule sowie Module der Philosophie und einiger anderer Fächer. Sie können auf Antrag als Austauschmodule aber auch durch Module der Informatik ersetzt werden.
  •  
  • * Für Studierende, die ihr Studium vor dem WiSe20/21 begonnen haben, umfasst der Professionalisierungsbereich 45 KP, wobei mindestens ein Seminar (z.B. inf800 Proseminar) sowie die Praxismodule (wie oben beschrieben) belegt werden müssen. Die Belegung der Module "pb085 Soft Skills" und "inf851 Informatik und Gesellschaft" wird dringend empfohlen.

Theorie oder Praxis?

Universitätsstudiengänge - gerade auch in den Ingenieurwissenschaften - haben einen hohen theoriebezogenen Anteil. Das liegt daran, dass ein solides Grundlagenwissen notwendig ist, um die in der Zukunft anstehenden Entwicklungen richtig einordnen und bewerten zu können. Wenn Sie von Ihrer Ausbildung nur erwarten, in den heute gängigen Werkzeugen bestimmter Hersteller fit gemacht zu werden, wäre ein (Universitäts-)Studium daher nicht das richtige.
Wer in seinem Studium grundlegende Methoden, Konzepte, Theorien und Strukturen gelernt hat, hat es einfacher auch bei zukünftigen Entwicklungen Schritt zu halten, denn diese veralten nicht so schnell wie konkrete anwendungsbezogene Werkzeuge.
Im Informatik-Studium werden daher herstellerunabhängige, grundsätzlich "wahre" Prinzipien und Grundlagen vermittelt und aktuell verfügbare Softwarewerkzeuge oder Programme zur Verdeutlichung bestimmter Prinzipien eingesetzt.

Praxis- und Anwendungsbezug der Informatik-Module

Am Studienverlaufsplan des Fachbachelor Informatik ist erkennbar, dass alle unsere Grundlagenmodule auch für praktische Anwendungen relevant sind:


Zu den stark grundlagenorientierten Modulen gehören die Mathematik-Module (Diskrete Strukturen, Analysis, Lineare Algebra, Mathematik speziell (= Numerik, Analysis II oder Statistik) sowie die Grundlagen der Theoretischen Informatik (Logik, Formale Sprachen und Automaten,...).

  • Die Mathematik liefert nicht nur Formalismen, die wir in der Informatik dringend benötigen, um uns präzise und prägnant ausdrücken zu können. Sie übt auch das logisch strukturierte und abstrakte Denken.

  • Die Theorie-Module bilden beispielsweise eine Grundlage für Schaltungsentwurf, also Technische Informatik, aber auch für Programmiersprachen (Praktische Informatik) und viele andere Anwendungen.

  • Die beiden Module zur Technischen Informatik beschäftigen sich damit, wie Rechner konstruiert sind und welche Aspekte beim Hardwareentwurf zu beachten sind. Dies wird praktisch untermauert durch das Praktikum Technische Informatik im 4. Semester, wo tatsächlich ein kleiner Hardwareentwurf durchgespielt wird, Lego Mindstorms Roboter programmiert, ein wenig gelötet wird und anderes mehr.

Die Module der Praktischen Informatik sorgen zunächst für eine solide Grundlage in der Softwareerstellung:

  • Im Programmierkurs lernen Sie eine Programmiersprache (z.Zt. Java) - im Modul Programmierung und Algorithmen lernen Sie, welche Arten von Programmiersprachen es gibt und welche wichtigen Konzepte eine Programmiersprache besitzt.
    Nach diesen Modulen und etwas Programmiererfahrung soll sich jeder unserer Studenten neue Programmiersprachen selbst beibringen können (weil man weiß, worauf es ankommt).

  • Das Modul Algorithmen und Datenstrukturen sensibilisiert dafür, dass man beim Schreiben von Programmen beachten muss, dass sie schnell abgearbeitet werden müssen und auch nicht zu viel Speicherplatz benötigen sollen. Es zeigt wichtige Musterbeispiele auf, an denen man sich bei der eigenen Programmierung orientieren kann.

  • Das Modul Softwaretechnik bringt Studierenden bei, wie man ein großes Softwareprojekt mit vielen MitarbeiterInnen so strukturieren kann, dass es erfolgreich und termingerecht fertig wird.

  • Das Programmieren im Kleinen (Programmierkurs) und im Großen (Softwaretechnik) wir im einjährigen Softwareprojekt angewendet, wo eine mittelschwere Aufgabe in einem Team von Studierenden gelöst wird. Hier wendet man auch Techniken an, die im Modul Soft Skills (s.u.) vermittelt wurden 

Den Sinn der anderen Praktischen Module kann man bereits aus deren Bezeichnung ersehen:

  • Informationssysteme: In den meisten Anwendungen ist die angemessene Speicherung von Informationen in Datenbanken eine wichtige Funktionalität in einem Softwaresystem.
  • Betriebssystem: Ohne würde ein Computer nicht laufen. Wie aber funktionieren sie?
  • Rechnernetze: wer will darauf noch verzichten (gibt es ein Leben ohne Internet)? Wie funktionieren Rechnernetze überhaupt? Wie werden Informationen übertragen? Welche Probleme können auftreten?

Der Professionalisierungsbereich gibt unsere Studierenden die Möglichkeit auch überfachliche Kompetenzen zu erwerben. Die Module

  • Soft Skills, in dem Studierende die Gelegenheit haben, ihre allgemeinen Fähigkeiten, Einstellungen und Wissenselemente, so genannte Schlüsselkompetenzen, bewusster zu erleben und gezielt zu erweitern, und
  • Informatik und Gesellschaft, das zum Nachdenken über die durch Informationstechnik beursachten Veränderungen anregt.

sind im Studienverlaufsplan des Studiengangs als dringende Empfehlung fest verankert.


Alle übrigen Themen und Veranstaltungen können nach eigenem Interesse gewählt werden, d.h.

  • wer stärker "Hands-on" arbeiten will, wählt Praktika, 
  • wer stärker eigenständig arbeiten und forschen will, wählt viele Seminare,
  • wer mehr von den theoretischen Hintergründen wissen will, Module aus der Theoretischen Informatik, usw.
  • wer speziell etwas über einen Anwendungsbereich lernen will, sucht sich entsprechende Module (evtl. aus einer Vertiefungsrichtung) aus.

Auch das Thema der Bachelorarbeit und der Seminare kann man nach individuellen Interessen wählen.
Wie praxisorientiert ein Studium wird, ist also nach dem Studium der Basis- und Aufbaumodule  jedem Studierenden weitgehend selbst überlassen, wobei wir unsere Studierenden durch das Angebot von Vertiefungsrichtungen sowie durch Mentoring und Studienberatung unterstützen.

Alle unsere Vorlesungen werden durch Übungen begleitet, in denen man im Team regelmäßig Aufgaben zum Vorlesungsstoff lösen soll. Dies macht es einfacher, sich auch kreativ miit den Vorlesungsinhalten auseinanderzusetzen und sie dadurch besser zu verstehen.

Und zu guter Letzt: Wir geben vielen unserer Studierenden die Möglichkeit, schon im Studium in Projekten als studentische MitarbeiterInnen mitzuwirken. Auch unser Forschungsinstitut OFFIS, viele regionale Firmen und andere Bereiche innerhalb der Universität bieten viele Jobs für Informatik-StudentInnen.

Die Möglichkeit tatsächlich praktisch an konkreten forschungs- und anwendungsorientierten  Problemen zu arbeiten (und dabei Erfahrungen zu sammeln und Geld zu verdienen), wird auch von ca. 70% unserer Studierenden genutzt, so dass wir in Oldenburg auf den Zwang ein (oft unbezahltes) Betriebspraktikum im Studium ableisten zu müssen, verzichten.

Interdisziplinarität und Vertiefungsrichtungen

  • Um unseren Studierenden eine bessere Orientierung hinsichtlich inhaltlich gut zueinander passender Module zu geben, haben wir Studienempfehlungen in Form von Vertiefungsrichtungen definiert. Vertiefungsrichtungen können einerseits innerhalb der Informatik ein bestimmtes Wissensgebiet vertiefen oder interdisziplinär die Anwendung von Informationstechnologien in anderen Disziplinen behandeln.
  • Module des Professionalisierungsbereichs können auch durch Fachmodule des eigenen oder eines anderen Fachs belegt werden, wenn das  andere Fach dies erlaubt (Die Praxismodule Müssen jedoch wie im Studienverlaufsplan angegeben in der Informatik belegt werden.) Dies ermöglicht eine weitere große Flexibilität und Individualität im Studium, da hiermit Module zulassungsfreier Studiengänge nach individuellen Interessen besucht werden können.

    Durch den Professionalisierungsbereich können Module eines (zulassungsfreien) zweiten Faches also auch im Fach-Bachelor Informatik studiert werden.

    Mit dem Fach Musik wurde in diesem Rahmen sogar eine entsprechende Vereinbarung getroffen, um einige Module der Musik auch ohne formale Aufnahmeprüfung für Musik-interessierte Informatik-Studierende öffnen zu können.

(Stand: 21.08.2020)