WärmewendeNordwest
Projektinformationen
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WWNW - Wärmewende Nordwest
Das Projekt „Wärmewende Nordwest“ (WWNW) ist eine groß angelegte, interdisziplinäre Forschungsinitiative, die sich der Förderung der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung im Nordwesten Deutschlands, insbesondere in der Region Oldenburg–Bremen, widmet. Als zentraler Pfeiler der allgemeinen Energiewende befasst sich das Projekt mit der dringenden Notwendigkeit, die CO₂-Emissionen aus Gebäude- und Prozesswärme in den Bereichen Wohnen, Gewerbe und Industrie zu reduzieren. Es verbindet technologische Innovation mit praktischer Umsetzung und zielt darauf ab, die Art und Weise zu verändern, wie der Wärmebedarf gemessen, gesteuert und letztlich durch nachhaltige Energiequellen gedeckt wird.
Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal von WWNW ist der starke Fokus auf Digitalisierung als Wegbereiter der Wärmewende. Das Projekt entwickelt und nutzt digitale Werkzeuge, um den Wärmebedarf in Gebäuden, Stadtteilen und ganzen Gemeinden transparent zu erfassen und zu optimieren. Dazu gehört die Integration von Smart-Meter-Infrastrukturen, die eine sichere und zuverlässige Vernetzung dezentraler Energiekomponenten ermöglichen und die Sektorkopplung zwischen Strom, Wärme und anderen Energiebereichen ermöglichen. Durch diese digitalen Infrastrukturen zielt das Letztendlich zielt Wärmewende Nordwest darauf ab, Akteure – von einzelnen Haushalten bis hin zu Kommunen – zu befähigen, aktiv an der Wärmewende mitzuwirken. Durch die Bereitstellung digitaler Werkzeuge, datengestützter Erkenntnisse und übertragbaren Wissens trägt das Projekt zu effizienteren, klimaneutralen Wärmeversorgungssystemen bei und unterstützt das langfristige Ziel der Klimaneutralität. Gleichzeitig fördert es den Wissenstransfer in Bildung, Industrie und Politik und stellt so sicher, dass seine Ergebnisse über die Projektlaufzeit hinausreichen und die Zukunft nachhaltiger Energiesysteme mitgestalten.Projekt darauf ab, Effizienzpotenziale zu erschließen und datengestützte Entscheidungen für Energiesysteme zu unterstützen.
Das Projekt gliedert sich in sechs Forschungsfelder und übergreifende Aktivitäten, die jeweils unterschiedliche Aspekte des Transformationsprozesses behandeln – von sicheren Kommunikationsinfrastrukturen und Datenplattformen bis hin zu Simulationswerkzeugen und innovativen Versorgungskonzepten. Zusammen bilden diese Komponenten ein integriertes Ökosystem, das aufzeigt, wie digitale Technologien die Planung, den Betrieb und die Optimierung zukünftiger Energiesysteme unterstützen können. Die Ergebnisse werden in realen Kontexten wie Campusgeländen, Stadtvierteln und städtischen Umgebungen getestet und validiert, wodurch praktische Relevanz und Skalierbarkeit sichergestellt werden.
WWNW wird von einem breiten Konsortium aus über 20 Partnern aus Wissenschaft, Industrie, Kommunen und Forschungseinrichtungen durchgeführt, darunter die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und das OFFIS – Institut für Informatik als wichtige Mitwirkende. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt bündelt Fachwissen aus den Bereichen Informatik, Ingenieurwesen und Energiesystemforschung, um gemeinsam innovative Lösungen zu entwickeln. Dieser interdisziplinäre Ansatz stellt sicher, dass technologische Entwicklungen auf die Anforderungen der Praxis und politische Rahmenbedingungen abgestimmt sind.