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Projektinformationen
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Systemdienstleistungen für sichere Stromnetze in Zeiten fortschreitender Energiewende und digitaler Transformation
Die fortschreitende Energiewende stellt das deutsche Stromnetz zunehmend vor Herausforderungen. Erneuerbare Energien werden künftig den wachsenden Energiebedarf decken. Heute ist das Stromnetz für einen sicheren Betrieb noch auf Systemdienstleistungen konventioneller Großkraftwerke angewiesen. Im Leitprojekt „Systemdienstleistungen für sichere Stromnetze in Zeiten fortschreitender Energiewende und digitaler Transformation“ (SiNED) forschen Wissenschaftler des Energieforschungszentrums Niedersachsen (EFZN) mit dem Ziel, bestehende Systemdienstleistungen weiterzuentwickeln und an die sich wandelnden Anforderungen und Möglichkeiten anzupassen. Das interdisziplinäre Projekt wird an den vier EFZN-Forschungsstandorten Braunschweig, Clausthal, Hannover und Oldenburg durchgeführt, die multidisziplinär und eng vernetzt an einem nachhaltigen Stromnetz arbeiten. Das Projekt ist thematisch in drei Kompetenzbereiche unterteilt, die Schnittstellen zueinander haben und jeweils von mehreren Projektpartnern bearbeitet werden. Im Kompetenzbereich „Elektrische Energietechnik” liegt der Schwerpunkt auf der veränderten Erbringung von Systemdienstleistungen im Zuge der Energiewende.
Der Kompetenzbereich „Digitale Transformation / Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)“ entwickelt die notwendigen sicheren Kommunikationsansätze, um diese Bereitstellung in Zukunft reibungslos zu gewährleisten. Abgerundet wird das Projekt durch den Kompetenzbereich „Wirtschafts- und Energierechtliche Fragen“, der sich mit den wirtschaftlichen Optimierungspotenzialen bei der Erbringung von Systemdienstleistungen befasst und untersucht, welche (datenschutzrechtlichen) rechtlichen Einschränkungen zu beachten sind und welche Anpassungen des regulatorischen Rahmens notwendig sind.
In SiNED arbeitet die Gruppe Digitalisierte Energiesysteme der Universität Oldenburg an der Konzeption eines manipulationssicheren IT-basierten Systems für die dezentrale Erbringung und Abrechnung von Systemdienstleistungen. Dazu wird ein Agentensystem zur Kontrahierung der Flexibilität dezentraler Energiequellen entworfen. Es wird mit einem spieltheoretischen Ansatz evaluiert, um mögliches betrügerisches Verhalten zu verstehen. Auf Basis der Ergebnisse wird ein zuverlässiges Transaktionssystem für vollautomatische Aktivierungs- und Abrechnungsprozesse entwickelt. In einer späteren Projektphase werden Anreizsysteme für nicht betrügerisches Verhalten untersucht und ein Transfer der gesammelten Erkenntnisse geplant, um ein vollautomatisches und integriertes System zur Steuerung der verteilten Agenten zu entwerfen.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: https://www.efzn.de/forschung/niedersaechsische-energieforschung-im-ueberblick/efzn-forschungsverbuende-und-kompetenznetzwerke/efzn-leitprojekt-sined