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EINBLICKE Nr. 37 Frühjahr 2003

Der 8. Januar 2003 wird voraussichtlich als ein wichtiges Datum in die junge Geschichte der Universität Oldenburg eingehen. An diesem Tag rief das Präsidium den Senat zu einer Sondersitzung zusammen, um ihn mit einem Papier zu konfrontieren, das unter der Überschrift "Solidarpakt 2010" tiefgreifende und mutige Schnitte in die Struktur der Universität vorsieht. Solidarität wird dabei vor allem von der Verwaltung verlangt, die auf zehn Prozent ihres Personals und ihrer Sachmittel zu Gunsten von Forschung und Lehre verzichten soll. Anders ist das nicht zu machen, weil vom niedersächsischen Landtag keine Zuwächse zu erwarten sind, obwohl sie dringend gebraucht werden. So muss die Universität durch Umschichtung im eigenen Haushalt versuchen, ihr Profil zu stärken und sich im stärker werdenden Konkurrenzkampf besser zu positionieren. Fünf Millionen Euro sollen bis 2010 umgeschichtet werden.

Aber es geht beim Solidarpakt nicht nur um Umverteilung. Ebenso wichtig sind die neuen Konzepte in Lehre und Forschung. Sie hängen nicht allein vom Geld ab, sondern ebenso von der Bereitschaft, alte Pfade zu verlassen und neue zu schaffen. Dazu gehört die grundlegende Reform des Studienbetriebes mit modularisierten Studienangebot und Bachelor- und Masterabschlüssen sowie die klare Definition der Forschungsschwerpunkte. Davon hängt die Zukunft der Universität ab. Die Befürchtung mancher, die Marktanpassung werde dabei zum einzigen Credo erhoben, wird dem Selbstverständnis einer Universität nicht gerecht. Die Universität wird ein Hort kritischer Reflexion bleiben - in der Lehre wie in der Forschung. Was sich aus einem solchen Prozess ergeben kann, zeigt die Umweltforschung, die sich in der Universität Oldenburg sehr früh etabliert und heute einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist.

Zu den Forschungsschwerpunkten zählt heute auch der eLearning-Bereich - ein wahrhaft zukunftsträchtiges Feld, auf dem die Universität Oldenburg bereits große Erfolge aufweisen kann. Vor zwei Jahren gingen drei von vier niedersächsischen Großprojekten, die vom Bundesforschungsministerium für den Multimediaeinsatz in Forschung und Lehre ausgeschrieben waren, nach Oldenburg. An fünf weiteren sind Oldenburger WissenschaftlerInnen beteiligt. Doch darauf reduziert sich das Oldenburger Spektrum nicht. Auch Kinder werden angesprochen, um ihr Interesse schon früh für die Naturwissenschaften zu gewinnen. Und Kinder sind die Zukunft.

Ihr

Gerhard Harms

Presba/se & Komg5kmunivuvkation (pressz/ple@uoq1gtl.vkzwgdend) (Stand: 07.02.2019)