Monitoring
Die Entwicklung nicht-invasiver Methoden zur Überwachung des Meeresbodens
Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung nicht-invasiver Überwachungsmethoden zur Erforschung der Bestandsdichte und Artenzusammensetzung von Fisch- und Wirbellosen-Gemeinschaften sowie der sessilen Epifauna in den Natura-2000-Gebieten rund um das Sylter Außenriff, den Borkumer Riffgrund und die Doggerbank. Darüber hinaus soll erfasst werden, wie sich diese Bestandsgrößen und Artenzusammensetzungen verändern, wenn die Natura-2000-Gebiete von der mobilen Grundfischerei ausgeschlossen werden. Diese neu entwickelten oder angepassten Methoden werden traditionelle Überwachungsmethoden ergänzen, um Veränderungen in den benthischen Gemeinschaften als Reaktion auf eingerichtete Fischereiverbotszonen zu erfassen.
Wir werden mit Köder versehene ferngesteuerte Unterwasservideostationen (BRUVs) mit Stereokamera einsetzen, um die Fisch- und Wirbellosen-Gemeinschaften zu untersuchen. Stereo-BRUVs sind nicht nur in der Lage, die Artenhäufigkeit zu erfassen, sondern auch die Größe einzelner Individuen sowie deren Biomasse zu bestimmen. Darüber hinaus werden wir mittels Tauchgängen Videotranssekte durchführen, um die sessilen Epifauna-Gemeinschaften zu bewerten und zu untersuchen, wie sich diese nach dem Verbot von Grundschleppnetzfischerei erholen werden. Außerdem werden wir autonome Riffüberwachungsstrukturen (ARMS) einsetzen. Diese standardisierten 3D-Strukturen ahmen die komplexe Struktur von Lebensräumen am Meeresboden nach und werden dazu dienen, zu bewerten, wie versteckte Riffgemeinschaften auf die verschiedenen Bewirtschaftungsmaßnahmen reagieren.
siehe MGF-Nordsee