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  • Nächstes Meeting: Jour Fixe 10.06.2022
  • Nächste Feld-Kampagne 21.06-23.06.2022 (Direct Push)

Kontakt (Sprecherin)

Prof. Dr. Gudrun Massmann
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Finanzierung und Laufzeit

Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Laufzeit (1. Phase): 01.04.2021 -31.03.2025

"Subterranean estuary observatory"

Im Rahmen von DynaDeep wurde ein hochauflösendes Probenahme- und Messnetz aufgebaut, welches das gesamte subterrane Ästuar bis zum dichtegetriebenen Saltzwasserkeil in der Tiefe abdeckt. Den harten Umweltbedingungen durch Gezeiten und Sturmfluten trotzend stellt dieses Messnetz ein einzigartiges Observatorium des subterranen Ästuars dar. Das Observatorium (siehe Abbildung unten) besteht aus fest installierten und mobilen Elementen. Weitere Informationen zu den einzelnen Elementen finden Sie unten.

Messpfahl

Auffälligstes Element des DynaDeep-Messfeldes ist ein 7 m hoher Messpfahl, der sich in der Gezeitenzone befindet. Mit Hilfe einer auf dem Messpfahl angebrachte Kamera wird in Kombination mit Dronen und 3-D Lidarmessungen die Strandmorphologie räumlich und zeitlich hochpräzise erfasst. Ein Wellenrekorder liefert zusätzlich Druck- und Temperaturmessungen der Nordsee, wodurch kontinuierlich Wasserstände und Wellenhöhen ermittelt werden. Des Weiteren werden vom Messpfahl fortlaufend Wetterinformationen gesammelt. Die Messungen am Messpfahl werden von Teilprojekt P1 unter Leitung von Prof. Dr. Christian Winter betreut.

Bohrraupe

Mit Hilfe einer Direct Push-Bohrraupe werden in regelmäßigen Intervallen Wasserproben aus bis zu 25 m Tiefe entnommen sowie kontinuierliche Tiefenprofile der elektrischen Leitfähigkeit – und somit der Grundwasser-Salinität – gewonnen. Im Vergleich zu den fest installierten Grundwassermessstellen ermöglicht die Bohrraupe eine im Raum flexible, tiefendifferenzierte Probenahme. Die Direct Push-Methode in Kombination mit oberirdischen geophysikalischen Messungen erlaubt somit die zeitliche und räumliche Lokalisierung der dynamischen Salzwasser-Süßwasser-Grenzflächen im Untergrund. Des Weiteren können mit der Bohrraupe tiefendifferenzierte Sedimentproben gewonnen werden. Wasser- und Sedimentproben werden anschließend in den Laboren der beteiligten Institute auf verschiedene Umweltparameter untersucht. Die Messungen mit der Direct Push-Bohrraupe werden von Teilprojekt PZ unter Leitung von Prof. Dr. Gudrun Massmann und Prof. Dr. Oliver Zielinski betreut. Die Grundwasserbeprobungen werden in Kooperation aller Teilprojekte durchgeführt.

Salzwassermonitoringsystem

Das vom Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) entwickelte Salzwassermonitoringsystems „SAMOS” misst an der Hochwasserlinie mittels einer 20 m langen Vertikalelektrodenstrecke kontinuierlich die elektrischen Leitfähigkeit im Untergrund. Die Messungen ermöglichen die tiefendifferenzierte Untersuchung der Salinität des Grundwassers und geben somit Aufschluss über die Lokalität der Salzwasser-Süßwasser-Grenzfläche. Die SAMOS-Untersuchungen werden durch Teilprojekt P1 unter Leitung von Prof. Dr. Mike Müller-Petke betreut.

Grundwassermessstellen

Zur regelmäßigen Beprobung des Grundwassers sowie zur kontinuierlichen Messung der Grundwasserstände, -salinitäten und -temperaturen wurden am Strand drei Messstellenbündel errichtet. Jedes Messtellenbündel verfügt über vier separate Grundwassermessstellen, die jeweils in einer bestimmten Tiefe im Untergrund verfiltert sind. Entnommenes Grundwasser wird auf die für das Projekt relevanten Wasserinhaltststoffe analysiert. Hierzu gehören Umwelttracer (P1), Redoxindikatoren und gelöstes organisches Material (P2, P3), Spurenelemente und Metallisotope (P4) und mikrobielle Proxies und Schlüsselorganismen (P5). Die physikochemische Parameter Druck, Temperatur und elektrische Leitfähigkeit werden zeitlich hochaufgelöst mit eingebauten Datenloggern erfasst. Die Grundwassermessstellen werden von Teilprojekt P1 unter Leitung von Prof. Dr. Gudrun Massmann und Teilprojekt PZ unter Leitung von Prof. Dr. Gudrun Massmann und Prof. Dr. Oliver Zielinski betreut. Die Grundwasserbeprobungen werden in Kooperation aller Teilprojekte durchgeführt.

Strandcontainer

Am Dünenfuß befindet sich der DynaDeep-Strandcontainer. Dieser wird in den Sommermonaten in erster Linie als Gerätedepot genutzt – unter anderem für die mobile Bohrraupe. Des Weiteren bietet der Container Raum für einfache Labortätigkeiten. Die Außenseite des Containers ist mit Informationstafeln verkleidet, die die interessierte Öffentlichkeit über DynaDeep und die Feldarbeiten aufklären. Außerdem dient der Conainer als Treffpunkt für die „Strandspaziergänge”, welche die Feldkampagnen begleiten und jeweils von einer*m Forscher*in durchgeführt werden. Installation und Wartung des Strandcontainers erfolgen durch Teilprojekt PZ unter Leitung von Prof. Dr. Gudrun Massmann und Prof. Dr. Oliver Zielinski.

(Stand: 10.06.2022)