Leitung / Erstkontakt

Angelika I. Müller

+49 (0)441 798-2249 oder 798-2776

V01 2-205 oder A14 0-039

Erstkontakt / Psychologische Beratung

Franziska Strosche

+49 (0)441 798-2776

Sprechzeit Campus Wechloy: Dienstags 14.00-15.00 Uhr (W02B 02-299)
Sprechzeit Campus Haarentor: Dienstags 15.30-16.30 Uhr (A14 0-039)

A14 0-039

Rechtliche Beratung u. a. zum Beschwerdeweg

Rechtsanwältin Sabine Keidel

+49 (0)441 218 700 (Anwaltskanzlei)

Anschrift

Alexanderstraße 124
26121 Oldenburg
oder Beratungsstelle A14 0-039

Information für Betroffene

Wie kann ich mich als Betroffene*r verhalten?

Erfahrungen sexualisierter Diskriminierung und Gewalt sind kein Einzelfall. Mehr als jede zweite Studentin* oder Mitarbeiterin* hat verschiedene Formen sexualisierter Belästigung erfahren und auch Männer sind nicht selten betroffen, insbesondere durch andere Männer. Dabei sind neben Frauen* besonders Menschen gefährdet, die weitere potentielle Diskriminierungsmerkmale aufweisen. Dazu gehören beispielsweise sexuelle Orientierung, Ethnie, körperliche und geistige Fähigkeiten, äußeres und körperliches Erscheinungsbild, Alter, Religion oder soziale Herkunft.

Die Universität ist ein gesellschaftlicher Raum wie jeder andere und Bildung allein schützt nicht vor grenzüberschreitendem Verhalten.

Der von Hierarchien und Abhängigkeiten geprägte universitäre Raum erschwert oftmals Schritte der Abgrenzung und Ahndung und hält viele davon ab, sich Unterstützung zu holen oder dieses Thema auch nur anzusprechen. Doch Schweigen schützt die Täter*innen und beendet grenzüberschreitendes Verhalten nicht. Reden Sie über das Erlebte mit einer Vertrauensperson und gern auch mit uns, in einem geschützten Rahmen und auf Wunsch anonym. Dies ist bereits eine Form aktiven Handelns. Über weitere Möglichkeiten informieren wir Sie auf im Folgenden allgemein sowie fallbezogen in unserer Beratung.

 

  • Nehmen Sie sich selbst, das Erlebte und ihre eigenen Gefühle ernst.
  • Sexualisierte Belästigung, auch in ihrer unauffälligsten Form ist immer ein Angriff auf die eigene Integrität und den Selbstwert.
  • Widersprüchliche Gefühle, Schuldgefühle und Scham sind „normal“ und oftmals Resultat einer Sozialisation die von Tabuthemen, problematischen Gender-Rollenvorstellungen und zahlreichen Mythen zu sexualisierter Belästigung gekennzeichnet ist.
  • Den meisten Menschen fällt es schwer, auf eine Grenzüberschreitung direkt zu reagieren. Das hat verschiedene Ursachen. Oft muss das Erlebte erst verarbeitet und eingeordnet werden. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten auch im Nachhinein zu reagieren, sich abzugrenzen und auf weitere Situationen vorzubereiten. Kommen Sie dazu in unsere Beratung.
  • Reden Sie über das Erlebte und reagieren Sie frühzeitig. Ignorieren und Schweigen schützt und ermutigt die Täter*innen weiter zu machen. Es führt in den meisten Fällen zu einer Verschlimmerung der Grenzüberschreitung und erschwert es zunehmend aus dieser Spirale auszubrechen.
  • Die Folgen von sexualisierter Diskriminierung und Belästigung reichen von Ängsten, sozialem Rückzug oder sogar Depressionen über das Vermeiden von Seminaren/Begegnungen bis hin zu einer Verzögerung des Studiums und beruflichen Einschränkungen u.v.m.
  • Nehmen Sie an einem unserer Workshops teil, die Theorie mit praktischen Übungen zu Handlungsweisen und Selbsterfahrung verknüpfen oder besuchen Sie z.B. einen Wendo-Selbstverteidigungskurs (u.a. durch Wildwasser Oldenburg e.V.)

Unter Studien, Links und Literatur finden Sie weitere Informationen für Betroffene.

(Stand: 30.04.2021)