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Rechtliche Beratung u. a. zum Beschwerdeweg

Rechtsanwältin Sabine Keidel

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Wie kann ich mich verhalten, wenn ich Zeuge/Zeugin einer grenzüberschreitenden Situation werde

Der Mehrzahl der Menschen, die sexualisierte Diskriminierung oder sogar Gewalt erlebt haben, fällt es in der Situation sehr schwer abgrenzend zu reagieren. Das liegt u.a. am Überraschungseffekt, an einer Vielzahl oft widersprüchlicher Empfindungen und Gedanken, der allgemeinen Tabuisierung und nicht zuletzt der Beziehung zum/r Täter*in, die sich in vielen Fällen durch ein Machtgefälle auszeichnet.

Umso hilfreicher ist es, wenn sich Außenstehende ggfs. einmischen, ihnen in dieser schwierigen Situation Unterstützung signalisieren oder das beobachtete Geschehen ansprechen und damit sichtbar machen. Gleichzeitig zeigt eine Reaktion des direkten Umfelds dem/der Täter*in deutlich, dass ihr Verhalten wahrgenommen und nicht stillschweigend toleriert wird. Beobachtende haben den Vorteil, dass sie nicht direkt involviert sind und damit nicht den komplexen Gefühlen der unmittelbaren Betroffenheit ausgesetzt sind. Dennoch sind die Möglichkeiten und Fähigkeiten der*des Einzelnen sehr unterschiedlich, da auch hier Rahmenbedingungen, eigene Abhängigkeiten, individuelle Betroffenheit und Reaktionsfähigkeit eine Rolle spielen.

Es gibt viele Möglichkeiten etwas zu tun. Wichtig ist nur, dass Sie handeln, um Betroffenen zu helfen und einen präventiven Beitrag zu leisten, dass unsere Universität ein Ort wird, an dem sexualisierte Diskriminierung und Gewalt keinen Platz hat.

Hinweise:

  • Benennen Sie das Beobachtete offen und intervenieren Sie, wenn Sie sich damit nicht selbst in Gefahr bringen.
  • Bieten Sie der betroffenen Person aktiv Unterstützung an und begleiten Sie sie auf Wunsch zu einer Beratungsstelle oder einer anderen Ansprechperson.
  • Notieren Sie umgehend den Vorfall mit Zeit, Ort, Datum, Name der belästigenden Person, Wortlaut und der Benennung von Zeug*innen.
    Suchen Sie sich selbst Beratung bei uns wie Sie Betroffenen helfen können oder wie Sie selbst Beobachtetes einordnen und verarbeiten können.
(Stand: 30.04.2021)