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Uta Wagener

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Uta Wagener (Lehr- Lernforschung)


Dissertation - Vita - Publikationen - Präsentationen und Vorträge - Lehrtätigkeit

   
  Dipl. Psychologin Uta Wagener
   Uta Wagener

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fak. I
Institut für Pädagogik
Empirische  Lehr-Lernforschung

Tel.: 0441 798 4670

uta.wa5zywpgener@iyxfuol.de

   


Dissertationsvorhaben

Selbstreguliertes Lernen von Kindern im Grundschulalter

Reflektierte Selbstregulation ist eine Bedingung für die selbständige Bearbeitung komplexer Lernaufgaben. Sie dient dazu, die eigenen Handlungsweisen entsprechend persönlicher Ziele auf die Bedingungen und Anforderungen der Lernsituation abzustimmen. In dem Dissertationsvorhaben soll ausgehend von der alltäglichen Praxis schulischen Lernens eine handlungsnahe, kontextsensitive und an vorhandenen Kompetenzen anknüpfende Perspektive auf selbstreguliertes Lernen von Kindern der ersten und zweiten Jahrgangsstufe entwickelt werden. Anknüpfend an Boekaerts et al. (2000) wird davon ausgegangen, dass Lernziele mit anderen Zielen interagieren und konkurrieren, z.B. mit Zielen des persönlichen Wohlbefindens. In der Studie wird der Frage nachgegangen, welche situationalen und individuellen Bedingungen bei Grundschulkindern für diese Zielsetzungen bedeutsam sind, welche Regulationsprozesse (mit welchen Konsequenzen) zu beobachten sind und wie Kinder ihr Lernen reflektieren. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sollen langfristig Anhaltspunkte bieten für die Unterrichtsgestaltung in der Grundschule.

Beobachtungen und Videobeobachtungen des schulischen Alltags sind der Ausgangspunkt für die Analyse selbstregulativer Aktivitäten von Kindern im Umgang mit Lernaufgaben. Ergänzt werden diese Beobachtungen durch Interviews. Den methodischen und methodologischen Rahmen der Untersuchung bildet die Grounded Theory (Strauss, 1994). Die Fragestellung für die Beobachtung ist: Wie handeln Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klassenstufen im Umgang mit schulischen Lernaufgaben? Welche Aspekte und Prozesse selbstregulierten Lernens werden dabei deutlich? In einem zweiten Schritt werden Interviews mit folgender Fragestellung durchgeführt: Wie sprechen/ reflektieren SchülerInnen über (ihre) Lernhandlungen/ -strategien? Welche Vorstellungen von Lernen und Schule haben sie? In der vergleichenden Analyse der Daten beider methodischer Zugänge werden Lernhandlungen und Lernstrategien auf ihre selbstregulativen Aspekte hin betrachtet und in ihren Dimensionen, Bedingungen, Interaktionen und Konsequenzen analysiert.

Literatur:
Boekaerts, M. & Markku, N. (2000). Self-regulated learning. Finding a balance between learning goals and ego-protective goals. In: M. Boekaerts, P. Pintrich & M. Zeidner (Eds.), Handbook of self-regulation (pp. 417-449). San Diego, Ca: Academic Press.
Strauss, Anselm (1994). Grundlagen qualitativer Sozialforschung. München: Wilhelm Fink.

Young Children and Self-Regulated Learning

Self-regulated learning can be viewed as a multi-component process that involves motivation, goal setting, strategic action and metacognitive monitoring of the course and the outcomes of learning. It is described as a way of learning, that will not only impart knowledge, but promote the ability for future learning and lifelong learning at the same time. Many studies have been accomplished concerning self-regulated learning of older children and college students. In recent years there has been evidence that primary school children are able to regulate their learning under certain conditions and it is stressed that the advancement of self-regulative abilities should start at the latest in primary school years.

In this research self-regulated learning in the first and second year of school is being examined. Following a qualitative approach observation, video observation and semi-structured interviews are administered in three classes. The research questions are: 1. How do children self-/ and co-regulate in learning situations? 2.What can children tell about their own learning and learning in general and 3. How are these two aspects related?

Whereas former research concentrated on the general individual aptitude to self-regulate, there is today a concern to focus on self-regulated learning in its contextual and social embedding. Learning takes place in specific domains under divergent situational conditions and several studies have shown that task structures, instruction and classroom climate may foster or hinder the occurrence of self-regulated learning. These contextual aspects are taken into account as well as collaborative ways of learning that are viewed as a part of self-regulated learning.

Vita

10/1992 – 05/1999

Studium der Psychologie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg; Abschluss: Diplom

06/1999 – 04/2000

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Weiterbildungsprojekt  Selbsthilfegruppen älterer Menschen“ (SäM), ein Forschungsprojekt des Dortmunder Vereins „Zwischen Arbeit und Ruhestand“ (ZwAR e.V.)

03/2000 – 06/2000

Analyse ausgewählter Persönlichkeitstests im Kontext von Personalentwicklungsfragen im Rahmen einer Auftragsforschung unter Leitung von Prof. Dr. Siegfried Grubitzsch, Universität Oldenburg

08/2000 – 06/2002 Psychologin im Sprachheilkindergarten der Arbeiterwohlfahrt in Aurich und in Leer
10/2002 - 12/2004
Studium des Lehramtes für Grund- Haupt und Realschule an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Schwerpunkt: Grundschule; Abschluss: 1. Staatsexamen
10/2003 – 03/2005

Wissenschaftliche Angestellte an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg im BLK Modellversuch „Lebenslanges forschendes Lernen", Projektleiter: Prof. Dr. Hilbert Meyer

Seit April 2005

Titel: „Selbstreguliertes Lernen von Kindern im Grundschulalter“ Erstgutachterin: Prof. Dr. Barbara Moschner

Publikationen

  • Moschner, B., Anschütz, A., Wernke, S. & Wagener, U. (in press). Measurement of epistemological beliefs and learning strategies of elementary school children. In: M. S. Khine (Ed.), Knowing, Knowlege, and Beliefs: Epistemological Studies across Diverse Cultures. New York: Springer.
  • Gebken, U. & Wagener, U. (2006). Die Oldenburger Teamforschung - phasenübergreifende Handlungsforschung in Schule, Schulsport und außerschulischem Sport. In: A. Hummel & M. Schierz (Hrsg.). Studien zur Schulsportentwicklung in Deutschland (S.203-222). Schorndorf: Hofmann.
  • Moschner, B & Wagener, U. (2006). Lernstrategien – der Weg zum Lernerfolg? Ein Überblick über den Stand der Lernstrategie-Forschung. In: Grundschule 7-8/06, 48-50.
  • Fichten, W. & Wagener, U. (2005). Spiegelung in der Praxisreflexion. journal für lehrerInnenbildung, 1/05, 47-52.
  • Fichten, W. & Wagener, U. (2004). Wirksamkeit von Forschung in großen Systemen: Skizze zu einem Implementationsmodell. In: Landesinstitut für Schule. Jahrbuch 2004 der Schulbegleitforschung Bremen (S.101-106). Bremen: Landesinstitut für Schule.
  • Fichten, W., Wagener, U., Gebken, U., Beer, T., Junghans, C. & Meyer, H. (2004). Methoden-Reader zur Oldenburger Teamforschung. Oldenburg: Oldenburger Vordrucke.
  • Fichten, W., Gebken, U. & Wagener, U. (Hrsg.) (2004). Jahrbuch II der Oldenburger Teamforschung. Oldenburg: Oldenburger Vordrucke.
  • Wagener, U. (2000). Fühlen, Tasten, Begreifen: Berührung als Wahrnehmung und Kommunikation. Oldenburg: BIS.

Präsentationen und Vorträge

  • September 2006   Tagung der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, Nürnberg, 17. - 21.09.2006;

  • Posterpräsentation: „Selbstreguliertes Lernen und epistemologische Überzeugungen von Grundschulkindern“

  • September 2006   10th International Conference on Motivation (mit Summerschool), Koblenz-Landau, 25.-30.09.2006, Tagung der EARLI SIG „Motivation and Emotion“;

  • Posterpräsentation: „Primary school children and self-regulated learning“

  • August 2007 EARLI Budapest

diz-Webmasterek02 (dizn5m@uni-oldenburg.dels95) (Stand: 07.11.2019)