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Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften
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Gebäude V03, 3. OG, Flügel M.
Ammerländer Heerstraße 138
26129 Oldenburg

Zahlen und Fakten

  • Dauer: 12 Semester, 3 Monate (gemäß ÄAppO § 1 (2))
  • Abschluss: Staatsexamen
  • Sprache: Deutsch
  • Zulassungsbeschränkt

Das Studium

Der Modellstudiengang Humanmedizin wurde zum Wintersemester 2012/13 eingerichtet. Eine zentrale Zielsetzung des Studienganges ist es, die Studierenden in allen im ärztlichen Beruf erforderlichen Kompetenzen zu trainieren und sie auf den zukünftigen Beruf vorzubereiten. Das Oldenburger Curriculum zeichnet sich in besonderer Weise durch eine konsequente Modularisierung und ein integriertes, fächerübergreifendes, kompetenzbasiertes und an Patient*innen orientiertes Studium aus.

Studieren im Modellstudiengang an der CvO bedeutet:

  • Praxisorientierung: Angehende Ärzt*innen sammeln vom ersten Semester an praktische Erfahrungen in Lehrveranstaltungen, Hospitation und Praktika.
  • Fächerübergreifendes Lernen: Die Studierenden erarbeiten sich Wissen und Fertigkeiten über Fächergrenzen hinweg in integrierten Modulen.
  • Forschungsorientierung: Die wissenschaftliche Ausbildung der Medizinstudierenden beginnt bereits im ersten Studienjahr und zieht sich als longitudinales Element (Forschungspfad) durch das gesamte Studium.

Was ist ein Modellstudiengang?

Das Oldenburger Curriculum zeichnet sich in besonderer Weise durch eine konsequente Modularisierung und eine integrierte, fächerübergreifende, kompetenzbasierte und an Patient*innen orientierte Ausbildung aus.

 

Im Gegensatz zu Regelstudiengängen, bei denen zunächst die Vermittlung der Grundlagenwissenschaften (Vorklinik) im Vordergrund steht, lernen die Studierenden im Modellstudiengang vom ersten Tag an grundlagenwissenschaftliche und klinische Inhalte. Unter geschützten Bedingungen werden von Beginn an praktische Fertigkeiten im Klinischen Trainingszentrum sowie Kommunikationssituationen mit Schauspielpersonen angeleitet und geübt. Die Studierenden haben zudem ab dem ersten Semester Kontakt zu Patient*innen.

Das Curriculum

Das Curriculum im Modellstudiengang Humanmedizin zeichnet sich durch eine außergewöhnlich starke Integration von Patient*innen aus. Alle Studienmodule sind konsequent interdisziplinär aufgebaut. Zu Beginn werden vor allem Grundlagen vermittelt; die Studierenden sollen die normalen Funktionen des gesunden Körpers verstehen, aber immer im Zusammenhang und vor dem Hintergrund klinischer Inhalte, so dass Grundlagenwissenschaften und klinische Fächer immer integriert gelehrt werden. In den ersten drei Studienjahren werden auf diesem Weg nicht nur die „physikumsrelevanten“ Fächer, sondern auch bereits viele Grundlagen der klinischen Fächer vermittelt. Die Studierenden schließen nach drei Jahren ihr Äquivalent des ersten Teils der ärztlichen Prüfung (M1) ab. Ab dem dritten Jahr nimmt der Praxisanteil noch einmal deutlich zu und die Studierenden integrieren zunehmend die Bausteine der ersten Jahre aus den Bereichen klinisches Wissen, Kommunikation und Untersuchung. Das Studium wird mit dem Praktischen Jahr (PJ) in drei Tertialen zu je 16 Wochen abgeschlossen.

Kompetenzbasiertes Studium

Eine zentrale Zielsetzung des Modellstudiengangs ist es, die Studierenden in allen im ärztlichen Beruf erforderlichen Kompetenzen zu trainieren und sie von Anfang an durch ein patient*innenorientiertes Studium auf den zukünftigen Beruf vorzubereiten. Das Curriculum ist angelehnt an den Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin (NKLM). Der NKLM erläutert die professionellen Rollen von Ärztinnen und Ärzten. Darauf hinführend werden im NKLM Wissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen beschrieben, die im Laufe des Studiums erworben werden sollen. Je nach Ausbildungsstand werden unterschiedliche Kompetenzniveaus ausgewiesen. Im Modellstudiengang Humanmedizin werden analog dazu mit zunehmendem Studienfortschritt unterschiedliche Qualifikationsstufen erreicht:

Die professionellen Rollen, die von Ärzt*innen eingenommen werden, leiten sich aus der Berufswelt der Ärzt*innen und aus den Anforderungen der Gesellschaft ab. Das kanadische CanMEDS-Rahmenkonzept beschreibt sieben Arztrollen:

  • Medizinische*r Expert*in
  • Lernende*r/Gelehrte*r
  • Zusammenarbeitende*r/Mitglied eines Teams
  • Vertreter*in des/der Patient*in/Gesundheitsberater*in/Gesundheitsfürsprecher*in
  • Manager*in/Verantwortungsträger*in
  • Professionell Handelnde*r/Professionalität
  • Kommunikator*in/Kommunikation

Dieses Konzept ist international verbreitet und hat auch in der medizinischen Ausbildung Akzeptanz erfahren. Es ist als integraler Bestandteil in den NKLM aufgenommen worden. Diese Rollen, bzw. die Vermittlung der dafür notwendigen Kompetenzen, finden sich im Curriculum und in den Lehrformaten des Oldenburger Modellstudienganges wieder und spiegeln sich insbesondere auch in den longitudinalen Pfaden und in der Umsetzung der Entrustable Professional Activities im Blockpraktikum und im PJ.

Das EPA-Konzept beruht auf dem schrittweisen Erlernen von ärztliche-professionellen Tätigkeiten, die mit zunehmendem Eigenständigkeitsgrad den Studierenden übertragen und anvertraut werden.

Im Blockpraktikum und im Praktischen Jahr wird das Konzept der Entrustable Professional Activities (kurz: EPAs1) genutzt, um eine kompetenzbasierte Ausbildung in die klinische Praxis zu übertragen. 

 

[1] Ten Cate O (2005) Entrustability of professional activities and competency-based training. Med Educ 39:1176–117

(Stand: 26.03.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p93892
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