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Leitung

Prof. Dr. Dagmar Freist


Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Dr. Esther Sahle

Sekretariat

Angelika Koops

Laufende Forschungsprojekte

Akademieprojekt: Prize Papers. Erschließung – Digitalisierung – Präsentation

prizepapers.de

HERA-Projekt "Intoxicating Spaces"

intoxicatingspaces.org

ProNiedersachsen:
Ein frey und offen Landt?
Die Dänisch-Oldenburgische Personalunion 1667-1773

PASESE - Provinienzforschung

WiZeGG - Wissenschaftliches Zentrum "Genealogie der Gegenwart"

uol.de/wizegg

Forschungsprojekte und diesen zugeordnete Promotionen

HERA-Projekt "Intoxicating Spaces"

Wie hat der Genuss von Tabak, Tee, Kaffee, Schokolade und Opium die nordeuropäischen Hafenstädte und ihre Bewohner in der Frühen Neuzeit geprägt und verändert? Dieser Frage geht ein Team von Historikern aus Sheffield (UK), Stockholm (SWE), Utrecht (NL) und Oldenburg nach. Gefördert von HERA (Humanities in the European Research Area). 

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Forschungsprojekt "Ein frey und offen Landt? Die Dänisch-Oldenburgische Personalunion 1667-1773"

Thomas Heidorn, Gefördert durch PRO*Niedersachsen ab dem 01.10.2018
[Projektskizze]

Akademieprojekt: Prize Papers. Erschließung – Digitalisierung – Präsentation

Neues Langzeitprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Dagmar Freist bewilligt: Das Projekt Prize Papers, das die Erschließung, Digitalisierung und Präsentation von Kaperungsdokumenten beinhaltet, ist an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg angesiedelt und wird in einer Kooperation mit den National Archives, London, und dem Deutschen Historischen Institut, London, durchgeführt. Das Forschungsprojekt hat am 1. Januar 2018 begonnen. Es erstreckt sich über eine Laufzeit von zwanzig Jahren und wird mit insgesamt 9,7 Millionen Euro gefördert. Das Projekt steht in der Trägerschaft der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und wird als neues Langzeitvorhaben im Rahmen des von Bund und Ländern finanzierten Akademienprogramms betreut.

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Prize Papers Forschungsteam Oldenburg

Bei den Prize Papers handelt es sich um einen Archiv-Bestand, der auf das höchste Gericht der britischen Admiralität zurückgeht. Mit Prizepapers.de möchte die in Oldenburg ansässige Forschergruppe zur Bekanntmachung dieses Bestandes beitragen, zu Kooperationen anregen und das eigene Projekt "Global Worlds. Akteure und Gesellschaften im Kolonialgefüge der Frühen Neuzeit" vorstellen. In Anlehnung an aktuelle Arbeiten in Geschichtswissenschaft und Soziologie legt das Oldenburger Prize Papers Projekt den Forschungsschwerpunkt auf Strukturen und Phänomene, die in ihrer Ausdehnung und Reichweite global wirkten, deren Charakter jedoch erst auf der Mikroebene detailliert beobachtbar wird (Knorr-Cetina). Mit Untersuchungskategorien wie Wirtschaftspraktiken, Familienbeziehungen, Religiosität und Dimensionen wie Körper, Geschlecht und Sprachlichkeit wird die Aufmerksamkeit auf die historischen Akteure gelenkt, deren Einbettung in eigene Zeit-, Raum- und Wahrnehmungsgefüge die weltumspannende Verflechtung der frühneuzeitlichen Welt sichtbar macht und so zum Untersuchungsgegenstand werden lässt.

Im Mittelpunkt der Forschung von Prof. Dr. Dagmar Freist stehen die Zirkulation, Adaption und Etablierung von Wissen über globale Korrespondenznetzwerke. Unter dem Arbeitstitel "Grassroot Knowledges: Netzwerke, Korrespondenten und die Popularisierung von Wissen in Korrespondenzen, Journalen und Intelligenzblättern des 18. und 19. Jahrhunderts" untersucht dieses Projekt die Verbreitung von Wissen über nützliche Dinge anhand der versandten Dinge selbst sowie in den Beschreibungen der Briefe in den Prizepapers und schließlich die Verarbeitung des grassroot knowledge in den neu entstehenden naturkundlich-ökonomischen und kameralistischen Zeitschriften. Dabei interessieren neben den Inhalten vor allem die Vorstellungen von „Wissenswertem“, von „Nützlichkeit“ sowie die Adaptionen von Alltagswissen und Alltagspraktiken.

Betreute Dissertationen / Habilitationen zu diesem Forschungsschwerpunkt:

Christina Beckers: Erinnert, imaginiert, gelebt. Familienbeziehungen in Abwesenheit im 18. Jahrhundert.
[Projektskizze]

Jessica Cronshagen: Das Problem der irdischen Freiheit. Ambivalenz und Kritik in der Herrnhuter Surinammission de 18. Jahrhunderts. (Habilitation)
[Projektskizze

Suzanne Foxley: “SurPRIZEing Events - Prize law as an American means of judicial independence from Britain? c.1780-1815”.
[Projektskizze]

Lucas Haasis: Das Geheimnis des Erfolgs. Kaufmännische Briefschaften zur Mitte des 18. Jahrhunderts.
[Projektskizze

Annett Meiners: „Jüdische Kultur und Religion auf dem Mikrokosmos Schiff. Eine praxeologische Lektüre von Schiffsbriefen im 18. Jahrhundert.“ [Projektskizze]

Annika Raapke: „Karibische Körperwelten: Eine körperhistorisch-praxeologische Annäherung an Körper des späten 18. Jahrhunderts in Bewegung.“ (Abgeschlossen).

Alberto Winterberg:  The Emergence of Coptic Identities in the Early Modern Period. 
[Projektskizze]

Religiöse Pluralisierung

Monographie: Glaube, Liebe Zwietracht. Konfessionell gemischte Ehen in Deutschland in der Frühen Neuzeit (Aktualisierung und Überarbeitung der Habilitation). „Wann der Vater Papistisch ist, nimmt er seine Söhne mit zur Messe, die Mutter nimmt ihre Töchter mit zur reinen Kirche. Da ist keine rechte Liebe, oder man hält wenig von der Religion... „Konfessionell gemischte Ehen waren in der Frühen Neuzeit aus Sicht der Obrigkeit, der Kirchen und Familien unerwünscht, doch sie konnten selten verhindert werden. Konflikte um Glaubensfreiheit und Konversion, die Reichweite väterlicher Gewalt und religiöse Kindererziehung schienen unausweichlich und stellten Eheleute und Familien vor große Herausforderungen. Im Mittelpunkt des Projekts steht das spannungsvolle Beziehungsgeflecht von konfessionsübergreifender Alltagskultur und Geschlechterverhältnis, obrigkeitlicher Konfessionspolitik, Glaubensfreiheit und Gewissenszwang. Konfessionell gemischte Ehen waren spätestens seit dem frühen 17. Jahrhundert ein Störfaktor – in der christlichen Familie, die auf der Einheit von Geist und Körper im Glauben beruhen sollte, im Staat, der sich um einen konfessionell homogenen Untertanenverband bemühte, für die Kirchen, die mit ihrem Monopolanspruch auf die Heilsgewissheit um die Gläubigen warben, und für den Reichsreligionsfrieden, der auf das Recht der Gewissensfreiheit auf der einen Seite und auf unantastbare konfessionelle Grenzziehungen und Abgrenzungen auf der anderen Seite gegründet war. Damit bietet die Analyse von gemischtkonfessionellen Ehen als einer der denkbar engsten Form interkonfessionellen Zusammenlebens eine Annäherung an die Auswirkungen religiöser Pluralisierung aus einer von der Forschung bislang kaum eingenommenen Perspektive.

Betreute Dissertationen/Habilitationen in diesem Forschungsschwerpunkt:

Jessica Cronshagen: Das Problem der irdischen Freiheit. Ambivalenz und Kritik in der Herrnhuter Surinammission de 18. Jahrhunderts (Habilitation)
[Projektskizze]

Annett Meiners: „Jüdische Kultur und Religion auf dem Mikrokosmos Schiff. Eine praxeologische Lektüre von Schiffsbriefen im 18. Jahrhundert“
[Projektskizze]

Isabel Schnieder: Ehen auf dem Prüfstand? Alternative Lebensentwürfe in den Küstengebieten Oldenburgs und Ostfrieslands zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert (Pro-Niedersachsen 2014-2017)
[Projektskizze] (Abgeschlossen)

Wissenschaftliches Zentrum: Genealogie der Gegenwart (WiZeGG)

Gegründet im Sommer 2013. Prof. Dr. Dagmar Freist ist Gründungsmitglied und Vorstandsmitglied. Ziel der gemeinsamen Forschung ist eine Genealogie der Gegenwart im Sinne einer Analyse kultureller Formen gesellschaftlicher Selbstproblematisierung in der „Moderne“. Der Begriff der „Moderne“ wird in seiner Doppelläufigkeit als analytische Kategorie und historisch situierte Selbstzuschreibung in Stellung gebracht, während „Gegenwart“ als jener Erfahrungshorizont verstanden wird, der die spezifischen Eigenheiten und Ungleichzeitigkeiten einer Epoche ausmisst.

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Betreute Dissertationen in diesem Forschungsschwerpunkt:

Isabel Schnieder: Ehen auf dem Prüfstand? Alternative Lebensentwürfe in den Küstengebieten Oldenburgs und Ostfrieslands zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert. (Pro-Niedersachsen 2014-2017)
[Projektskizze]

Verbundprojekt "Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie in Niedersachsen" (PAESE)

Das PAESE-Projekt am Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg

Das von der VolkswagenStiftung geförderte PAESE-Projekt am Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg untersucht die Herkunft – die Provenienz – und die Erwerbsumstände der ethnologischen Objekte aus kolonialen Kontexten. Der Fokus liegt dabei auf Objekten aus ehemaligen deutschen Kolonialgebieten, da sie den Hauptteil der kolonialen Kontexte bilden, aus denen die Objekte im Landesmuseum stammen. Daraus ergibt sich ein regionaler Schwerpunkt auf den heutigen Ländern Tansania, Kamerun und Papua-Neuguinea.

Ein Fokus des Oldenburger Teilprojektes liegt auf der Sammlung der Langheld-Brüder (Wilhelm, Johannes und Friedrich, angelegt in einem Zeitraum von 1889 und 1901). Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg verfügt über mehr als 1000 Objekte dieser Sammlung (v.a. Alltags- und Gebrauchsgegenstände, sowie Waffen). Bei dem Oldenburger Teil der Sammlung handelt es sich primär um Objekte aus dem Gebiet des heutigen Tansania. Gegenstände der Sammlung sind Keramiken, Korbwaren, Waffen, Schmuck, Kleidung, Pfeifen, figürliche Darstellungen und Gefäße aus verschiedenen Materialien. Anhand der Sammlung der Brüder Langheld lässt sich das Spektrum an Erwerbs- und Sammlungsumständen in kolonialen Kontexten (Geschenk, Raub, Kauf) untersuchen und aufzeigen. Die Auseinandersetzung mit den Biografien der Sammler und die Analyse der konkreten Sammlungskontexte und -umstände soll eine erste Annäherung an Wahrnehmungen, Denkmuster und Einstellungen der Sammler geben, die exemplarisch Rückschlüsse auf die Motivation und die Haltung von Sammlern zu den Objekten und Menschen in ihren Herkunftskontexten erlauben. Damit verbunden ist die Frage, inwieweit sich daraus Unrechtskontexte rekonstruieren lassen.

Die entsprechenden Objekte aus kolonialen Kontexten werden auf ihre Provenienz untersucht und umfassend digitalisiert. Dabei sollen auch neue Verfahren der 3D-Digitalisierung erprobt werden. Ziel ist es, eine transparente Übersicht über die Oldenburger Bestände zu generieren und die Ergebnisse der Provenienzforschung mit diesen digitalen Beständen zu verknüpfen. Die Ergebnisse sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über die Projektdatenbank online weltweilt zur Verfügung stehen. 

Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg setzt sich dabei für einen dialogischen, transparenten und ergebnisoffenen Austausch mit Mitgliedern der Herkunftsgesellschaften ein. Ziel ist ein offener Umgang mit der kolonialen Vergangenheit des Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg und eine Zusammenarbeit mit den Herkunftsgesellschaften, welche richtungsweisende Impulse für die weitere Arbeit mit (und über) den ethnologischen Beständen aus kolonialen Kontexten liefern wird.

Projektmitarbeiterin: Jennifer Tadge, M.A. (Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg)

Teilprojektleiterin: Dr. Ursula Warnke (Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg)

Universitäre Betreuung: Prof. Dr. Dagmar Freist (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Institut für Geschichte)

Betreute Dissertation:

Jennifer Tadge: Koloniale Sammelpraktiken in militärischen Kontexten  am Beispiel der Ethnologischen Sammlungsbestände des Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg
[Projektskizze]

Abgeschlossene Forschungsprojekte

DFG 1608/2 Graduiertenkolleg „Selbstbildungen. Praktiken der Subjektivierung in historischer und interdisziplinärer Perspektive 

uol.de/graduiertenkolleg-selbst-bildungen

Freiheitsraum Reformation

Ein Kooperationsprojekt von Kultur, Wissenschaft, Kirche und Zivilgesellschaft in Oldenburg und im Nordwesten

freiheitsraumreformation.de

Ländliche Oberschichten 

VW Projekt "Forschung in Museen": "Hinter dem Horizont...". Bäuerlich-bürgerliche Eliten in den friesischen Marschen und den angrenzenden Geestgebieten. 

Religiöse Pluralisierung

Webwokbmasterjl (sa.neumann@nyduol.de2wy2) (Stand: 06.01.2020)