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Lehrstuhlinhaber

Prof. Dr. Jörn Hoppmann

Sekretariat

Ulrike Koch

Zukunftsplattformen

Elektrisch, vernetzt und nachhaltig? Diskurse zur Zukunft der Mobilität in Zeiten von Klimawandel und Digitalisierung

Aktuelle gesellschaftliche Megatrends wie der Klimawandel oder die Digitalisierung erfordern und befördern einen fundamentalen Wandel in der Art, wie wir uns fortbewegen. Derzeit ist im öffentlichen Diskurs jedoch äußerst umstritten, wie das Mobilitätssystem der Zukunft ausgestaltet werden sollte und welche Maßnahmen auf individueller, wirtschaftlicher und politischer Ebene notwendig sind, um den gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen. Während einige gesellschaftliche Akteure das Potenzial von batteriebetriebenen und digital vernetzten Elektrofahr- und -flugzeugen für eine nachhaltige Mobilität betonen, stellen andere die Nachhaltigkeit von Elektromobilität in Frage, warnen, dass eine schnelle Abkehr von Verbrennungskraftmotoren eine Vielzahl von Arbeitsplätzen in deutschen Schlüsselindustrien kosten könnte und verweisen auf Probleme mit Datenschutz und Datensicherheit beim Einsatz digitaler Technologien. Wiederum andere fordern weitergehende Änderungen im Mobilitätssystem, wie z.B. einen massiven Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Verteuerung von Flügen oder eine radikal geänderte Stadtplanung. Debatten wie die zu Tempolimit, Fahrverboten, Bahnverspätungen oder Flugscham zeigen dabei, dass Diskurse zu Mobilität häufig emotional geführt werden und schnell zu eskalieren drohen, da sie direkt die persönlichen Interessen einer Vielzahl verschiedener gesellschaftlicher Anspruchsgruppen berühren.

Ziel dieses vom niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) geförderten Vorhabens ist es daher, eine Plattform für öffentliche Diskurse zum Thema „Mobilität der Zukunft“ zu schaffen, welche es verschiedenen Anspruchsgruppen ermöglicht, ihre Sichtweisen auf eine strukturierte Weise einzubringen und alternative Lösungskonzepte zu diskutieren. Konkret sind drei Diskussionsveranstaltungen geplant, so genannte Zukunftsplattformen, die sich der Zukunft der Mobilität mit den Schwerpunkten Klimawandel und Digitalisierung widmen. Insgesamt soll das Projekt auf diese Weise einen Beitrag zur Moderation des gesellschaftlichen Diskurses zur Zukunft der Mobilität leisten und zu einer wissenschaftlich fundierten Meinungs- und Lösungsfindung beitragen. Die Grundlage für die Diskussion bilden verschiedene Forschungsprojekte zu Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Mobilitätssektor, die derzeit am Lehrstuhl für Management durchgeführt werden.

1. Zukunftsplattform: "Mobilität in Zeiten des Klimawandels"

Welche Herausforderungen ergeben sich für den Mobilitätssektor in Zeiten des Klimawandels und wie können Politik und Unternehmen diesen begegnen? Sollten Automobilunternehmen auf Batterien oder Wasserstoff setzen? Und welche Rolle spielen neue Stadtkonzepte, Tempolimits und Verbote von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Mobilität?

Diese und weitere Fragen sollen im Rahmen der Zukunftsplattform "Mobilität in Zeiten des Klimawandels" diskutiert werden, die am 3. November von 13 bis 15.30 Uhr online stattfinden wird. Im Rahmen der Veranstaltung werden zunächst drei ExpertInnen ihre Sicht auf drängende Fragen im Kontext Mobilität und Klimawandel erläutern. Anschließend besteht die Möglichkeit für Fragen, Austausch und Diskussion. Wir freuen uns, dass wir für die Veranstaltung folgende ExpertInnen gewinnen konnten:

  • Kerstin Meyer (Projektleiterin Fahrzeuge und Antriebe, Agora Verkehrswende): "Elektromobilität und die Dekarbonisierung des Verkehrs"
  • Dr. Norbert Korallus (Leiter Verkehrsplanung, Stadt Oldenburg): "Strategien und Maßnahmen einer nachhaltigeren Mobilität in Kommunen"
  • Dr. Stephan Krinke (Leiter Strategie und Programme, Generalsekretariat Nachhaltigkeit Volkswagen AG): "Das Volkswagen Dekarbonisierungsprogramm - Der Weg zu CO2-neutraler Mobilität"

Die Teilnahme ist kostenlos. Um sich für die Zukunftsplattform anzumelden, senden Sie bitte eine kurze (gern leere) E-Mail mit dem Betreff "Anmeldung Zukunftsplattform" an Frau Katharina Gärtner (). Rechtzeitig vor der Veranstaltung erhalten Sie dann einen Link mit Instruktionen, wie Sie an der Videokonferenz teilnehmen können. Die Anzahl der Teilnehmenden ist aus technischen Gründen begrenzt, es gilt das „first come, first served“ Prinzip.

(Stand: 09.10.2020)