Kursinfo

Kurssuche

Kontakt

Tel.: 0441 - 798 - 3039
Fax.: 0441 - 798- 19 30 39
E-Mail:
Raum:  A4 1-125
Anfahrt Gebäude A4

Bürozeiten:
Mo.-Do.: 10.00 bis 12.00 Uhr
Di. & Do.: 14.00 bis 16:00 Uhr

Postanschrift:

Oldenburger Fortbildungszentrum
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
26111 Oldenburg

Hausanschrift:

Uhlhornsweg 84
26129 Oldenburg
Gebäude A 4, 1. Stock, roter Bauteil
Räume: A4 1–107 und A4 1–125

Kursinfo

Traumatisierte Kinder- traumatisierte Lehrkräfte?

Termin / Termine:

Sa., 19.02.2022, 09:00 - 16:00 Uhr

Beschreibung:

Große Augen, die stumm und traurig gucken. Tische und Stühle fliegen durch den Klassenraum. Hoher Lärmpegel. Bedrückende, schier unglaubliche Biografien von Schüler*innen

Die Kinder wirken antriebslos oder renitent und verschlossen. Nichts scheint mehr in sie hineinzugehen, weder freundliche Gesten noch Drohungen oder gar Strafen.

Sie wehren ab und sind doch wehrlos. Sie zeigen normale Reaktionen auf äußerst unnormale Ereignisse: Sie haben Gewalt und Krieg erlebt, Flucht und Angst durchgestanden, dabei oft Vater oder Mutter, manchmal sogar beide verloren. Es sind nicht nur geflüchtete Kinder, die traumatisiert sind, Kinder werden auch in Deutschland vernachlässigt, geschlagen, missbraucht.

In fast jeder Schulklasse gibt es Kinder, die durch schreckliche Erlebnisse traumatisiert sind. Die Flüchtlingswellen der letzten Jahre schwemmten immer mehr traumatisierte Kinder in die Schulen.

Spätestens jetzt dämmert es den Lehrkräften, dass sie vor einer großen Herausforderung stehen. Die soziale Lage der Kinder, die Biografie jedes einzelnen von ihnen hat Auswirkungen auf die Klasse – und damit auch auf den Unterricht.

Was tun? Wer hilft?

Die Lehrer*innen sind mit diesen Problemen oft allein gelassen.

Diese Fortbildung soll Lehrkräften helfen, Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und Kompetenzen und Sicherheit für ihre Arbeit mit traumatisierten Kindern zu erwerben.

Sie führt anschaulich, mit direktem Bezug zu Unterricht und Schulentwicklung durch folgende Themen:

  • Grundlagen: Was ist ein Trauma und was für Folgen hat es? Was muss man beachten? Was ist Traumasensibilität?

  • Beziehung und Kommunikation: Wie baut man stabile und sichere Beziehungen? Wie redet man mit traumatisierten Kindern?

  • Unterricht: Wie sieht traumasensibler Unterricht aus? Wie können traumatisierte Kinder lernen
  • Schule: Was ist eine traumasensible Schule?

Das erworbene Wissen wird in Arbeitsgruppen praktisch anhand eigener Beispiele aus dem Unterricht und der Schule vertieft. So erhalten Lehrkräfte in dieser Fortbildung einen Werkzeugkoffer, mit dessen Hilfe es ihnen gelingt, den Unterricht traumasensibel zu gestalten, ohne selbst traumatisiert zu werden oder betroffene Kinder zu retraumatisieren.

Diese Veranstaltung wird als bildungspolitischer Schwerpunkt vom Niedersächsischen Kultusministerium finanziell gefördert und ist kostenfrei.

Dies gilt nicht für Schulen in freier Trägerschaft! Ob bei dieser Fortbildung anteilige Kosten zu tragen sind, erfahren Sie auf Anfrage per Mail an ofz@uol.de.

Adressaten:

Alle an Schulen tätigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen: Schulleiter*innen, Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter*innen, Sozialpädagog*innen. päd. Mitarbeiter*innen, auch Hausmeister*innen, Schulsekretär*innen.

Ort:

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Campus Haarentor, Uhlhornsweg 84, 26129 Oldenburg (Oldenburg)

Leiter*in / Referent*in:

Carl Hehmsoth

Schulform:

beliebig

Kursnummer:

KOL.2207.003



(Stand: 09.06.2021)