Forschung

Kontakt

Allgemeine Sonderpädagogik; Rehabilitation/Health Care

Prof. Dr. Gisela Schulze

Die Fachgruppe sitzt im 1. Stock des Gebäudes A01.

Die Postfächer der Fachgruppe befinden sich im 1. Stock des Gebäudes A01 (Treppenhausbereich).

 

Postanschrift

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät I - Bildungs- und Sozialwissenschaften
Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik
Ammerländer Heerstraße 114-118
26129 Oldenburg
 

 

Forschung

Aktuelle Forschungsprojekte

ALLES Achtsam Lehren und Lernen – Emotionale Sicherheit an Schule

Laufzeit: 01.12.2023 - 30.06.2026

Förderung: ERASMUS+ (Gesamt: 400.000 Euro)

Projektleitung: Henner Spierling (Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg in Niedersachsen)

Projektbeteiligte (universitär): Wiebke Stöhr, Dr. Anna-Maria Spittel

Kooperationspartner: Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg, Fundació Privada C.H.M. Orienta, Systemisches Zentrum Wienerwald, Psiche Srl, Kidstime Deutschland e.V.

Projektbeschreibung: ALLES ist ein Schulprojekt zur Förderung von Chancengleichheit, Inklusion, Vielfalt und Fairness. Ziel ist es, Bildungsbenachteiligung abzubauen und vorzeitige Schulabbrüche zu verhindern. Das Projekt ist international vernetzt und ermöglicht auf europäischer Ebene den Austausch von „Best Practice“, sodass Schulen voneinander lernen. Das Programm vermittelt Wissen zu zentralen Themen wie digitale Medien und mentale Gesundheit, Emotionen, Kinderschutz, Kinder psychisch belasteter Eltern, psychische Erkrankungen, Mobbing, Scham sowie Stress und Coping. Konkrete Unterrichtsangebote fördern nachhaltig eine positive Schulkultur. ALLES wird derzeit an ausgewählten Grund- und weiterführenden Schulen in Deutschland, Österreich, Spanien, Island und Italien umgesetzt. Im Mittelpunkt stehen die Qualifizierung und Stärkung von Lehrkräften im Bereich psychische Gesundheit. Der „Whole School Approach“ stellt sicher, dass die gesamte Schule einbezogen wird. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Verweis auf (externe) Homepage: https://kidsinmind.eu/

Die Emotion Scham und ihre Bedeutung für Bildungsprozesse und sozialen Rückzug im Ländervergleich Japan - Deutschland

Laufzeit: seit 2024

Förderung: durch die beteiligten Universitäten

Projektleitung: Prof. Dr. Gisela C. Schulze & WM Wiebke Stöhr (Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik); Prof. Dr. Barbara Moschner & WM Laura Ohmes (Institut für Pädagogik)

Projektbeteiligte: Prof. Yuri Uesaka & WM Mengsi Liu (University of Tokyo); Prof. Azumi Fukawa (Tokyo University of foreign Studies); Kemma Tsujino (Osaka Metropolitan University); Prof. Yohei Yasuhara (Dokkyo University)

Projektbeschreibung:

  • Entwicklung aus der Forschungskooperationen zum Thema Schulabsentismus und Bildungsforschung von Kolleginnen und Kollegen aus Japan und Deutschland
  • Die Universität Oldenburg (Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik & Institut für Pädagogik) hat folgende Kooperationen:
    • seit 2019 mit der Osaka Metropolitan University (MoU seit 2019), 
    • der University of Tokyo,
    • der Tokyo University of Foreign Studies
    • der Tokyo Tokyo University
  • Mai-August 2025 Durchführung der Studie „Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Schamereignissen aus Sicht japanischer und deutscher Studierender“ mit Erhebung an den o.g. Universitäten sowie Beteiligung der Europa-Universität Flensburg und der Universität Leipzig
  • aktuell Datenauswertung und Vorbereitung der Publikation(en)

Publikationen: 
Stöhr, W., Ricking, H., Schulze, G. C. im Interview mit Tsujino, K. & Fukawa, A. (2024). Schulabsentismus - Perspektiven aus Japan und Deutschland: Ein Interview mit japanischen Bildungswissenschaftlern. Zeitschrift für Heilpädagogik, 74 (8), 371-374.

Unterstützung von Studierenden mit Pflegeverantwortung im Studium (Care@Campus)

Laufzeit: 01.11.2024 – 01.02.2027

Projektbeteiligte: Dr. Anna-Maria Spittel & Dr. Steffen Kaiser (Europa-Universität Flensburg)

Projektbeschreibung: Studierende mit Pflegeverantwortung stellen eine bislang wenig untersuchte Gruppe im Hochschulkontext dar. Sie übernehmen neben ihrem Studium Pflegeaufgaben für Angehörige oder nahestehende Personen. Diese Mehrfachbelastung kann mit erheblichen zeitlichen, physischen und psychischen Herausforderungen einhergehen. Die gleichzeitige Bewältigung akademischer Anforderungen und familiärer Verantwortung wirft zentrale Fragen zur Vereinbarkeit von Studium und Pflege sowie zur Ausgestaltung hochschulischer Unterstützungsangebote auf.

Ziel des vorliegenden Forschungsprojekts ist die Untersuchung hochschulinterner Unterstützungsstrukturen für Studierende mit Pflegeverantwortung an der Europa-Universität Flensburg sowie der Hochschule Flensburg. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, inwieweit bestehende Maßnahmen, Angebote und institutionelle Rahmenbedingungen den besonderen Bedürfnissen dieser Zielgruppe gerecht werden. Langfristig zielt das Projekt darauf ab, empirisch fundierte Handlungsempfehlungen für eine bedarfsgerechtere Gestaltung hochschulischer Unterstützungsstrukturen zu entwickeln.

Young Carers in Bildungskontexten (EduCarePaths)

Projektbeteiligte: Dr. Anna-Maria Spittel, Dr. Steffen Kaiser (Europa-Universität Flensburg), Prof. Dr. Gisela C. Schulze 

Projektbeschreibung: Der Begriff „Young Carers“ bezeichnet Kinder und Jugendliche, die in erheblichem Maße Pflege- und Unterstützungsaufgaben für Angehörige oder ihnen nahestehende Personen übernehmen. Die mit dieser Verantwortung einhergehenden Anforderungen können sich nachteilig auf die emotionale, soziale und schulische Entwicklung auswirken. Die Bewältigung dieser jungen Menschen in den Rollen als Lernende und Pflegende kann folglich eine Herausforderung darstellen und zu Einschränkungen in der schulischen Leistungsfähigkeit, zu Fehlzeiten oder gar zum Bildungsabbruch führen. Dies kann langfristige Auswirkungen auf die Bildungsbiografie und die Zukunftschancen haben. In einigen Ländern wurden bereits gezielte Maßnahmen implementiert, die darauf abzielen, Young Carers zu identifizieren und sie zu unterstützen. In Deutschland hingegen mangelt es bislang häufig noch an gesellschaftlicher Wahrnehmung sowie an Unterstützungsstrukturen.

Aktuelle Forschungsprojekte mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen fokussieren Bildungsbiographien von Young Carers in den Übergängen sowie die Analyse und Weiterentwicklung von Unterstützungsstrukturen im schulischen Kontext.

Publikationen:

Kaiser, S., Siegemund-Johannsen, S., Schulze, Gisela C., Spittel, A.-M. (2024). Basic Conditions for Support of Young Carers in School: A Secondary Analysis of the Perspectives of Young Carers, Parents, Teachers, and Counselors. Healthcare, 12(11), 1143.

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Kidstime Plus E

Laufzeit: 01.01.2024 – 31.12.2025

Förderung: ERASMUS+ (Gesamt: 60.000 Euro)

Projektleitung: Henner Spierling (Kidstime Deutschland e.V.)

Projektbeteiligte (universitär): Dr. Anna-Maria Spittel, Wiebke Stöhr

Kooperationspartner: Kidstime Deutschland e.V., Fundació Privada C.H.M. Orienta, Systemisches Zentrum Wienerwald, Okkar heimur

Projektbeschreibung: In Wien, Barcelona und Reykjavik werden Kidstime-Formate auf Basis eines bewährten Präventionsprogramms für Familien mit psychisch erkrankten Eltern etabliert. Das Konzept soll im Rahmen des Projektes durch E-Learning-Tools (bspw. psychoedukative Videos) ergänzt, die auch nach Projektende weiter genutzt werden können. Begleitend finden Online- und Präsenztreffen zur Entwicklung und Integration digitaler Lernangebote statt, um psychische Erkrankungen wie Depression oder Angst kindgerecht zu vermitteln. Durch die transnationale Zusammenarbeit und die entwickelten E-Learning-Tools werden bestehende Angebote nachhaltig erweitert, Resilienz und Krankheitsverständnis gestärkt und Einsatzmöglichkeiten, etwa in Schulen, langfristig verbessert.

(Stand: 26.03.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p114136
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