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Prof. Dr. Esther Ruigendijk

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Beratung zur fachlichen Vernetzung und individuellen Profilbildung insbesondere im Professionalisierungsbereich:

Nicole Griese

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Aktuelle Dissertationsprojekte

Niederlandistik

Processing of prepositions in cochlear implanted children

Mari Chanturidze

The aim of the project is to study the acquisition of prepositions in German-speaking children with cochlear implants (CI). In the online EEG experiment children fitted with CI (age: 7-12 years) will be tested on their processing of preposition violations in auditorily presented sentences. In order to see whether in these children the state of prepositions is affected by hearing impairment, their performance will be compared to that of (1) age-matched typically developing (TD) and (2) hearing age-matched TD peers.

Papiamentu-Dutch code-switching: an EEG study

Katrin Watson

Seit 2014 bin ich als PhD-Kandidatin mit dem Institut für Niederlandistik der Universität Oldenburg verbunden. In meinem Forschungsprojekt möchte ich die kognitive Verarbeitung von niederländischen Lehnwörtern im Papiamentu mit EEG untersuchen.

Mein Forschungsprojekt spiegelt auch meine besonderen Interessen wider: Kreol- und Kontaktsprachen, code-switching und Psycholinguistik im Allgemeinen.

Anglistik

Specific Language Impairment in Arabic and in Sequential Bilingual Arabic-German Children: Implications for Clinical Assessment and Treatment

Lina Abed-Ibrahim

Lina Abed Ibrahim investigates typical and atypical language acquisition in monolingual Arabic speaking as well as in bilingual Arabic-German children. The data she collects on monolingual children will be used as a background for expectations on bilingual development in Arabic. In the context of the BiLaD and BiliSAT projects, such data can then be compared to the data collected on these children’s development in German. The aim is to evaluate existing assessment tools and to develop new ones in order to provide fair assessment for bilingual Arabic-German speaking children, not only for heritage speakers but also for new arrivals.

 

Slavistik

Diskursmarker in der alltäglichen Rede bekennender ukrainischer Suržyksprecher

Olena Caro-Smolianinova

Das zentrale Ziel der geplanten Dissertation ist es, anhand eines umfangreichen Korpus, das in der sprachwissenschaftlichen Abteilung der Oldenburger Slavistik erstellt wurde, die Diskursmarker in der Rede der Ukrainer, die sich dazu bekannten, gemischt zu sprechen, zu analysieren und zu systematisieren. Diese Materialgrundlage, Gegenstand der geplanten Dissertation, soll in erster Linie im Hinblick darauf untersucht werden, welche Diskursmarker in der Rede der Bewohner der zentralen Ukraine auftreten und ob diese dem Ukrainischen oder Russischen affin sind. Die Arbeit strebt einen Überblick über die in der Zentralukraine gesprochene Rede an.

Die Sprachen und die Konstruktion kollektiver Identität bei jungen Erwachsenen in Belarus

Daria Grecko

Das Ziel des Projektes ist die Untersuchung komplexer Verbindungen zwischen der Sprachsituation in Belarus sowie den Spracheinstellungen und verschiedenen Formen kollektiver Identität der jungen Belarussen. Die Untersuchung basiert auf quantitativen (eine repräsentative Umfrage unter 1000 jungen Belarussen (2013)) und qualitativen (18 Leitfadeninterviews (2016)) Erhebungen.

Die belarussisch-russische Mischvarietät "Trasjanka" als Kommunikationsmittel bei belarussischen Jugendlichen und Kindern (Schülern)

Natallia Krauchanka

Flexionsmorphologie des Lemkischen: Kodifizierung und Usus im Vergleich

Germanistik

Graphematische Variation in historischen deutschen Texten

Hanna Lüschow

In der geplanten Dissertation sollen der Rückgang der graphematischen Variation in historischen deutschen Texten und die damit zusammenhängenden systematischen Entwicklungen nachgezeichnet werden.
Als Datengrundlage dient das Deutsche Textarchiv, eine Sammlung historischer Texte, wobei der Fokus der Untersuchung auf dem 17. bis 19. Jahrhundert liegt.
In diesen Texten wird das Verhältnis der verschiedenen auftretenden Schreibvarianten einer Wortform zueinander untersucht.

Von besonderer Relevanz sind dabei die Häufigkeiten der einzelnen Schreibvarianten, da so unter anderem Schlüsse gezogen werden können, welche Varianten sich in einem bestimmten Zeitraum am stärksten durchgesetzt haben.
Zusätzlich soll beziffert werden, welche Zeichen(-kombinationen) besonders häufig und besonders langfristig von graphematischer Variation betroffen waren und somit zum Fortbestand eines von der heutigen normierten Orthographie abweichenden Schriftbildes beigetragen haben.

Als Ausgangspunkt dient unter anderem die Annahme eines damaligen graphematischen Alternanzgebotes, wobei eine zu häufig wiederkehrende gleiche Wortschreibung als zu vermeidender stilistischer Fehler angesehen wurde.
In Zusammenhang mit diesem Alternanzgebot soll die Distanz zwischen den unterschiedlichen Schreibvarianten in zweierlei Hinsicht betrachtet werden:
Zum einen soll die Distanz zwischen den Zeichenketten betrachtet werden, um somit ihre konkreten Differenzen zu untersuchen und zu systematisieren.
Zum anderen soll auch die räumliche Distanz, bezogen auf die relative Lage innerhalb eines Textes, zweier Varianten zueinander untersucht werden, um zu prüfen, ob auch hierbei eine Strategie zur Vermeidung schneller Wiederholungen derselben Schreibung erkennbar ist.

Die Linguistik der Handschriften

Niklas Reinken

In gedruckten Schriften zeigen sich linguistische Strukturen auf unterschiedlichen Ebenen. So finden sich in der graphematischen Struktur eines Wortes Hinweise auf dessen Phonologie oder auf dessen Morphologie.

Der handschriftliche Sprachmodus unterscheidet sich nun in einigen offensichtlichen Merkmalen von der Druckschrift: Gedruckte Buchstaben sind diskret, d. h. sie sind eindeutig von ihren benachbarten Elementen abgegrenzt. In Handschriften können die Grenzen der Buchstaben aufgehoben sein. In solchen Fällen könnte man von handschriftlichen Ligaturen sprechen. Außerdem wirkt in Druckschriften ein Prinzip der Varianzvermeidung. Die Form eines Buchstaben variiert in Druckschriften nicht – in Handschriften kann sie sich dagegen stark unterscheiden.

Beide Phänomene ermöglichen es einer Handschrift, eine größere Variation zu zeigen als Druckschriften. Und tatsächlich treten in Handschriften auch Variationen auf, die in Druckschriften nicht zu finden sind. Möglicherweise sind solche Variationen nicht nur rein zufällig oder rein produktionsbedingt, sondern zeigen darüber hinaus auch noch einen Bezug zu linguistisch interessanten Strukturen.

Die Fragestellung des Promotionsvorhaben ist, wie die Mittel klassifiziert werden können, die Hand-schriften zur Anzeige von linguistischen Merkmalen erlauben und welche linguistische Struktur jeweils mit diesen Mitteln korrespondiert.

Diese Frage soll mit durch die Analyse eines handschriftlichen Korpus aus Abituraufsätzen beantwortet werden.

Akustische Eigenschaften der Vokale des Saterfriesischen und seiner Kontaktsprache (Arbeitstitel)

Heike Schoormann

Die Dissertation wird im Rahmen des DFG-Projekts (PE 793/2-1) Lautliche und prosodische Variation im Sater­land: Saterfriesisch, Niederdeutsch und Hochdeutsch angefertigt. Ziel der Arbeit ist eine akus­tisch-phonetische Untersuchung der Vokalsysteme der drei im Saterland gesprochenen west­ger­manischen Sprachen mit Schwerpunkt auf dem Saterfriesischen und sei­ner Variation. Hierzu werden die Vokale in den drei Orten Strücklingen, Scharrel und Ramsloh in kontrolliert phone­tisch­er Lautumgebung in Produktionsexperimenten erhoben. Neben der Ermittlung der derzeit in der Literatur angenommenen phonologischen Vokalinven­tare der drei Sprachen soll Auf­schluss bezüglich inter- und intrasprachlicher Variationsphäno­mene im sater­friesischen Vo­ka­lismus gegeben werden. Die Vokalsysteme der drei Sprachen unterscheiden sich im Umfang des phonologischen Inventars. Besonderes Augenmerk wird daher auf die Distribution der einzelnen Phoneme im Vokalraum innerhalb der drei Sprachen gelegt und un­ter­sucht, welchen Effekt das Vorhandensein zusätzlicher Monophthongoppositio­nen auf die akustisch-phonetische Ausprägung der Einzellaute sowie des Gesamtsystems hat. Es soll somit dem Zusammenhang von Inventargröße und genutztem Vokalraum sowie der phonetischen Para­meter zur Aufrechterhaltung distinktiver Vokalkategorien in komplexen Sys­temen nachge­gangen werden.

Fk.I1g5iII-cnWebmastee4txr (sabine.lohwaghjksser@uol.de) (Stand: 07.11.2019)