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Workshop "Zombies in der populären Kultur"

Zombie-Filme und -Serien erfreuen sich großer Beliebtheit sowohl beim Mainstream-Publikum als auch unter Pop-Kennern und in akademischen Kreisen. Dies zeigt nicht nur der aktuelle Erfolg der Serien The Walking DeadFear the Walking Dead und Black Summer,auch lässt sich eine Bewegung der Zombiefigur vom sogenannten Trash-Kino ins Zentrum der Popkultur verzeichnen. Hier verliert der Zombie ein Stück weit an Schrecken – man denke an Komödien wie FidoShaun of the Dead und Warm Bodies, aber auch an die Serien Santa Clarita Diet und iZombie.Jüngst widmet sich mit Jim Jarmuschs The Dead Don’t Die auch der Autorenfilm dem Zombie-Genre, das auf diese Weise auf  ein bildungsbürgerliches Publikum orientiert.

Das ‚Grundrezept‘ von Zombie-Filmen setzt sich folgendermaßen zusammen: Zombietum wird durch Infektion hervorgerufen, woraufhin die Infizierten als wandelnde Leichen, entmenschlicht und als bloße Triebwesen in Horden rastlos durch eine apokalyptische Welt streifen, sich von Menschenfleisch ernähren, was die gebissenen Opfer ihrerseits zu Zombies werden lässt. Die Herausforderung für die noch nicht infizierten Menschen besteht darin, einen sicheren Ort zu finden, der meist nach kurzer Zeit – sei es durch Auseinandersetzungen mit anderen Überlebenden oder durch einen Ansturm der Zombie-Massen – aufgegeben werden muss.

Mit diesem Muster des modernen Zombie-Films etablierte der Regisseur George A. Romero (1940–2017) in Night of the Living Dead (1968) und Dawn of the Dead (1978) eine bis in die Gegenwart produktive Formel. Sie wurde seit den 60er Jahren vielfältig realisiert und bietet weiterhin Raum für Innovation. Der Workshop widmet sich der Geschichte des Zombie-Genres und diskutiert dessen aktuellen Status. Die Analyse einzelner Werke wird insbesondere von einem Interesse an der kulturellen Einbettung der Zombie-Filme geleitet. Hier wird der Tatsache Rechnung getragen, dass der ‚Subtext‘ der Zombie-Filme immer wieder in origineller Weise auf den jeweiligen historischen Entstehungskontext bezogen wurde (z.B. Vietnamkrieg, Konsumkapitalismus).

Programm

Im Rahmen des Workshops wird der Filmwissenschaftler Prof. Dr. Marcus Stiglegger einen ausführlichen Vortrag zum Thema halten und eine Masterclass veranstalten. Als Professor für Fernsehen und Film an der Dekra Hochschule für Medien in Berlin befasst er sich mit Genretheorie und ist Experte im Bereich Horrorfilm. Marcus Stiglegger ist Autor diverser Monografien, darunter: Auschwitz TV. Reflexionen des nationalsozialistischen Genozids in Fernsehserien (2014), Nazi Chic und Nazi-Trash. Faschistische Ästhetik in der populären Kultur (2011), Terrorkino. Angst/Lust und Körperhorror (2010) und Ritual und Verführung. Schaulust, Spektakel und Sinnlichkeit im Film (Habilitationsschrift, 2006). Desweiteren ist er als Herausgeber der folgenden Bände in Erscheinung getreten: Handbuch Filmgenre. Geschichte. Ästhetik. Theorie (2019), Neues ostasiatisches Kino (2015), Gendered Bodies. Beiträge zur Körper -und Gendertheorie (2013) sowie Kriegsfilm (2006) und Western (2003) der Reclam-Reihe Filmgenres. Weitere Buchveröffentlichungen zur Nouvelle Vague, David Cronenberg und Dario Argento.

Montag, 16.09.2019 (A05 0-056)
Abendvortrag mit Prof. Dr. Marcus Stiglegger
anschließend: Screening Dawn of the Dead

Dienstag, 17.09.2019 (A05 0-056)
Masterclass mit Marcus Stiglegger (Moderation: Till Huber und Haimo Stiemer)

Kontakt/Organisation
Dr. Till Huber, Institut für Germanistik, ti/t4zll.rk6dhubpdwner@druol.degn
Haimo Stiemer, Institut für Niederlandistik, haisqdbmozvj.stqwaiemerdc@uol/mn.de

3GO-s+xeaWebmwiastc3bgoerq4apn (3GO@uol.de) (Stand: 07.11.2019)