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Anna Bohlen:
Private Religiosität in den westlichen Provinzen während der römischen Kaiserzeit

Das Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit der privaten und individuellen Religiosität und der Religionsausübung der Menschen im Römischen Kaiserreich. Der lokale Fokus liegt, soweit dies aufgrund der Quellenlage möglich ist, auf der Betrachtung der westlichen Provinzen und soll im Verlauf des Arbeitsprozesses weiter konkretisiert werden. Bei der inhaltlichen Bearbeitung des Themas werden die unterschiedlichen vorherrschenden religiösen Strömungen und Gruppierungen (beispielsweise: Römische Staatsreligion, Mysterienkulte, Kaiserkult, frühes Christentum) berücksichtigt und vergleichend betrachtet. Dabei ist auch der Übergang von polytheistischen zu monotheistischen Überzeugungen von großem Interesse. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht der individuelle Mensch der römischen Antike mit seinen persönlichen Vorstellungen von Religiosität und Göttlichkeit und seiner Art und Weise der Kultpraxis sowie seiner Motivation für religiöses Handeln und Leben.

Neben den üblichen schriftlichen und archäologischen Quellen zur Religionsgeschichte der Römischen Kaiserzeit, die unter der Fragestellung neu gelesen und interpretiert werden, werden als zentraler Quellenkorpus die sogenannten Fluchtafeln zur Bearbeitung des Dissertationsthemas herangezogen. Bei diesen Texten handelt es sich um  direkte Ansprachen und Forderungen von Privatpersonen an Gottheiten, die in dieser Form in den übrigen vorhandenen Quellen nicht zu finden sind und aufzeigen, welches Verhältnis zwischen Mensch und Gottheit herrschte. Außerdem wird in diesen Quellen exemplarisch deutlich, welche Fähigkeiten man den Göttern zusprach und welche Erwartungen man an sie hatte.

Anmotoip4mknietta Cxhyqnastiello (antoniettalx.cyzastielx0hyhlo1rc8x@uni-oldenbumtrg.drwye) (Stand: 07.11.2019)