Forschung

Forschung

Unsere Forschung zielt darauf ab, die physiologischen Engpässe in den Lebenszyklen pelagischer Schlüsselarten zu identifizieren, ihre Performance und Anpassungsfähigkeit im Hinblick auf (anthropogene) Umweltveränderungen zu untersuchen und die Rolle dieser Arten in biogeochemischen Kreisläufen zu verstehen. Wir konzentrieren uns auf die Charakterisierung physiologischer und genetischer Merkmale in Bezug auf saisonale Anpassung sowie wichtige Umweltfaktoren wie Temperatur, Nahrungsmenge und -qualität, Meereis und Photoperiode.

Einige der Schlüsselarten, mit denen wir im Südpolarmeer arbeiten, sind unter anderem Krill, insbesondere der Antarktische Krill, Euphausia superba und die Salpenart Salpa thompsoni. Im Arktischen Ozean arbeiten wir mit der Krillart Thysanoessa inermis sowie mit verschiedenen Copepodarten, die ebenfalls Schlüsselpositionen im dortigen Nahrungsnetz einnehmen, wie z. B. Calanus finmarchicus.

Unser Ansatz kombiniert die Verwendung von verschiedenen Geräten zur Probennahme, experimentellen Designs und Analyseansätzen. Wir verwenden Daten und Proben, die auf Expeditionen mit verschiedenen Forschungsschiffen und verschiedenen Kooperationspartnern gesammelt wurden, um die Populationsdynamik, Disposition und physiologische Performance von Organismen unter Umgebungsbedingungen zu bestimmen. Mittels verschiedener experimenteller Designs, welche wir sowohl auf See als auch an Land umsetzen, in Kombination mit biochemischen und molekularen Analysen im Labor, bestimmen wir außerdem die physiologische Performance sowie die mögliche Anpassungsfähigkeit der genannten Arten unter verschiedenen Umweltbedingungen. Anschließend integrieren wir die generierten Daten in Modellansätze, um die Populationsdynamik in Bezug auf zukünftige Umweltszenarien sowie mögliche Konsequenzen für das Ökosystem abzubilden.

(Stand: 09.06.2021)