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Leitung

Prof. Dr. Mark Schweda

+49 (0)441 798-4483

+49 (0)441 798-5824

Postanschrift

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät VI - Medizin und Gesundheitswissenschaften
Department für Versorgungsforschung
Abteilung Medizinische Ethik
Ammerländer Heerstr. 114-118
26129 Oldenburg

Besucheranschrift

Campus Haarentor, Gebäude V04
Ammerländer Heerstraße 140
26129 Oldenburg

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Vorklinisches Wahlfach: Einführung in die Pathogenese und Prävention von Pandemien inkl. Covid-19 an der Schnittstelle von Gesundheits- und Geisteswissenschaften (WiSe20/21)

Die Abteilung Ethik in der Medizin ist auch im Rahmen des vorklinischen Wahlfachs vertreten:

Pestilentia bei Galenos von Pergamon, Sidonius Apollinaris, Prokop und im frühen Islam (Hadith, Koran) im Spiegel der Covid-19 Pandemie

Eine sozial harmonische und effiziente Verhinderung (Prävention) von Covid-19 Erkrankungen in Europa scheitert aktuell (Sommer 2020) an einer widersprüchlichen moralischen Beurteilung von Präventionsmaßnahmen in der Bevölkerung.

Dieses unmittelbare Erleben der biologischen Gefahrensituation im sozialen Kontext nutzen wir in unserem Seminar als empathischen Zugang zu aktuellen und literarisch dokumentierten, philosophisch – medizinisch begründeten Präventionskonzepten.

Mit dem Ziel, Anregungen für respektvolles Miteinander zu gewinnen, vergleichen wir systemisch auftretendes Infektionsgeschehen in der Jetztzeit und in der Spätantike:
SARS-Cov-2-Pandemie, AIDS-Pandemie, Influenza, im 20.-21. Jahrhundert
Antoninische Pest (Galen) und Justinianische Pest (Prokop; Moschus), Pestilentia bei Sidonius Apollinaris im Römischen Reich und Rom-Nachfolgestaaten: 3.- 7. Jahrhundert, islamische Überlieferungen aus dem Koran und dem Hadith).

Sie sind als StudentInnen der Geschichte, Medizin und Gesundheitswissenschaften willkommen mit Dozenten der Univ. Oldenburg aus den Bereichen Ethik in der Medizin, Geschichte und Pathologie folgende Fragen zu beantworten:

• Medizintheoretisch und -praktisch: Wie hängen unterschiedliche Pathogenesekonzepte mit moralischen Einschätzungen zur Krankheitsentstehung und -verbreitung zusammen (Schicksalshaftigkeit, (Eigen-)Verantwortung, Schuldhaftigkeit; Kausal- und Formalpathogenese)?

• Medizinhistorisch: Wie prägt die Erinnerung an vergleichbare frühere Situationen (das kulturelle Gedächtnis) die moralische Beurteilung der aktuellen Problemlage und der vorgeschlagenen Lösungsansätze? (Verbindlichkeit von Präventionsmaßnahmen durch Diätetik, Bildungsideale und religiös-sozialen Normen; Seuchenschutz als obrigkeitliche Aufgabe des modernen Sozial- und Verwaltungsstaates (biopolitisches Paradigma); Spanische Grippe als erste Pandemie des 20. Jahrhunderts; AIDS-Kontroverse als Ausgangspunkt neuer, auf Aufklärung und Eigenverantwortung setzender Public Health-Ansätze in Deutschland)?

• Medizinethisch: Inwieweit lassen sich die öffentlichen Infektionsschutzmaßnahmen im Kontext der Corona-Pandemie moralisch rechtfertigen (-> Grundlagen Public Health-Ethik, zentrales Spannungsfeld zwischen individuellen Freiheitsrechten und kollektiven Gütern/Gemeinwohlorientierung)?

Die Anmeldung erfolgt über studIP.

Vorklinisches Wahlfach: Historische Perspektiven zur Eugenik und das ärztliche Selbstverständnis (WiSe20/21)

Im Rahmen des vorklinischen Wahlfachs ist auch die Abteilung Ethik in der Medizin vertreten: Dr. Merle Weßel bietet einen Einblick in historische Perspektiven zur Eugenik und das ärztliche Selbstverständnis.

 

Die Eugenik war eine gesellschaftsverändernde (Pseudo)-Wissenschaft im 19. und 20. Jahrhundert. Menschen wurden nach ihrer "Rassenzugehörigkeit" in hierarchische Gruppen sortiert und das menschliche Leben als wertvoll oder wertlos klassifiziert. Die Eugenik war aber nicht nur eine Ideologie des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland, sondern eine globale soziale Bewegung, die sich im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert in den meisten Ländern der westlichen Welt wiederfand. Sie rückte insbesondere Ärzt*innen in den Mittelpunkt eines wissenschaftlichen Diskurses und erweiterte deren herkömmliche Aufgabenbestimmung als Heiler*innen um die Rolle von politischen Berater*innen und Sozialhygieniker*innen.

Dieses Seminar erarbeitet die Geschichte der Eugenik und ihre Verbindungen und Einflüsse auf das soziale, politische und professionelle Selbstverständnis von Ärzt*innen und den ärztlichen Beruf. Erörterte Fragen betreffen zum Beispiel die Rolle von Ärzt*innen in der Entwicklung der eugenischen Ideologie, die Position von Ärzt*innen im Nationalsozialismus in Deutschland und in anderen Ländern mit starkem eugenischen Interesse, wie zum Beispiel Skandinavien, sowie die Folgen von eugenischem Denken für das Selbstverständnis von Ärzt*innen und die ärztliche Praxis bis heute.

Die Studierenden erwerben Kenntnisse über die Grundlagen der Eugenik und erörtern die Relevanz von Eugenik für den Arztberuf und ihr eigenes Selbstverständnis als Arzt/ Ärztin. Des Weiteren lernen sie Methoden wissenschaftlichen Arbeitens durch Recherche und Lektüre von Texten und historischen Quellen sowie durch die selbstständige Erarbeitung eines Referates und die mündliche Präsentation eines wissenschaftlichen Sachverhaltes kennen.

Ansprechpartnerin: Dr. Merle Weßel (medftrle.wesymrseaxdvl@uolyl.de)

Termin: 29.09.- 05.10.20

Die Anmeldung erfolgt über stud-ip

LFC Forschungsarbeit zum Thema „Rassismus in der Medizin“ in der Abteilung Ethik in der Medizin

Rassismus in der Medizin? Erfahrungen von Benachteiligungen und Diskriminierungen im medizinischen Berufsfeld

Die Benachteiligung und Diskriminierung aufgrund von ethnischer Herkunft, Nationalität und anderen Merkmalen ist zurzeit erneut ein präsentes gesellschaftliches Thema. Benachteiligungs- und Diskriminierungserfahrungen machen auch Ärzt*innen in ihrem beruflichen Alltag. Im Rahmen des Querschnittsbereiches Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin bietet die Abteilung für Ethik in der Medizin für eine LFC-Forschungsarbeit die Möglichkeit der Erforschung von Benachteiligungs- und Diskriminierungserfahrungen im ärztlichen Berufsfeld an. Hierbei liegt der Fokus auf qualitativen Interviews mit Ärzt*innen, der anschließenden Auswertung und Analyse der Daten.

Bei Interesse und Fragen melden Sie bitte bis spätestens dem 10.09.20 in der Abteilung Ethik in der Medizin: medipnjzinesiothik@uni-oldenw+lburg.4k5dde2mg

 

60 Jahre Pille: Dr. Merle Weßel blickt in der Nordwest Zeitung auf 60 Jahre Antibabypille zurück

Anlässlich des 60. Geburtstags der Antibabypille blickt Dr. Merle Weßel von der Abteilung Ethik in der Medizin in der Nordwest Zeitung auf Geschichte und Wirkung des Verhütungsmittels zurück.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Uni am Markt: Prof. Dr. Mark Schweda im Gespräch mit Dr. Christiane Brokmann-Nooren zur Corona-Pandemie

Im aktuellen Video der Uni am Markt spricht Prof. Dr. Mark Schweda mit Dr. Christiane Brokmann-Nooren über die ethischen Fragestellungen angesichts der Corona-Pandemie.

"Alle haben das gleiche Recht auf Leben" - Prof. Dr. Mark Schweda im Interview über die ethischen Herausforderungen angesichts der Corona-Pandemie

In einem aktuellen Interview äußert sich Prof. Dr. Mark Schweda zu den ethischen Herausforderungen angesichts der Corona-Pandemie. Knappe Ressourcen in der Intensivmedizin, Solidarität in Deutschland und Europa sowie die Zeit nach dem Lockdown sind einige der Themen des Interviews, das hier in voller Länge zu finden ist.

Projektstart EIDEC (Ethical and Social Issues of Co-intelligent Sensory Dementia Care / Ethische und soziale Aspekte co-intelligenter sensorgestützter Assistenzsysteme in der Demenzpflege)

Anfang 2020 ist das BMBF-geförderte Verbundprojekt EIDEC gestartet.

Aufgrund des demographischen Wandels und technischer Innovationen erfährt die Versorgung und Pflege von Menschen mit Demenz eine grundlegende Veränderung. Neue Tracking-, Sensor- und Assistenz-Technologien erlauben es, das Verhalten von Menschen mit Demenz zu monitoren und zu unterstützen. Ziel ist es, ein unabhängiges Wohnen zu ermöglichen, Probleme frühzeitig zu erkennen, Pflegende zu entlasten und insgesamt die Qualität und Kosteneffizienz der Versorgung zu steigern. Diese soziotechnischen Systeme integrieren künstliche Intelligenz, Semantik und menschliche Interpretationen. Unser Forschungsteam untersucht solche co-intelligenten Systeme in der Demenzversorgung in zwei alltagsnahen Anwendungsbereichen, der institutionellen und der häuslichen Pflege. In der Kombination von Technikbewertung und empirisch informierter Ethik beforschen wir die soziale Akzeptanz und moralische Bewertung der Anwendungen bei verschiedenen Gruppen (Patienten, Familienangehörigen, professionell Pflegenden und Ärzten) mittels qualitativer Interviews. Die ethische Analyse fokussiert auf zwei wichtige ethische Konzepte in der Demenzversorgung: Privatheit und Empowerment. Die an der Universität Oldenburg angesiedelten Teilprojekte legen den Schwerpunkt auf den ambulanten Bereich und die Perspektiven von Patientinnen und Patienten sowie Familienangehörigen. Dabei widmen sie sich insbesondere ethischen Fragen der Privatheit in der technisch assistierten Versorgung von Menschen mit Demenz. Die Projektergebnisse fließen in öffentliche Berichte, wissenschaftliche Artikel und Demonstrationsvideos ein. Sie sollen Entwickler solcher Systeme, Forschende aus Ethik, Sozialwissenschaften und Recht, Vertreter von Patientenverbänden und politische Entscheidungsträger darüber informieren, wie ethische und soziale Ansichten und Anliegen potentieller Nutzer und anderer Interessensvertreter bei der Entwicklung der Technologien und ihrem Einsatz in der Versorgung von Menschen mit Demenz zu berücksichtigen sind.

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Förderkennzeichen 01GP1901B
Förderzeitraum 2020-2022

Neuerscheinung: Aging and Human Nature

Bei Springer ist jüngst das Buch Aging and Human Nature erschienen, das unter anderem von Prof. Schweda herausgegeben wird. Das Buch behandelt Altern als Thema philosophischer, historischer und theologischer Perspektive und nimmt eine systematische Bestandsaufnahme der grundlegenden theoretischen Fragen im Zusammenhang mit Altern und höherem Lebensalter vor. Weitere Informationen zum Buch finden Sie hier.

Termine

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Webm7haskputerugb (david.sass@uojc4l.d7pe) (Stand: 01.09.2020)