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PIZ Pflegeinnovationszentrum

PIZ - Pflegeinnovationszentrum

Die Sicherstellung der Pflege ist eine der größten Herausforderungen der Zukunft. Allein im Bereich der Langzeitpflege wird die Zahl der Pflegebedürftigen im Sinne des SGB XI von 2,6 Mio. im Jahr 2015 auf 4,6 Mio. im Jahr 2055 um 70% steigen. Der Einsatz neuer Technik ist ein vielversprechender Weg, dem ansonsten zu erwartenden Pflegenotstand mit innovativen Ansätzen der Mensch-Technik Interaktion entgegenzutreten. Bei der Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen und bedarfsgerechten Pflege kommen der Entwicklung und dem Einsatz innovativer Lösungen der Mensch-Technik Interaktion eine zentrale Bedeutung zu: Sie können in den unterschiedlichen Versorgungssettings – von der Langzeitpflege, über die häusliche Krankenpflege bis zur Krankenhauspflege dazu beitragen, nicht nur die Pflege überhaupt sicher zu stellen, sondern zugleich die Selbstständigkeit, Selbstbestimmung und die Lebensqualität von Pflegebedürftigen zu erhalten, Pflegefachkräfte bzw. Pflegefachpersonen ebenso wie pflegende Angehörige zu entlasten und damit mehr Freiraum für zwischenmenschliche Zuwendung in der Pflege zu eröffnen.

Ziel dieses Projektes sind der Aufbau und die Verstetigung eines Kompetenzzentrums für Innovationen in der Pflege (PIZ), das technische Innovationen zur Unterstützung der Pflege entwickelt, Produkte am Markt und aus Forschungsprojekten erprobt, sowie die Ergebnisse in Reallaboren für die Fachöffentlichkeit und für die Weiter- und Ausbildung zugänglich macht. Das Pflegeinnovationszentrum (PIZ) bettet auf der einen Seite die Pflegepraxiszentren (PPZ) und damit renommierte Pflegeeinrichtungen mit ein und hält andererseits einen engen Austausch zu den Technologie- und Dienstleistungsanbietern in der Pflegebranche.

Auf Basis der im Vorfeld erwirtschafteten Ergebnisse der Bedarfsanalyse werden technologische Lösungen zur Entlastung der Pflegekräfte und Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf gesucht. In diesem Kontext werden einerseits Forschung und Entwicklung betrieben, anderseits werden bereits am Markt etablierte Produkte gesichtet, aufgenommen und erweitert, falls diese den identifizierten Anforderungen gerecht werden. Zeitgleich findet während der Entwicklung und Produktakquise ein stetiger Austausch mit Experten aus der Praxis statt, sodass der Nutzen der Entwicklungen früh validiert werden kann. Als Grundvoraussetzung dient die Vernetzbarkeit der technologischen Entwicklungen, sodass ein intelligentes Zusammenwirken der Technik die Nutzer zusätzlich unterstützen kann.

Innerhalb des Projekts werden fokussiert vier verschiedene Pflegeszenarien betrachtet (häusliche Pflege, stationäre Pflege, Intensivpflege, Pflegedienstzentrale). Für diese Szenarien werden gezielt Technologien der Bereiche Monitoring und Assessment, Kommunikation, interaktive Alltagsbegleiter, assistive Robotersysteme sowie virtuelle und augmentierte Realität betrachtet. Sämtliche Entwicklungen können in unseren Reallaboren demonstriert und erklärt werden.

Finanzierung / Kooperationen

Projektpartner

OFFIS e.V., Bereich Gesundheit (Koordinator)
Universität Bremen
Universität Oldenburg, Medical Education
Universität Oldenburg, Sozialwissenschaftliche Theorien
Hanse Institut Oldenburg Bildung und Gesundheit GmbH

Finanzierung

Das Projekt wird vom BMBF gefördert (06/17 – 05/22)
Eigenmittel (AMT)


We+lhmbmasteri5umb (david.sa8n2ss@uol6ayo.de) (Stand: 07.10.2020)