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Wiebke Cassens

Masterstudiengang Sonderpädagogik

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Graphic Novels

Literarisches Werk für die Schule adaptiert

"Der Knabe im Moor"

Die Idee, Lektüren für ein meist erwachsenes Publikum in Form von Bildgeschichten auszudrücken, finde ich faszinierend und auch einfach schön anzusehen.

Schon bevor ich das Seminar „Bildgeschichten“ belegt habe, standen zu Hause einige Graphic Novels in meinem Bücherregal. Ich bin 25 Jahre alt, studiere im letzten Mastersemester Sonderpädagogik und Kunst und gehe mit großen Schritten aufs Referendariat zu. Aus meiner Sicht ist eine anhand von Bildern erzählte Geschichte – auch wenn sie komplex ist – ideal in den Unterricht integrierbar, etwa das Tagebuch der Anne Frank als „Graphic Diary“. Und das ist auch der Gedanke hinter meiner Umsetzung der Ballade „Der Knabe im Moor“ von Annette von Droste-Hülshoff.

Gerade beim Unterrichten von geistig oder lernbeeinträchtigten Kindern ist eine Adaption literarischer Werke unerlässlich, so dass immer neue Formen der Vermittlung geschaffen werden müssen. Um der Klasse eben auch eine Ballade wie diese näherzubringen, eignet sich eine Graphic Novel sehr gut. Auch eine Gestaltung von Comics oder kleinen Bildgeschichten kann Teil des Unterrichtsgeschehens sein, und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass die Schülerinnen und Schüler dabei wahnsinnig viel Spaß haben.

Bei der Gestaltung hat mich vor allem die düstere Stimmung der Ballade interessiert, darüber hinaus war das Gestalten mit Tusche für mich eine neue Erfahrung. Ich habe unzählige Stunden an der Gestaltung gesessen, bei 23 Seiten kommt da eine Menge Arbeitszeit zusammen.

Wiebke Cassens

 

Dieser Text ist im April 2021 zuerst in der Hochschulzeitung UNI-INFO erschienen.

Redaktion: Deike Stolz

(Stand: 09.06.2021)