KrillBestandsforschung Im Südpolarmeer - KrillBIS II

KrillBestandsforschung Im Südpolarmeer - KrillBIS II

Das Ziel von KrillBIS II ist die Weiterführung der Krillbestandsforschung als wissenschaftliche Entscheidungshilfe für das Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und als Forschungsbeitrag der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen der Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze in der Antarktis (CCAMLR). Zurzeit wird die Abundanz und Verteilung der Krill-Prädatoren in Abhängigkeit der Krill-Abundanz und -Verteilung unter Einbeziehung der Fischerei als Maß für die Fangquoten herangezogen. Es hat sich jedoch im KrillBIS I - Projekt gezeigt, dass der Fokus auf den Zielorganismus Krill selbst, auf seine Biologie, das saisonale Verteilungsmuster, seine Entwicklungsstadien sowie seine Adaptationsfähigkeit gegenüber den klimatisch bedingten Umweltveränderungen in dem Bestandsschutzgedanken bislang keine ausreichende Berücksichtigung fand und daher einer Korrektur bedarf. Im KrillBIS II - Projekt soll nun gezeigt werden, inwieweit dieser neue Ansatz gegenüber dem bisherigen Prädatoren-Ansatz hilfreichere Aussagen zur Entwicklung des Krillbestands vor dem Hintergrund prognostizierter Umweltveränderungen liefern kann. Um dies zu realisieren, muss a) der momentane Wissenstand über Krill analysiert und entsprechende Wissenslücken aufgedeckt werden, b) aufgezeigt werden, wie die Wissenslücken zeitnah geschlossen werden können, sowie c) bereits vorhandene Daten zur Biologie und Adaptationsfähigkeit des Krills müssen in Modelle integriert werden, um realistische Vorhersagen zur Populationsentwicklung unter Berücksichtigung verschiedener Klima-Szenarien zu ermöglichen.

Beteiligte
Prof. Dr. Bettina Meyer (AWI/ICBM/HIFMB)
Dr. Ryan Driscoll (AWI)

Kooperationen
Dr. Thomas Badewien, ICBM
Dr. Christian Reiss, NOAA

Laufzeit
2019-2022

Finanzierung
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
Das Projekt und die Finanzierung sind am AWI lokalisiert.

(Stand: 09.06.2021)