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TransVer (2026-2030)

Digitale Transformation der Versorgung in der Fläche

Das vom Land Niedersachsen im Rahmen von zukunft.niedersachsen geförderte Projekt „Digitale Transformation der Versorgung in der Fläche" (TransVer) untersucht den sich vollziehenden Strukturwandel der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum am Beispiel der Umwandlung von Kliniken in regionale Versorgungszentren (RVZ) und der Stärkung zentralisierter und digitalisierter Versorgungsstrukturen.

Das Verbundprojekt verbindet Perspektiven aus den Medizin- und Gesundheitswissenschaften, der Informatik und Ingenieurwissenschaften sowie den Sozialwissenschaften, um diesen Veränderungsprozess wissenschaftlich zu begleiten und dazu beizutragen, neue medizinische und technische Lösungen zu entwickeln, die eine moderne und wohnortnahe Versorgung ermöglichen. Dazu gehört auch die Frage, wie bestehende Klinikstandorte sinnvoll weitergenutzt werden können – zum Beispiel durch digitale Assistenzsysteme oder neue Versorgungsangebote vor Ort. Ein besonderer Fokus liegt auf zwei Krankheitsbildern: Parkinson und akute Bauchbeschwerden. Beide stehen stellvertretend für sehr unterschiedliche Wege der Diagnose, Behandlung und Nachsorge. Gemeinsam mit Patient:innen sowie Fachleuten sollen neue, digitale und vernetzte Behandlungspfade entwickelt, getestet und bewertet werden.

Der Wandel der gesundheitlichen Versorgung wird dabei nicht nur technisch und medizinisch betrachtet, sondern als sozialer Transformationsprozess mit weitreichenden gesellschaftlichen und organisationalen Voraussetzungen und Implikationen analysiert. Durch eine breite Beteiligung von Bürger:innen, Gesundheitsfachkräften, Verwaltungsbehörden, Kostenträgern sowie den Forscher:innen des Verbundprojekts möchte das Projekt zur Aushandlung und Entwicklung bedarfsgerechter und innovativer Formen der gesundheitlichen Versorgung in der Fläche beitragen.

Das Teilprojekt unserer Arbeitsgruppe fokussiert auf eine Analyse der stattfindenden soziotechnischen Transformation der gesundheitlichen Versorgung in der Fläche und der damit einhergehenden organisationalen Umstrukturierungsprozesse.

Auf Basis qualitativer Interviewstudien werden die sozialen und organisationalen Dynamiken der Digitalisierung und Zentralisierung der medizinischen Versorgung im Kontext der Gründung von Regionalen Versorgungszentren (RVZ) untersucht. Das Projekt analysiert etwa, wie digitale und zentralisierte Versorgungsformen die Abläufe, Zuständigkeiten und Hierarchien zwischen unterschiedlichen Beschäftigungs- und Statusgruppen in den medizinischen Versorgungseinheiten verändern und wie die beteiligten Akteure und Professionen unter den konkreten organisationalen Rahmenbedingungen den Transformationsprozess gestalten.

(Stand: 22.09.2026)  |  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p121319
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