Leitung
Prof. Dr. Annett Thiele

A13 0-007/008

Konzeptionelle Ausrichtung

Die Arbeit der Forschungsstelle orientiert sich am bio-psycho-sozialen Modell von Behinderung (ICF) und verfolgt einen lebensspannenbezogenen Ansatz. Ein besonderer Fokus liegt auf Kindern und Jugendlichen sowie auf Übergängen zwischen verschiedenen Lebensbereichen – etwa zwischen Rehabilitation, Schule und Alltag.

Inhaltlich konzentriert sich die Forschungsstelle auf drei eng miteinander verknüpfte Bereiche:

  • Mobilität (z. B. Fortbewegung, Handfunktion, Positionierung)

  • Selbstversorgung und gesundheitsbezogenes Selbstmanagement

  • Lernen und Wissensaneignung

Diese Bereiche werden nicht isoliert betrachtet, sondern als miteinander verflochtene Dimensionen von Aktivität und Teilhabe.

Als zentrales Anliegen gilt Assistive Technologien nicht nur als einzelne Produkte zu verstehen, sondern als Teil komplexer Versorgungs- und Implementationsprozesse. Daher untersucht die Forschungsstelle, wie Technologien im Alltag tatsächlich genutzt werden, welche Barrieren bestehen und unter welchen Bedingungen sie nachhaltige Teilhabeeffekte entfalten.

Methodisch verbindet die Forschungsstelle Versorgungsforschung, partizipative Ansätze und fallorientiertes Arbeiten. Perspektiven von Nutzer*innen, Angehörigen und Fachkräften werden systematisch einbezogen, um praxisnahe und wirksame Lösungen zu entwickeln.

Gleichzeitig ist die Forschungsstelle eng in die Lehre eingebunden: Studierende erwerben durch praxisnahe Erprobung, fallbasierte Analysen und eigene Forschungsprojekte Kompetenzen im Umgang mit Assistiven Technologien und digitaler Teilhabe.

Als Teil des Kompetenzzentrums für inklusive Bildung und Beratung (KoggE) ist die Forschungsstelle zudem in regionale Netzwerke eingebettet und trägt aktiv zur Verbindung von angewandter Forschung, praxisnaher Lehre und Transfer in die Praxis bei.

(Stand: 07.04.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p114660
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