Goagoses, N., Pöchmüller, V. & Schüürmann, A. (2025). Parental Rules and Communication About Alcohol and Video-Gaming: Descriptive Overview and Associations With Adolescents’ Alcohol Consumption and Gaming Behaviors in Germany. Kindheit und Entwicklung, 34(4), 234-244. http://doi.org/10.1026/0942-5403/a000506
Abstract: Through rule-setting and communication, parents play a vital role in the socialization of their children’s media and substance use. This study provides a descriptive overview of alcohol-specific parental rules and communication, as reported by adolescents in Germany. It examines their concurrent associations with adolescents’ alcohol consumption and video-gaming behaviors. By addressing both alcohol consumption and video-gaming, the study captures how parents navigate two common adolescent behaviors that differ in social acceptability, typical frequency, and age of initiation. The sample consisted of 738 adolescents (413 female; Mage = 13.37) recruited from lower secondary schools in northern Germany. Participants completed a questionnaire assessing the rules and frequency of communication they received from their parents regarding alcohol consumption and video-gaming. They also reported their alcohol consumption and time spent playing video games, and completed scales measuring problematic consumption and gaming. We present the frequency of specific rules and explore differences by age and gender. Strict parental rule-setting for alcohol was negatively associated with adolescents’ weekend alcohol consumption and problematic consumption, while frequency of communication showed no association. Regarding video-gaming, strict rule-setting and increased communication about gaming risks were positively associated with daily gaming hours and problematic gaming. These findings highlight the importance of parental involvement in setting rules and communicating to help adolescents navigate age-appropriate activities that can become excessive and lead to negative developmental outcomes.
Keywords: parental rules, parental communication, alcohol, video-gaming, adolescence
Elterliche Regeln und Kommunikation über Alkohol und Videospiele. Beschreibender Überblick und Betrachtung der Zusammenhänge mit dem Alkoholkonsum und dem Spielverhalten von Jugendlichen in Deutschland
Zusammenfassung: Durch Regelsetzungen und Kommunikation spielen Eltern eine zentrale Rolle bei der Sozialisation des Medien- und Substanzkonsums ihrer Kinder. Ziel der vorliegenden Studie ist es, einen deskriptiven Überblick über alkoholbezogene elterliche Regeln und Kommunikationsweisen aus Sicht von Jugendlichen in Deutschland zu geben und deren Zusammenhänge mit dem Alkoholkonsum sowie dem Videospielverhalten zu untersuchen. Durch die gleichzeitige Betrachtung von Alkoholkonsum und Videospielverhalten wird deutlich, wie Eltern mit zwei in der Jugend häufigen Verhaltensweisen umgehen, die sich hinsichtlich ihrer sozialen Akzeptanz, typischen Häufigkeit und dem Einstiegsalter unterscheiden. Die Stichprobe umfasst 738 Jugendliche (413 weiblich; MAlter = 13,37), die an weiterführenden Schulen im Norden Deutschlands rekrutiert wurden. Die Teilnehmenden füllten einen Fragebogen zu elterlichen Regeln und zur Häufigkeit der elterlichen Kommunikation in Bezug auf Alkohol- und Videospielkonsum aus. Zudem berichteten sie über ihren Alkoholkonsum und ihre Videospielzeiten und bearbeiteten Skalen zur Erfassung problematischen Konsums und problematischen Spielverhaltens. Es werden Häufigkeiten spezifischer Regeln berichtet und Alters- und Geschlechtsunterschiede untersucht. Strikte elterliche Regelsetzungen in Bezug auf Alkohol standen in negativem Zusammenhang mit dem Alkoholkonsum an Wochenenden sowie mit problematischem Konsumverhalten, während die Häufigkeit der Kommunikation keinen Zusammenhang zeigte. Im Hinblick auf das Videospielverhalten waren sowohl strikte Regelsetzungen als auch eine häufigere Kommunikation über Spielrisiken positiv mit der täglichen Spielzeit und mit problematischem Spielverhalten assoziiert. Diese Befunde unterstreichen die Bedeutung elterlicher Beteiligung durch Regelsetzungen und Kommunikation, um Jugendliche bei der Orientierung in altersangemessenen Aktivitäten zu unterstützen, die exzessiv werden und sich negativ auf die Entwicklung auswirken können.
Schlüsselwörter: elterliche Regeln, elterliche Kommunikation, Alkohol, Videospiele, Adoleszenz