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Programmverantwortung

Dr. Susanne Elpers
Konzeptionelle Nachwuchsförderung Schwerpunkt Postdocs und Gleichstellung

Die Universität Oldenburg versteht ihre Mentoring-Angebote ausdrücklich als einen wichtigen Bestandteil der akademischen Personalentwicklung, der zugleich zur Weiterentwicklung der Organisation insgesamt beiträgt. Die Universität verfolgt das Ziel, bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung in eigener Verantwortung zu unterstützen. Angebote für spezifische Zielgruppen, vor allem für Wissenschaftlerinnen*[1], unterstützen die Zielsetzung der Universität, Gleichstellung in der Wissenschaft weiter voranzubringen und der Diversität ihrer Mitglieder gerecht zu werden.


* Gemeint sind alle Personen, die sich selbst als Wissenschaftlerinnen definieren. Ausdrücklich einbezogen sind also auch trans*, inter* und nicht-binäre Menschen, die sich selbst als Frauen definieren. Entsprechendes gilt für Wissenschaftler*. Auch mit den Bezeichnungen „Mentorin“ und „Mentor“ sind unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität alle Menschen angesprochen, die diese Aufgabe übernehmen möchten.

Was ist Mentoring?

Mentoring ist eine Maßnahme zur Karriereentwicklung, die von Mentorinnen* bzw. Mentoren* und Mentees individuell gestaltet wird.  Im Mittelpunkt steht die Begleitung eines bzw. einer Mentee durch einen Mentor bzw. eine Mentorin, der bzw. die in ihrer Karriere mindestens eine Stufe weiter fortgeschritten ist und deshalb entsprechendes Erfahrungswissen weitergeben kann.

Das Eins-zu-Eins-Mentoring wird meistens ergänzt durch ein Rahmenprogramm, das der Vorbereitung der Mentees auf ihre Rolle, der Reflexion des Mentoring-Prozesses und der Vernetzung untereinander dient. Zusätzlich werden in der Regel Qualifizierungsworkshops oder Vorträge angeboten, die speziell auf die Bedürfnisse der Mentees zugeschnitten sind.

Bei Bedarf können von den Mentees in den meisten Programmen Einzelcoachingtermine gebucht werden, um individuelle Fragen im Zusammenhang mit dem Mentoring und/oder der aktuellen beruflichen Situation zu bearbeiten. Diese Coachings führt in der Regel die Person durch, die auch das Rahmenprogramm gestaltet.

Für Mentorinnen und Mentoren in Programmen der UOL sind teilweise im Rahmen der Programme vorbereitende Gruppencoachings vorgesehen. Auch stehen auf Wunsch die Koordinator*innen der Programme für individuelle Beratung zur Verfügung. Zusätzlich bietet die Abteilung Personal- und Organisationsentwicklung Workshops, Trainings und Coaching speziell für Führungskräfte im Wissenschaftsbereich an.

Säulen des Mentoring-Programms

Ein Mentoring-Programm besteht in der Regel aus mehreren Säulen:

  • Eins-zu-Eins-Mentoring
  • Karrierephasenspezifische Qualifizierungsangebote in Form von Workshops und/oder Vorträgen
  • Vernetzungsangebote
  • Einzelcoachingangebote

Grundregeln für Mentoring-Beziehungen

Freiwilligkeit

Mentee und Mentorin bzw. Mentor nehmen freiwillig und aus eigenem Antrieb am Programm teil.

Unabhängigkeit

Es besteht kein direktes Abhängigkeitsverhältnis zwischen Mentee und Mentorin bzw. Mentor, d.h. keine direkte oder indirekte Arbeitsbeziehung, Promotions- oder Habilitationsbetreuung.

Definierter Zeitraum

Die Mentoring-Beziehung besteht über einen definierten Zeitraum und kann – nach individueller Absprache – auch darüber hinaus informell weitergeführt werden.

Persönlicher Kontakt

Der persönliche Kontakt der Tandems bereits zu Beginn bzw. während des Mentoring-Prozesses ist von großer Bedeutung für dessen Erfolg und kann durch E-Mail-Korrespondenz, Telefonate oder ggf. durch Video-Telefonie-Kontakte ergänzt werden.

Vertraulichkeit

Die Mentoring-Gespräche finden in geschütztem Rahmen statt und sind von den Beteiligten streng vertraulich zu behandeln.

Verbindlichkeit

Der verbindliche und zuverlässige Umgang mit Terminen und Absprachen ist eine wesentliche Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Mentoring-Beziehung.

Erwartungen und Vereinbarung

Zu Beginn der Mentoring-Partnerschaft sollten konkrete Erwartungen und Vereinbarungen über das formale Ziel, Kontaktaufnahmeregeln, Feedback etc. zwischen Mentee und Mentorin bzw. Mentor kommuniziert und ggf. schriftlich fixiert werden.

Mentorinnen und Mentoren

Die Funktion der Mentorin bzw. des Mentors übernehmen Personen, die sich in einem fortgeschrittenen Karrierestadium befinden bzw. die in einem Feld arbeiten, das Mentees für ihre berufliche Zukunft anstreben.

Es ist ihre Aufgabe, die Mentees insbesondere in beruflichen Entscheidungs- und Übergangsphasen durch die Weitergabe ihres Erfahrungswissens und die Einführung in die eigenen Netzwerke zu unterstützen. Gerade die Weitergabe informellen Wissens über Branchen und Netzwerke ist von besonderem Wert für die Mentees.

Mentorinnen und Mentoren gewinnen durch ihr Engagement neue Erfahrungen und Erfolge in der Förderung des Nachwuchses. Der Austausch mit den Mentees eröffnet Einblicke in die aktuellen Bedingungen für die Karriereentwicklung und neue Perspektiven auf die eigene berufliche Laufbahn. Nicht zuletzt stärken Mentorinnen und Mentoren ihre eigene Beratungs- und Führungskompetenz und zeichnen sich durch ihren Einsatz für den Nachwuchs in besonderer Weise aus.

Mentees

Der Erfolg eines Mentorings hängt entscheidend von der Initiative der Mentees ab. Sie suchen – mit Unterstützung – geeignete Mentorinnen bzw. Mentoren und gestalten den Austausch entsprechend ihren persönlichen Anliegen. Mentees bereiten die jeweiligen Treffen mit ihren Themen und Fragen vor und organisieren Ort und Zeit.

Mentees gewinnen durch das Mentoring exklusive und ganz auf ihre Interessen zugeschnittene Beratung in Karrierefragen. Sie können Kontakte und Netzwerke aufbauen, die auch über die Dauer des Mentoring-Programms hinaus Bestand haben. Das begleitende Qualifizierungsprogramm bietet die Möglichkeit, sich zusätzliche überfachliche Kenntnisse und Kompetenzen anzueignen, die für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und der individuellen Karrierechancen hilfreich sind.

Handreichungen zum Mentoring

Der Leitfaden zum Mentoring dient der ersten Orientierung für die beteiligten Personen und kann auch während des laufenden Mentoring begleitend genutzt werden.

Zusätzlich steht ein kurzes Informationsblatt für Mentorinnen und Mentoren auf Deutsch oder Englisch zur Verfügung.

Eine fakultative Mentoring-Vereinbarung auf Deutsch oder Englisch kann den formalen Rahmen der Mentoring-Beziehung klären.

Qualitätssicherung

Die Universität Oldenburg ist Mitglied im Forum Mentoring. Bundesverband Mentoring in der Wissenschaft e.V.

Alle Mentoring-Programme werden von Koordinatorinnen bzw. Koordinatoren administrativ betreut und von professionellen Trainerinnen bzw. Trainern durchgeführt. Die Teilnahme an den Programmen wird jeweils durch ein strukturiertes Auswahlverfahren geregelt. Für Mentorinnen und Mentoren in Programmen der UOL sind teilweise im Rahmen der Programme vorbereitende Gruppencoachings vorgesehen. Auch stehen auf Wunsch die Koordinator*innen der Programme für individuelle Beratung zur Verfügung. Zusätzlich bietet die Abteilung Personal- und Organisationsentwicklung Workshops, Trainings und Coaching speziell für Führungskräfte im Wissenschaftsbereich an.

Sowohl die einzelnen Veranstaltungen des Begleitprogramms als auch die Programme insgesamt werden evaluiert.

Auf den folgenden Seiten finden Sie die aktuellen Mentoring-Programme der Universität Oldenburg für unterschiedliche Zielgruppen mit den jeweiligen Teilnahmebedingungen. Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen an die dort genannten Ansprechpersonen.

Webmasterjy (grczzztaduiertenakzp7adebzq3mie@uol.x4dedov) (Stand: 04.06.2020)