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Projektleiterin

Prof. Dr. Jannika Mattes

Team

Dr. Camillla Chlebna

Dr. Meike Löhr

Sebastian Rohe

 

Raum: A6 - 4-413

Tel.: 0441/798-4509
(Dr. Camilla Chlebna)

Tel.: 0441/798-4502
(Dr. Meike Löhr, Sebastian Rohe)

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg 
Institut für Sozialwissenschaften 
26111 Oldenburg

Aktivitäten

Zwei REENEA Artikel in ‘Environmental Innovation and Societal Transitions’ erschienen

Die Zeitschrift „Environmental Innovation and Societal Transition - EIST“ (impact factor 2019: 8,4), die beim Verlag Elsevier erscheint, beschäftigt sich mit der Analyse von Prozessen der Innovation und Transformation zur Nachhaltigkeit in den Bereichen Energie, Transport, Landwirtschaft und Wasser. Dementsprechend ist sie eine der namhaftesten Zeitschriften im Forschungsbereich von REENEA.

Kürzlich ist dort der zweite REENEA-Artikel mit dem Titel „The fragility of regional energy transitions“, online erschienen und wird in der Dezemberausgabe in Druck gehen. Camilla Chlebna und Jannika Mattes befassen sich mit dem Energiewandel in Oldenburg: Sie beschreiben für jede Phase die grundlegende Fragilität solcher Transformationsprozesse. In Oldenburg ist diese ausgerechnet in der aktuellen Konsolidierungsphase besonders ausgeprägt. Die flexible Reaktion der regionalen Akteure vor Ort aber sichert die weitere Transformation. Der Artikel zeigt auf, dass der Energiewandel auch in vermeintlich „erfolgreichen“ Regionen fragil bleibt. Der Transformationsprozess kann jederzeit verzögert oder unterbrochen werden aufgrund von sozialen und politischen Dynamiken innerhalb der Region und ihrer Wechselwirkung mit jenen außerhalb der Region. Bis 15.10.2020 ist der Artikel kostenfrei unter diesem Link verfügbar. Danach stellen ihn die Autorinnen gerne direkt zur Verfügung.

In der Septemberausgabe von EIST ist außerdem der erste REENEA-Artikel von Sebastian Rohe erschienen. Der Beitrag mit dem Titel “The regional facet of a global innovation system: Exploring the spatiality of resource formation in the value chain for onshore wind energy” war bereits im Februar online vom Journal veröffentlicht worden und wurde nun gedruckt. Bis zum 27.10.2020 ist der Beitrag kostenfrei und als Open Access Artikel über diesen Link zugänglich. Danach übermittelt ihn das REENEA Team gerne direkt.

International Sustainability Transition Konferenz 2020 als online Event

Die diesjährige 11. International Sustainability Transition (IST) Konferenz fand vom 18. – 21. August 2020 erstmals als online Event statt. Ausgerichtet vom Austrian Institute of Technology und der Wirtschaftsuniversität Wien, präsentierten rund 650 internationale Forscher*innen unter dem Titelthema „Governance in an Era of Change – Making Sustainability Transitions Happen“ ihre neuesten Erkenntnisse. Diese wurden in Livevorträgen, als Poster, in Gallerysessions, sowie in Breakouträumen diskutiert und von einem virtuellen Rahmenprogramm begleitet.  

Meike Löhr stellte das Paper „Transition work: Analysing transition processes as interplay of actors, institutions and technologies – evidence from the German wind sector“ vor. Darin entwickelt sie mit Camilla Chlebna und Jannika Mattes das Konzept „Transition work“. Dieses adaptiert den Ansatz „Institutional work“ auf Transitionsprozesse. Zentrale Elemente des Ansatzes sind die drei Formen „create, maintain und disrupt“, anhand derer sich die Aktivitäten von Akteuren im Transitionsprozess erfassen lassen und die Entwicklung von Institutionen, Akteuren und Technologien untersuchen lässt. Die Autoren wenden das Konzept auf die Windenergietransitionsprozesse in Hamburg und der Uckermark empirisch an. Im Vergleich der Regionen zeigt sich, dass Transitionsprozesse aus allen drei Elementen bestehen, d.h. aus „creation, maintenance und disruption“, die Verteilung in den Regionen allerdings sehr unterschiedlich ausfällt. Dies deutet auf einen gefestigteren Transitionsprozess in Hamburg gegenüber der Uckermark hin.

REENEA bei der EGOS-Konferenz: Zwischen der Transition von Organisationen und Gesellschaften

Vom 1. bis zum 3. Juli 2020 trafen sich internationale Wissenschaftler*innen verschiedener Forschungsfelder anlässlich der jährlichen EGOS-Konferenz (European Group for Organizational Studies). Gastgeberin der Konferenz, die in virtueller Form stattfand, war die Universität Hamburg. Jannika Mattes nahm am Track „Sustainability Transitions: Bridging Systems and Organisational Perspectives to Tackle Grand Challenges” teil, der von Jochen Markard, Birthe Soppe und Taran M. Thune geleitet wurde. Rund 30 Wissenschaftler*innen aus den Fachgebieten Organisationswissenschaften und Nachhaltigkeitstransition diskutierten Perspektiven, die durch eine kombinierte Sichtweise von Organisations- und Gesellschaftsebene unser Verständnis von komplexen Transitionsprozessen verbessern sollen. In diesem konstruktiven Gedankenaustausch zeigte sich, wie vielfältig die Verknüpfungspunkte zwischen den beiden weitgehend separaten Debatten sind. Zugleich blieben die disziplinären Grenzen insbesondere in Hinblick auf Publikationsstrategien bestehen. Jannika Mattes präsentierte das gemeinsam mit Meike Löhr verfasste Paper „Facing transition phase two: Actor strategies in a stagnating acceleration phase”. Es untersucht, wie unterschiedliche Akteursgruppen auf aktuelle Dynamiken in der Windenergie reagieren.

Neue Publikation
Energietransitionen: Eine Analyse der Phasen und Akteurskoalitionen in Dänemark, Deutschland und Frankreich

Akteure prägen nicht zuletzt durch ihre Überzeugungen die weltweit stattfindenden Energietransitionsprozesse. Meike Löhr untersucht in ihrer Dissertation dieses Verständnis und die Überzeugungen von Akteuren und Akteurskoalitionen von Energietransitionsprozessen in Dänemark, Deutschland und Frankreich, um die kognitive Dimension des Wandels zu erörtern und zu einem besseren Verständnis der Energiewandlungsprozesse beizutragen.

Auf der Grundlage von 71 Experteninterviews, gekoppelt mit einer Dokumentenanalyse, zeichnet diese Arbeit die Entwicklung und die Phasen der drei Transitionsprozesse von den 1970er Jahren bis heute nach. Sie zeigt die gemeinsamen Transitionsziele und divergenten Transitionspfade im Ländervergleich auf. In einem Mixed-Methods Ansatz, der qualitative Inhaltsanalyse und Clusteranalyse kombiniert, werden auf der Grundlage des Advocacy-Koalitionsansatzes zwei verschiedene Akteurskoalitionen pro Land analysiert. Ihr (un)geteiltes Verständnis von Energietransitionen zeigt einen wachsenden Konsens über Energietransitionen. Traditionelle Koalitionsgrenzen sowie frühere Konfliktlinien um erneuerbare Energien und fossile Brennstoffe verlieren an Bedeutung. Es bildet sich eine Transitionskoalition heraus – dies in zunehmender Intensität von Frankreich über Deutschland bis hin zu Dänemark.

Im Brückenschlag zwischen politikwissenschaftlicher Forschung und Transitionsforschung analysiert diese Arbeit die kognitive Dimension des Wandels und die Determinanten von Energietransitionen. Dies ist eine Grundvoraussetzung für die Gestaltung, Umsetzung und Beschleunigung von Energietransitionen.

Link zur Publikation: https://www.springerprofessional.de/energietransitionen/18033770

Die Akzeptanz des Windenergieausbaus in Europa steigern – REENEA auf Konferenz des EU-Projekts „Win-Wind“

Wie kann der Ausbau der Windenergie in Europa akzeptabel und inklusiv gestaltet werden? Diese Frage diskutierten vom 27-28 Februar 2020 in Berlin Expert*innen auf der Abschlusskonferenz des EU-Projekts „Win-Wind“. Unter den rund 60 Teilnehmer*innen aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft war auch Sebastian Rohe vom REENEA Team.

An dem inter- und transdisziplinären Win-Wind Projekt waren zwölf Partnerorganisationen aus sechs europäischen Ländern beteiligt. Ein Projektziel war der Transfer von Erfahrungen, Planungspraktiken, Politikempfehlungen und Geschäftsmodellen aus Windenergie-Modellregionen in Regionen, in denen der Windenergieausbau noch nicht weit vorangeschritten ist. Weiterhin setzt das Projekt Impulse für die Entwicklung eines europaweiten Leitfadens bzw. Kriterienkataloges für „faire Windenergie“.

Auf der Konferenz wurde deutlich, dass die Akzeptanz der Windenergie nicht von der Distanz zwischen Wohnhäusern und den Anlagen abhängt. Die Beteiligung von Bürger*innen und Kommunen an der ökonomischen Wertschöpfung kann hingegen durchaus zu einem akzeptierten Ausbau beitragen. Aber auch ein inklusiver, offener und transparenter Planungsprozess ist von hoher Bedeutung. Regionale Entscheidungsträger*innen aus Politik und Verwaltung sind entscheidende Akteure in diesem Prozess. Auf deren wichtige Rolle verwies Sebastian Rohe während der Konferenz, ebenso wie auf die Bedeutung regionaler Unterschiede und Besonderheiten bei spezifischen Akzeptanzdimensionen. Zu diesen Themen haben Sebastian Rohe und Camilla Chlebna auch einen Zeitschriftenartikel erarbeitet, der demnächst veröffentlicht werden soll.

Erstes REENEA Paper veröffentlicht: “The regional facet of a global innovation system: Exploring the spatiality of resource formation in the value chain for onshore wind energy”

Windenergie kann als Innovationssystem verstanden werden, in dem Ressourcen (Wissen, Märkte, Investitionen, Legitimität) entscheidende Treiber für Innovationen und den Ausbau der Technologie sind. Doch wie schaffen und nutzen unterschiedliche Firmen entlang der Wertschöpfungskette diese Ressourcen auf regionaler Ebene?

Diese Frage untersucht Sebastian Rohe in seinem Beitrag „The regional facet of a global innovation system“, der jetzt in „Environmental Innovation and Societal Transitions“ veröffentlicht worden ist. Damit konnten wir erstmals Teilergebnisse aus dem REENEA Projekt in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift publizieren. Empirisch beruht der Beitrag auf der Fallstudie zum Windenergiesektor im Oldenburger Land, für die das REENEA Team Interviews mit insgesamt 31 Expert*innen geführt hat.

In dem Fachartikel wird die „Geographie von Ressourcen“ für alle Wertschöpfungssegmente – von der Turbinenproduktion, über die Projektentwicklung und nachgelagerte Dienstleistungen, bis zum Anlagenbetrieb – in den Blick genommen und diskutiert. In der Turbinenherstellung beispielsweise ist das benötigte Wissen in den Regionen bzw. Firmenzentralen der Anlagenhersteller konzentriert, während der Markterfolg vom Verkaufspreis auf (inter)nationalen Märkten bestimmt wird. In der Projektentwicklung dagegen ist der Marktzugang eine regionale Ressource, die vom Zugang zu regionalen Akteursnetzwerken (wie Landbesitzern oder Genehmigungsbehörden) abhängt. Durch regional zugeschnittene Angebote und Geschäftsmodelle können Projektentwickler und Anlagenbetreiber die Legitimität des Windenergieausbaus erhöhen. Finanzielle Investitionen wiederum sind nicht mehr regional gebunden, da Windparks auf globalen Finanzmärkten zunehmend als attraktives Anlageobjekt wahrgenommen werden.  

5. Geography of Innovation Conference in Stavanger, Norwegen, 29. bis 31. Januar 2020

Von Mittwoch bis Freitag versammelten sich im sehr verregneten und nebligen norwegischen Stavanger ForscherInnen zu Fragen der Geographie der Innovation aus aller Welt. Bei dieser fünften Veranstaltung der alle zwei Jahre stattfindenden Konferenz wurden insgesamt 312 Beiträge vor mehr als 400 ForscherInnen aus 39 verschiedenen Ländern präsentiert. Jannika Mattes und Camilla Chlebna vertraten REENEA mit zwei Beiträgen, an denen das Team derzeit arbeitet.

Camilla präsentierte einen Vortrag mit dem Titel "Grasping regional development: Towards a concept of transformative change". Es handelt sich um eine Zusammenarbeit von Camilla und Jannika mit Hanna Martin vom Zentrum für Regionalforschung der Universität Karlstad in Schweden. Ziel ist es, einen konzeptionellen Beitrag zu einem besseren Verständnis von transformativen, regionalen Entwicklungsdynamiken zu leisten, indem Elemente aus der Wirtschaftsgeographie und aus den Studien zur Nachhaltigkeitstransformation in einem integrativen theoretischen Rahmen kombiniert werden.

Jannika präsentierte ein Papier mit dem Titel "Regional Transition Fields: Energy Transitions as Processes of Institutionalization", an dem sie gemeinsam mit dem REENEA-Team arbeitet. Das Papier schlägt vor, regionale Energietransformationen als Prozesse der Institutionalisierung zu begreifen und illustriert dies empirisch mit Erkenntnissen aus mehreren der REENEA-Fallstudien zu Dynamiken der regionalen Energietransformation rund um den Windenergiesektor.

Beide Präsentationen wurden von den TeilnehmerInnen gut aufgenommen. Die sehr konstruktiven Ratschläge und Kommentare werden zur weiteren Entwicklung der wissenschaftlichen Artikel beitragen. Sowohl aus den zahlreichen anderen Präsentationen als auch aus vielen Diskussionen zwischendurch konnten Jannika und Camilla viel Inspiration für die weitere Arbeit schöpfen.

Teilnahme an der Winterkonferenz der RSA in London, GB

Mit knapp 200 Teilnehmer*innen ging am 14. und 15. November 2019 in London, GB, die alljährliche Winterkonferenz der Regional Studies Association (RSA) über die Bühne. Ein letztes Mal nahm Camilla Chlebna in ihrer Rolle als Early Careers Representative auf dem Board der RSA teil. Die Aufgabe wird Anfang des Jahres 2020 ein/e andere/r NachwuchsforscherIn übernehmen.

Camilla nützte die Gelegenheit um einen Artikel zu präsentieren, an dem sie gemeinsam mit Hanna Martin von der Karlstad University in Schweden und mit der Leiterin des REENEA-Projekts Jannika Mattes arbeitet. Ziel ist, einen integrativen, theoretischen Rahmen zu schaffen, um die Debatten rund um die Wirtschaftsgeographie und um Transformationsforschung sinnvoll zu verknüpfen. Die konzeptionellen Ansätze wurden von den Anwesenden angeregt diskutiert.

Weiters organisierte Camilla gemeinsam mit ihrer Kollegin Donna Carmichael (Vertreterin der DoktorandInnen auf dem Board) ein Netzwerktreffen, bei dem NachwuchsforscherInnen die Gelegenheit hatten sich direkt mit erfahrenen KollegInnen auszutauschen. Das Treffen war ein voller Erfolg, es wurde von allen TeilnehmerInnen sehr geschätzt.

Wieder einmal bot die RSA in London eine gute Gelegenheit um das REENEA-Netzwerk im Bereich der geographischen Transformationsforschung zu festigen und zu erweitern.    

REENEA im direkten Austausch mit der Windbranche: Meike Löhr und Camilla Chlebna berichten auf den Spreewindtagen von ersten Projektergebnissen

Mit über 2.000 Teilnehmer*innen aus der Windenergiebranche fanden von 5. bis 7. November 2019 in Potsdam die 28. Windenergietage („Spreewindtage“) statt. Zahlreiche Vorträge zu aktuellen Herausforderungen im Windsektor prägten das durch Messestände flankierte, etablierte Netzwerktreffen der deutschen Windbranche. Akzeptanz und der Weiterbetrieb von Windkraftanlagen zählten zu den meistdiskutierten Themen unter den Akteuren.

Meike Löhr und Camilla Chlebna nahmen die Einladung des FORWIND Instituts der Universität Oldenburg an, von ersten Projektergebnissen zu berichten. Camilla Chlebna ging auf ein Teilprojekt mit Sebastian Rohe ein, das sich mit der Frage der Legitimität von Windenergie bei regionalen Entscheidungsträgern beschäftigt. Auffällig ist der Unterschied zwischen einer allgemeinen Befürwortung der Windenergie und der Bewertung konkreter Auswirkungen der Windenergie auf die Regionen.

Meike Löhr berichtete von einem Teilprojekt mit Jannika Mattes, das sich mit Akteursstrategien in der aktuellen Umbruchsphase der Energietransition beschäftigt. Akteure reagieren mit verschiedenen unternehmerischen Strategien auf den durch veränderte Rahmenbedingungen entstandenen Druck auf die Branche. Diese mögen individuell rationell sein, wirken sich jedoch unterschiedlich, d.h. teils bremsend, teils beschleunigend, auf den Energietransitionsprozess aus.

Insgesamt bot die Teilnahme an den Spreewindtagen interessante Einblicke in die aktuellen Themen in der Windbranche sowie hervorragende Vernetzungsmöglichkeiten.

RSA Student and Early Career Conference in Lincoln (UK): REENEA ist virtuell dabei

Die Regional Studies Association (RSA) veranstaltete vom 31. Oktober bis zum 01. November 2019 ihre jährliche „Student and Early Career“ Konferenz in Lincoln, UK. Camilla Chlebna und Sebastian Rohe nahmen daran für das REENEA-Team teil, allerdings ohne dafür in die ostenglische Stadt zu reisen. Stattdessen wurden sie per Videochat in die Sitzungen vor Ort hinzugeschaltet. Die RSA hatte Camillla und Sebastian eingeladen, auf diese Weise an der Konferenz teilzunehmen, um dieses neue Konferenzformat zu testen. Die RSA und REENEA leisten damit einen Beitrag dazu, die Zahl der Flugreisen im Wissenschaftsbetrieb zu verringern.

Camilla und Sebastian hatten die Gelegenheit, zwei aktuelle REENEA-Papiere vorzustellen. Sebastian präsentierte das Projekt „The Legitimacy of Onshore Wind Energy: Exploring Differences between Decision Makers across Regions”. Basierend auf einer Umfrage unter regionalen Entscheidungsträger*innen aus dem Oldenburger Land und Uckermark-Barnim analysieren und vergleichen Sebastian und Camilla in diesem Papier unterschiedliche Akzeptanzdimensionen bezüglich des Windenergieausbaus in beiden Regionen.

Camilla präsentierte zudem ein weiteres Papier, an dem sie aktuell mit Jannika Mattes und Hanna Martin (Karlstad-Universität, Schweden) arbeitet. In dem konzeptionellen Papier „Grasping regional development dynamics - towards a concept of transformative change” wird ein integratives Framework entwickelt, um regionale Pfadentwicklung und Nachhaltigkeitstransitionen gemeinsam zu analysieren.

REENEA trifft Energie-Fachleute aus dem australischen Bundesstaat Victoria

Der Energiewandel in Oldenburg weckt auch in Australien Interesse. Zumindest bei der fünfköpfigen Gruppe von Energieexpert*innen aus dem australischen Bundestaat Victoria, die in den nördlichen Niederlanden und in Niedersachsen mehr über den Aufbau neuer, regionaler Industrien rund um erneuerbare Energien lernen wollten. Im Rahmen dieser mehrtätigen Study Tour traf die Reisegruppe (mit Akteuren aus Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft) bei einem Zwischenstopp in Oldenburg am 25.06. auch mit Camilla Chlebna und Sebastian Rohe vom REENEA Team zusammen. In einem halbtägigen Workshop stellte das REENEA Team den aktuellen Stand ihrer Arbeit vor und diskutierte mit den australischen Fachleuten inwieweit die Entwicklungen in deutschen Regionen (speziell dem Oldenburger Land und der Uckermark) mit denen in Victoria vergleichbar sind.

Neben der Millionenmetropole Melbourne besteht Victoria auch aus ländlichen Gegenden wie Gippsland, in denen die weltweit größten Braunkohlevorkommen existieren. Ganz andere regionen-spezifische Voraussetzungen also, als in den REENEA-Fallstudienregionen, weshalb „Lessons Learned“ nicht einfach übertragen werden können. Dennoch diskutierte die Gruppe auch einige grundlegende Faktoren, die zum Energiewandel beitragen können: Die Notwendigkeit etwa, dass sich die Region auf ihre bestehenden wirtschaftlichen, kulturellen oder geografischen Stärken besinnt, und den Einsatz erneuerbarer Energien sinnvoll mit diesen verknüpft; dies gelingt besonders gut, wenn zivilgesellschaftliche Akteure frühzeitig in Diskussionen und Entscheidungen eingebunden werden. Die Förderung von „Keimzellen“ in Organisationen und Netzwerken kann zudem zur Entwicklung neuer Ideen, Geschäftsmodellen oder Technologien beitragen.

Der engagierte Austausch, der über den REENEA Mercator-Fellow Prof. Lars Coenen aus Melbourne zustande kam, war für beide Seiten sehr lehr- und aufschlussreich. Für das REENEA Team bot sich die Gelegenheit, die internationale Sichtbarkeit der Projektergebnisse zu erhöhen, und inhaltliche sowie methodische Anregungen für den noch nicht abgeschlossenen Vergleich der sechs Fallstudien einzuholen.

REENEA auf der International Sustainability Transitions Konferenz in Ottawa: Beschleunigung der Energietransition

Erstmals fand vom 23. - 26. Juni 2019 die International Sustainability Transitions Konferenz außerhalb Europas an der Carleton Universität im kanadischen Ottawa statt. Auf der zehnten IST-Konferenz wurden unter dem Themenschwerpunkt „Accelerating sustainability transitions: Building visions, unlocking pathways, navigating conflicts“ aktuelle Fragen der (Energie-)Transitionsforschung diskutiert. Die Wissenschaftlerin Meike Löhr präsentierte Forschungsergebnisse aus dem Projekt REENEA. Diese befassten sich mit Akteursstrategien in Reaktion auf veränderte Rahmenbedingungen im deutschen Windsektor. Die Einführung der Ausschreibungen für erneuerbare Energien in Deutschland bedeutet einen Fördersystemwechsel, der Akteure – vom Projektierer über den Finanzierer bis zum Hersteller – vor neue Herausforderungen stellt. Während einzelne Auswirkungen spezifisch für das deutsche System sind, so ist die Einführung von Ausschreibungen eine internationale Entwicklung der zweiten Transitionsphase, die mit einer Beschleunigung des Transitionsprozesses einhergehen müsste. Theoretische und praktische Fragen der Beschleunigung des Transitionsprozesses standen im Fokus der wissenschaftlichen Debatte der Transitionsforscher*innen und werden auch das REENEA-Team weiterhin beschäftigen.

Camilla Chlebna stellt das REENEA Projekt und die Fallstudie Uckermark beim EWE Kommunaldialog Brandenburg am 19.6.2019 vor

Auf Einladung der EWE ergriff ich am 19. Juni 2019 die Möglichkeit REENEA und erste Ergebnisse aus der Fallstudie zur Region Uckermark am EWE Kommunaldialog in Strausberg in Brandenburg vorzustellen. Weitere Vorträge waren ein Update aus dem EWE Konzern und einem Best Practice Beispiel zu einem energetischen Nachbarschaftsquartier aus der Gemeinde Petershagen/Eggersdorf. Der Impulsvortrag zu den ersten Ergebnissen der Fallstudie resultierte in einem regen Austausch auch unter den Kommunalvertreter*innen. Die Inhalte wurden von den rund 20 Anwesenden heftig diskutiert und ich konnte zahlreiche Hinweise auf weitere ergänzende Gespräche und auch auf weitere Perspektiven aufnehmen.

Regional Studies Association Jahreskonferenz, Santiago de Compostela, Spanien (05 – 08. Juni 2019)

Anlässlich der Jahreskonferenz der Regional Studies Association (RSA) trafen sich rund 460 Wissenschaftler*innen im spanischen Santiago de Compostela; darunter auch eine dreiköpfige REENEA-Delegation. Im Rahmen einer eigenen Special Session des REENEA-Teams wurden die sozialen und räumlichen Dynamiken des regionalen Energiewandels in den Fokus gerückt. Die hohe Aktualität und Relevanz des Forschungsbereichs wurde durch die zahlreichen Einreichungen bestätigt. Die Session war von allen Special Sessions auf der Konferenz die größte. So kamen in insgesamt fünf Sitzungen 14 Wissenschaftler*innen aus aller Welt zusammen um ihre Projekte zu präsentieren und ihre Forschung zu diskutieren. Die Sitzungen waren gut besucht und die breit gefächerten Themen, sowohl theoretische als auch empirische Beiträge, wurden engagiert diskutiert.

Das REENEA-Team war mit drei Fachartikeln auf der Konferenz vertreten: Camilla Chlebna und Jannika Mattes stellten das Papier „When the novelty fades: Socio-technical, spatial and temporal dynamics of energy transitions“ vor, welches bereits als Working Paper veröffentlicht ist. In der zweiten Sitzung präsentierte Sebastian Rohe seinen Artikel „The regional facet of a global innovation system“, in dem er die Bedeutung der regionalen Ebene für das Innovationssystem Windenergie untersucht und das aktuell begutachtet wird. Schließlich präsentierten Meike Löhr und Jannika Mattes ihren Fachartikel „Facing transition phase two“, in dem sie strategische Antworten von Akteuren im Windenergiesektor auf veränderte Rahmenbedingungen analysieren.

Insgesamt bot die Konferenz eine sehr gute Gelegenheit, um eine eigene Vernetzungsmöglichkeit für Forscher*innen rund um Regionale Energietransformationen innerhalb der Regional Studies Association zu schaffen, das REENEA Projekt weiter bekannt zu machen und REENEA-Projektergebnisse mit fachnahen Kolleg*innen zu diskutieren.

Am Samstag nahmen schließlich Jannika Mattes und Camilla Chlebna am zweiten Womens‘ Network Meeting der RSA teil. Jannika Mattes sprach zu den besonderen Herausforderungen und Strategien rund um die Erlangung einer Professur und berichtete von ihren eigenen Erfahrungen.

NEST in Lissabon: REENEA auf der Konferenz für Nachwuchs-Wissenschaftler der Sustainability Transitions Community

“Transitions to where? Shared values and visions for sustainability transitions” – so lautete das Motto der vierten NEST-Konferenz, die am 4. und 5. April 2019 in Portugal stattfand. Rund 80 junge WissenschaftlerInnen trafen sich in Lissabon, um über dieses Thema zu diskutieren und ihre Forschungen zu verschiedenen Themen der Nachhaltigkeit auszutauschen.

Das REENEA-Team wurde durch Sebastian Rohe vertreten, der den Arbeitsstand des ersten Papers seiner Dissertation vorstellte. Darin untersucht er die Bedeutung der regionalen Ebene für den Windenergiesektor anhand der ersten Fallstudie aus der Region Oldenburg. Ein Fazit aus seinem Paper: Während Wissen in diesem Sektor zunehmend universell anwendbar und global ausgetauscht wird, ist das Zusammenspiel regionaler Akteure und Netzwerke entscheidend, um neue Märkte und eine höhere Legitimität für die Technologie zu schaffen.

Insgesamt war die Konferenz eine großartige Gelegenheit, um einen Ausschnitt aus der REENEA-Forschung zu präsentieren und das Netzwerk in die vielseitige und interdisziplinäre Community der „Sustainability Transitions“ zu erweitern.

Stakeholder-Workshop für die Fallstudie Oldenburg am 27. März 2019

Rund 20 Teilnehmer*innen, größtenteils Gesprächspartner*innen aus der Fallstudie Oldenburg, aber auch weitere Interessierte aus dem regionalen Energiesektor, fanden sich für einen Nachmittag im Kulturzentrum PFL ein um von ersten REENEA-Projektergebnissen zu erfahren und um einzelne Teilaspekte genauer zu reflektieren. Im Grußwort betonte Roland Hentschel, der Vorsitzende des regionalen Energieclusters OLEC, die aktuelle Dynamik in Bezug auf das Thema Energie in Oldenburg. Es folgte ein allgemeiner Einblick in den Projektverlauf und in die Besonderheiten des Windsektors der Region Oldenburg durch Prof. Dr. Jannika Mattes, die Leiterin des REENEA Teams. Im Anschluss diskutierten die Teilnehmenden in zwei Gruppen: 1) Eine Gruppe befasste sich mit dem bisherigen Verlauf des Wandels und den aktuellen Charakteristika des Windsektors der Region. 2) Die zweite Gruppe beschäftigte sich mit der Akzeptanz des Windenergieausbaus und diskutierte, welche Faktoren und Akteure darauf einwirken. Gestärkt von Kaffee und Kuchen folgten eine Zusammenschau der Workshop-Ergebnisse und einige Schlaglichter aus den momentan laufenden Fallstudien in Magdeburg, Hamburg und in der Uckermark. Die Vergleiche der Akteursstrukturen und der weiteren regionalen Besonderheiten mit den Ergebnissen aus Oldenburg stießen unter den Teilnehmer*innen auf besonderes Interesse. Den Windsektor in Oldenburg zeichnet beispielsweise eine enge Vernetzung der Akteure vor Ort aus. Die gewachsenen Strukturen und die damit verbundenen engen Beziehungen erweisen sich als großer Vorteil für den Standort. Gleichzeitig ist die überregionale Wahrnehmung von Oldenburg als Forschungsstandort durchaus ausbaufähig. Bei angeregter Diskussion zwischen den Stakeholdern und mit dem REENEA-Team klang die Veranstaltung aus.

Forschungsaufenthalt und Workshop

Die Gastwissenschaftlerin Dr. Hanna Martin besuchte vom 4. bis 8. März das REENEA-Team. Es war eine Woche voller interessanter Gespräche, fruchtbaren Austausches und gegenseitigem Feedback zu laufenden Forschungsprojekten:

Hanna Martin ist Postdoc-Forscherin am Zentrum für Regionalstudien der Karlstad-Universität in Schweden. Sie ist auch als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Department for Business Administration an der Business School der Universität Göteborg, Schweden tätig. Hanna promovierte 2016 an der Universität Lund in Sozial- und Wirtschaftsgeographie. Ihr Forschungsinteresse liegt an der Schnittstelle von Wirtschaftsgeographie und Regionalentwicklung, Innovationsforschung und der Erforschung soziotechnischer Transformationen. Während ihres Besuchs an der Universität Oldenburg diskutierte sie mit dem REENEA-Team verschiedene theoretische und empirische Ansätze zur Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen. Im Mittelpunkt stand das Verständnis regionaler Transformationen als soziale Prozesse.

Am Freitag, den 8. März, kam Prof. Jens Köhrsen zu einem eintägigen Workshop hinzu:

Jens Köhrsen ist Assistant Professor an der Universität Basel in der Schweiz. Jens' Hintergrund liegt in der Soziologie, Religionswissenschaft und Transformationsforschung. Derzeit arbeitet er an einem Projekt zu "Urban Green Religions", das sich mit der Rolle der Religion in Nachhaltigkeitstransformationen beschäftigt. Ein besonderer Schwerpunkt des Workshops war die Anwendung soziologischer Theorien auf regionale Transformationen. Jens präsentierte eine Studie, die mit Hilfe der Feldtheorie den Transformationsprozess zur nachhaltigen Energieversorgung in der norddeutschen Stadt Emden analysiert. Die Workshop TeilnehmerInnen diskutierten Wege zur Weiterentwicklung der Feldtheorie, um die Interaktionsdynamiken zwischen den Feldakteuren besser zu verstehen.

Die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten ForscherInnen wird mit weiteren Forschungsaufenthalten und geplanten gemeinsamen Publikationen fortgesetzt.

Fachgespräch "Status und Entwicklung der Regenerativen Energien mit dem Schwerpunktthema Windenergie" am 17. 12.2018

Jannika Mattes and Sebastian Rohe nehmen am Fachgespräch "Status und Entwicklung der Regenerative Energien mit dem Schwerpunktthema Windenergie", organisiert vom Landkreis Wesermarsch in Brake, teil. Titel des Beitrages ist: 'Vielfältige Akteure und gegensätzliche Interessen im Windenergieausbau: Energiewandel als sozialer Prozess'.

Erstes Paper von REENEA bei der jährlichen Winterkonferenz der Regional Studies Association (RSA) in London, GB am 15. und 16.11.2018

Ein zweites Mal nutzte Camilla Chlebna die gute Gelegenheit das erste Paper von REENEA „When the novelty fades – The role of fragile stabilisation for regional energy transitions“ der regionalwissenschaftlichen Community vorzustellen und besuchte die jährliche Winterkonferenz der RSA in London. Ein paar bildliche Eindrücke gibt es hier. Unter dem Titel „New Horizons for Cities and Regions in a Changing World” präsentierten über 200 Teilnehmer aus 31 Ländern ihre Forschung. Sowohl auf der Konferenz selbst als auch auf mehreren parallelen Netzwerkevents konnte Camilla interessante neue Kontakte für das REENEA Projekt knüpfen.

REENEA bei der Student & Early Careers Conference der Regional Studies Association (RSA) in Brighton, GB am 25. und 26.10.2018

Rund 50 Teilnehmer*innen, allesamt entweder PHD Student*innen oder Early Careers Forscher*innen (bis zu 5 Jahre nach dem PHD Abschluss), trafen sich in Brighton in Großbritannien zur jährlichen Nachwuchskonferenz der RSA. In diesem relativ kleinen Rahmen wurden Tipps zur Karriereentwicklung, beispielsweise Publikationsstrategien, ausgetauscht und die Nachwuchsforscher*innen hatten die Gelegenheit ihre aktuellen Projekte zu präsentieren. Camilla Chlebna besuchte die Veranstaltung einerseits als Vertreterin der Early Careers am RSA Board und nützte die Gelegenheit andererseits um für den ersten Artikel aus REENEA „When the novelty fades – The role of stabilisation for regional energy transitions“ Feedback aus der Community der Nachwuchsforscher*innen im Bereich der Regionalwissenschaften einzuholen. Dieses war sehr positiv und konstruktiv und wird wesentlich zur Weiterentwicklung des Artikels beitragen.

REENEA in Magdeburg: BWE-Seminar und erste Fallstudiengespräche (22.-25.10.2018)

Zum Auftakt der REENEA Fallstudie in und um Magdeburg reisten Meike Löhr und Sebastian Rohe in der Woche vom 22.-25. Oktober in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. Dort besuchten sie das Seminar des Branchenverbands BWE „Grundlagen der Onshore-Windenergie“. In dem dreitägigen Seminar wurden nicht nur technische, rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen für die Planung und den Betrieb von Windenergieanlagen vermittelt, sondern auch aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen in dem Sektor diskutiert. Abgerundet wurde das Seminar durch eine Exkursion zu Enercon in Magdeburg-Rothensee. Das REENEA Team nutzte den Aufenthalt in Magdeburg auch, um ein erstes Experteninterview in der Fallstudienregion zu führen und weitere Kontakte zu gewinnen.

Besuch der Windenergiemesse WindEurope am 27. und 28. September 2018

Drei Forscher*innen des REENEA Teams besuchten am 27. und 28. September 2018 Europas größte Windenergiemesse, die WindEurope in Hamburg. Sowohl auf der Konferenz der Branche als auch im Gespräch mit Ausstellern gewannen die Forscher*innen einen Eindruck von den Herausforderungen im sowie den aktuellen Themen und Debatten des deutschen, europäischen und globalen Windsektors. An den Messeständen wurden interessante Kontakte geknüpft und das Netzwerk des REENEA Teams erweitert. 

Auswahl der Regionen für die Fallstudien, August/September 2018

Nach einer intensiven Sondierungsphase stehen nun die Regionen für die weiteren Fallstudien im REENEA Projekt fest. Um einen eindeutigen Fokus zu ermöglichen, beschränkt sich REENEA auf Kleinregionen (NUTS3 Ebene bzw. Landkreise als Ausgangspunkt), bleibt aber offen für die jeweiligen Regionsabgrenzungen der befragten Akteure. Nach der Pilotstudie Oldenburg starten derzeit Fallstudien in der Uckermark, in und um Magdeburg sowie in Hamburg. Im weiteren Verlauf des Projekts werden Fallstudien in Bremerhaven/Cuxhaven und Nordfriesland folgen. Gleichzeitig berücksichtigt das REENEA-Team überregionale [und internationale] Entwicklungen und führt parallel zu den Regionalfallstudien Interviews mit Akteuren, die auf der nationalen Ebene aktiv sind.

Energiewandel: Akteure unter Strom (6. September 2018)

Bei der Wissenschaftssoirée werden die Zuhörenden zugelost. Vor etwa 30 Personen präsentierte Jannika Mattes insbesondere empirische Ergebnisse aus der Oldenburg-Fallstudie des REENEA-Projekts. In der anschließenden Diskussion wurde insbesondere deutlich, als wie wichtig sozialwissenschaftliche Forschung in Bezug auf Energiewandel auch von interessierten Bürger*innen eingestuft wird.

Präsentation auf dem Soziologentag in Göttingen
(September 2018)

Jannika Mattes, Camilla Chlebna, Meike Löhr, Sebastian Rohe waren beim 39. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) in Göttingen (24.-28.09.2018) mit einem Vortrag zu 'Regionale Transitionsfelder: Energiewandel als sozialer Prozess.' vertreten. Die Präsentation fand in der gemeinsamen Veranstaltung der Sektionen Organisationssoziologie und Wissenschafts- und Technikforschung statt, die unter dem Titel „Innovationsfelder. Handlungsfelder der Koordination komplexer Innovationen“ stand. In der Diskussion der unterschiedlichen Beiträge wurde klar, wie schwierig es ist, das Konzept der Strategic Action Fields konkret empirisch herunterzubrechen und anzuwenden. Zugleich gelang eine sehr gute Klammer zwischen den verschiedenen feldtheoretischen Ansätzen zu sehr unterschiedlichen Forschungsbereichen.

Jahrestagung des Oldenburger Energieclusters (OLEC)
Oldenburg (30. August 2018)

Die Jahrestagung 2018 des Oldenburger Energieclusters (OLEC) stand unter dem Motto „Insight Energiewende – Eine Region im Praxistest“. Ziel der Veranstaltung war es, die Leuchtturmprojekte des Nordwestens zu präsentieren und in diesem Zusammenhang auch regulatorische Hemmnisse aus der Energiewende-Praxis aufzuzeigen. Das REENEA-Team konnte Einsichten aus der Entwicklung des Oldenburger Windenergiesektors zu der Veranstaltung beisteuern: Sebastian Rohe präsentierte den EnergieakteurInnen aus der Region die ersten Ergebnisse der Oldenburger Fallstudie. Die Veranstaltung bot somit eine großartige Gelegenheit, um direkte Rückmeldungen lokaler AkteurInnen zum Zwischenstand der Forschung aus dem REENEA Projekt zu sammeln – eine Reihe von TeilnehmerInnen der Veranstaltung hatten dem REENEA-Team während der Feldforschung Rede und Antwort gestanden. Besonders engagiert wurde im Anschluss des Vortrags die Frage diskutiert, wie auf regionaler Ebene Akzeptanz und Legitimität für den Ausbau der Windenergie hergestellt werden können – eine Frage, die auch das REENEA-Team als ein zentrales Thema innerhalb der Region identifiziert hat. Im Zuge der Abschlussdiskussion sprach sich Sebastian Rohe dafür aus, die Frage der Akzeptanz nicht nur in Leuchtturmprojekten prominent zu berücksichtigen, sondern auch beim routinemäßigen Ausbau etablierter Technologien weiter zu stärken. Die DiskutantInnen sprachen sich zudem für die Möglichkeit aus, regulatorische Ausnahmen für regionale Pilotprojekte zu schaffen.

Mehr Informationen zur Veranstaltung finden sich hier.

International Sustainability Transitions Conference
Manchester, Großbritannien (11. - 14. Juni 2018)

Eine dreiköpfige REENEA Delegation vertrat die Abteilung Europasoziologie von der Universität Oldenburg bei der International Sustainability Transitions Conference in Manchester in Großbritannien vom 11. bis 14. Juni 2018. An vier intensiven Konferenztagen konnten Jannika Mattes, Meike Löhr und Camilla Chlebna zahlreiche internationale Kontakte knüpfen, von interessanten Forschungsprojekten hören und ganz nebenbei das politische und industrielle Manchester kennen lernen. Jannika Mattes stellte einem voll besetzten Saal den aktuellen Stand des REENEA Projekts vor. Die zahlreichen Fragen nach dem Vortrag sowie viele Rückfragen zwischendurch zeugten von großem Interesse der Sustainability Transitions Community an REENEA. 

Regional Studies Association Annual Event
Lugano, Schweiz (4.-6. Juni 2018)

Drei Tage lang machten mehr als 500 Teilnehmer der jährlichen Hauptversammlung der Regional Studies Association die Seestadt Lugano am schönen Lago Ceresio in der italienischen Schweiz unsicher. Camilla Chlebna vertrat die Universität Oldenburg sowohl in ihrer Rolle als Early Careers Board Member der Vereinigung als auch als Projektmitarbeiterin von REENEA. Camilla stellte den theoretischen Rahmen des Projektes sowie erste Ergebnisse der Pilotstudie in Oldenburg vor und konnte so konstruktives Feedback aus der regionalwissenschaftlichen Community einholen. 

Workshop Energy Systems in Transition – The Role of Actors in Regional Change Processes
Oldenburg (3./4. Mai 2018)

Anlässlich des Auftaktes des DFG geförderten REENEA Projektes, richtete das Forscherteam um Prof. Jannika Mattes vom 3. bis zum 4. Mai an der Universität Oldenburg einen Workshop aus. Auf der Veranstaltung mit dem Titel „Energiesysteme im Wandel – Die Rolle von Akteuren in regionalen Transitionsprozessen“ hielten auf Einladung zehn international renommierte WissenschaftlerInnen aus dem Bereich der Transformationsforschung inspirierende Vorträge. Sowohl im direkten Anschluss an die Vorträge als auch informell bei Kaffee und Kuchen wurde angeregt diskutiert. Das REENEA Projekt konnte so zahlreiche theoretische Anregungen gewinnen, vor allem in Bezug auf das Verhältnis von Akteuren und Institutionen und die Rolle der regionalen Ebene in größeren Transitionsprozessen. Das Projektteam bedankt sich beim Jean Monnet Centre of Excellence „Europäisierung von Küstenregionen“ der Universität Oldenburg, das den Workshop finanziert hat. 

Uni am Markt: Regionaler Energiewandel unter der Lupe - Die Rolle der Akteure
Oldenburg (28. April 2018)

Jannika Mattes: Vorlesung im Rahmen der "Uni am Markt", veranstaltet vom Center für lebenslanges Lernen (C3L)

Fk.qdr I Gaxfeschbd6häftsstell2mobze (ja5f0nnika.matkates@uol.detnmoj) (Stand: 15.09.2020)