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Prof. Dr. Gundula Zoch

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BEPoCiT

Bildung, Erwerbsleben und politische Teilhabe: Chancen für eine inklusive Transformation

Ziel

Digitalisierung, Automatisierung sowie der demografische und sozial-ökologische Wandel verändern die Arbeitswelt derzeit grundlegend, wodurch für viele Beschäftigte erhebliche Unsicherheiten entstehen. Das Projekt untersucht, inwiefern diese Transformationsprozesse politische Einstellungen und politisches Verhalten prägen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der spezifischen Betroffenheit beruflich und sozial benachteiligter Gruppen sowie auf der Rolle von Bildung, Kompetenzen und beruflicher Weiterbildung als mögliche Schutzfaktoren.

Hintergrund

In vielen Demokratien ist eine zunehmende politische Polarisierung sowie die Verbreitung demokratieferner Einstellungen zu beobachten. Erste Studien deuten darauf hin, dass wirtschaftliche und arbeitsbezogene Unsicherheiten politische Einstellungen und politisches Verhalten prägen können. Vor diesem Hintergrund ist anzunehmen, dass sich die gegenwärtigen Veränderungen der Arbeitswelt, die für viele Beschäftigte mit zunehmend unsicheren beruflichen Perspektiven verbunden sind, auf politische Einstellungen und politisches Verhalten auswirken. Dies könnte insbesondere für Niedrigqualifizierte, Personen mit Migrationshintergrund, ältere Beschäftigte und Frauen mit Kindern gelten, die von den Transformationsprozessen überdurchschnittlich stark betroffen sind. Bislang ist jedoch wenig darüber bekannt, welche konkrete Rolle Transformationserfahrungen im Erwerbsleben in diesem Zusammenhang spielen und wie sich deren Auswirkungen im Zeitverlauf entwickeln. Das Projekt BEPoCiT setzt hier an und untersucht, inwiefern Transformationserfahrungen im Erwerbsleben zur Ausprägung politischer Einstellungen und politischen Verhaltens beitragen, welche Beschäftigtengruppen davon besonders betroffen sind und in welchem Ausmaß Bildung, Kompetenzen und berufliche Weiterbildung negative Folgen potenziell abfedern können.

Vorgehen und Methoden

Das Projekt nutzt längsschnittliche Daten, um Entwicklungen und Unterschiede zwischen verschiedenen Beschäftigtengruppen im Zeitverlauf zu untersuchen. Dabei kommen statistische Verfahren zum Einsatz, mit denen mögliche kausale Zusammenhänge differenziert analysiert werden können. Durch die Verknüpfung von Informationen auf individueller, betrieblicher und regionaler Ebene ermöglicht das Projekt eine umfassende Analyse der politischen Folgen von Transformationserfahrungen im Erwerbsleben.

 

 

 

Principal Investigator: Prof. Dr. Gundula Zoch
Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Franziska Meyer
Finanzierung: Hans-Böckler-Stiftung

(Stand: 26.05.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p119333
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