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Prof. Dr. Gundula Zoch

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Soziologie sozialer Ungleichheiten

Willkommen auf der Seite der Juniorprofessur für Soziologie sozialer Ungleichheiten

Die AG Soziale Ungleichheiten untersucht die Entstehung und Veränderung sozialer Ungleichheiten aus einer vergleichenden Lebensverlaufsperspektive. Von besonderem Interesse sind für uns intra- und intergenerationale familiale Prozesse im Kontext verschiedener (sozial)politischer Rahmenbedingungen und Opportunitätsstrukturen. Im Fokus stehen dabei vor allem Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt, in der Familie und dem Bildungs- und Kompetenzerwerb. In der theoriegeleiteten, quantitativen empirischen Forschung verwenden wir Längsschnittdaten wie das Nationale Bildungspanel (NEPS), pairfam oder das Sozio-oekonomischen Panel (SOEP). Mehr zu aktuellen Forschungsprojekten finden Sie hier. Die AG kooperiert eng mit Kolleginnen und Kollegen verschiedener außeruniversitärer Forschungseinrichtungen, darunter das Leibniz Institut für Bildungsverläufe (LIfBi), das Else-Frenkel-Brunswik-Institut (EFBI) oder das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BIB).

In der Lehre bietet die AG verschiedene Veranstaltungen in den Bereichen sozialer Ungleichheit an. Gerne betreuen wir Abschlussarbeiten von Studierenden, die eigene empirische Analysen durchführen möchten.

Aktuelles

Stellenausschreibung

Zwei Stellen als studentische Hilfskraft

Sie interessieren sich für gesellschaftliche Themen, arbeiten selbständig und sorgfältig und möchten gerne aktiv an der Durchführung und der Kommunikation wissenschaftlicher Forschung mitarbeiten? Bewerben Sie sich! Die Arbeitsgruppe Soziale Ungleichheit von Frau Prof. Dr. Gundula Zoch sucht ab Oktober/November 2022 zwei studentische Hilfskräfte. Diese unterstützen das Team in verschiedenen Forschungsprojekten und in der Vorbereitung der Lehre.

Weitere Informationen finden Sie in der Ausschreibung.

Presse

Prof. Gundula Zoch im Podcast-Interview zum Gender Pay Gap

Was muss passieren, damit in Deutschland Frauen und Männer für gleiche und gleichwertige Arbeit endlich auch gleich bezahlt werden? Wie stellen wir die Weichen auf gerechte Bezahlung in der Arbeitswelt von morgen? Wie schaffen kürzere Arbeitstage gleiche Karrierechancen für Frauen und Männer? Diese Fragen werden im Equal Pay Day Podcast mit Prof. Dr. Gundula Zoch beleuchtet.

Aktuell beläuft sich der Gender Pay Gap auf 18 Prozent, umgerechnet sind das 66 Kalendertage, die Frauen unbezahlt arbeiten. Der nächste Equal Pay Day findet daher am 07. März 2023 statt. Die Equal Pay Day Kampagne, eine vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderte Initiative des Business and Professional Women (BPW) Germany e.V., mach auf den bestehenden Gender-Pay-Gap auch über den Aktionstag hinaus aufmerksam. Mehr unter: https://www.equalpayday.de/

BA- und MA-Abschlussarbeiten

Neuer Leitfaden zur Bearbeitung von von Abschlussarbeiten Online

Interessenten, die eine Abschlussarbeit im Bereich der sozialen Ungleichheit schreiben möchten, finden weitere Informationen zur Themenabsprache und Anmeldung hier. Weitere Informationen zu den Terminen des Kolloquiums finden Sie zu Semesterbeginn im StudIP.

Forschungsaufenthalt & Sprechstunde während der Semesterpause

Prof. Dr. Gundula Zoch als Gastwissenschaftlerin an der University of Oxford

Prof. Dr. Gundula Zoch forscht in der Semesterpause als Gastwissenschaftlerin am Department of Sociology an der University of Oxford. Sprechstunden finden Online statt. Bitte senden Sie eine kurze E-Mail mit Ihren Fragen und drei Terminvorschlägen.

Neues DFG Projekt

Müttererwerbstätigkeit und kindliche Entwicklungsverläufe

Die Erwerbstätigkeit von Müttern ist in vielen Industrieländern deutlich gestiegen, so dass sich das Familienleben und das Umfeld, in dem Kinder aufwachsen, mit der Zeit verändert hat. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie variiert dabei erheblich mit den Beschäftigungsbedingungen, z.B. in verschiedenen Berufen, Arbeitsplätzen, Regionen und nach sozialen Gruppen. Daraus können sich deutliche Unterschiede in der frühen Lernumgebung von Kindern ergeben. Doch welchen Einfluss haben Beschäftigungsbedingungen und lokalen Arbeitsmärkte für die kindliche Entwicklung genau? Diese Frage untersucht ein neues DFG Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Gundula Zoch und Dr. Mathias Hübener (DIW Berlin). Die Förderung der DFG beläuft sich nach jetzigem Stand im Gesamten auf rund 440.000 € und ist ab Herbst 2022 für 36 Monate angesetzt. Zwei WiMi-Stellenausschreibungen (PhD, 65%) sowie Ausschreibungen für studentische Hilfskraftstellen folgen. InteressentInnen werden gebeten, die AG Soziale Ungleichheit per Email zu kontaktieren. Mehr Informationen finden Sie hier

BA- und MA-Abschlussarbeiten

Neues Kolloquiums-Angebot zur Betreuung von Abschlussarbeiten ab SS 2022

Ab dem Sommersemesters 2022 bietet die AG Soziologie sozialer Ungleichheiten ein Kolloquium für BA- und MA-Abschlussarbeiten an. In der Veranstaltung werden Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens wiederholt und vertieft und fachliche Inhalte der Arbeiten gemeinsam besprochen und diskutiert. Auf diese Weise können sich die Studierenden bei der Erstellung ihrer Abschlussarbeiten auch gegenseitig unterstützen.

Interessenten, die eine Abschlussarbeit im Bereich der sozialen Ungleichheit schreiben möchten, finden weitere Informationen zur Themenabsprache und Anmeldung hier. Weitere Informationen zu den Terminen des Kolloquiums finden Sie zu Semesterbeginn im StudIP.

Prof. Dr. Gundula Zoch wird Fellow des Work and Family Researchers Network (WFRN)

Internationales Netzwerk für Arbeits- und Familienforschung startet neue Fellowship-Runde

Im Rahmen des Early Career Fellowship Program steht Prof. Dr. Gundula Zoch zukünftig in regelmäßigem Austausch mit über 500 internationalen WFRN-Fellows, die ebenfalls zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf forschen. Mit der Aufnahme als Fellow ist eine Einladung zur WFRN Conference in New York verbunden. Diese widmet sich in diesem Jahr unter dem Titel “Work-Family Justice: Practices, Partnerships & Possibilities” den aktuellen Herausforderungen in der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie.

Das US-amerikanische Netzwerk zur Arbeits- und Familienforschung Work and Family Researchers Network (WFRN) vernetzt seit 2010 weltweit WissenschaftlerInnen unterschiedlicher Disziplinen, die zum Thema Arbeit und Familie forschen. Das umfangreiche und vielseitige Programm des Netzwerks unterstützt promovierte ForscherInnen bei der Förderung ihrer Forschung und Lehre, dem Ausbau ihres wissenschaftlichen Netzwerks und ihrer langfristigen Karriere.

Neue Publikation im Journal of Family Research

Childcare, work or worries? What explains the decline in parents' well-being at the beginning of the COVID-19 pandemic in Germany?

Die Corona-Pandemie belastet berufstätige Eltern in Deutschland besonders schwer. Die Veröffentlichung untersucht vor diesem Hintergrund, wie sich die Lebenszufriedenheit von erwerbstätigen Müttern und Vätern in den ersten Monaten der Pandemie verändert hat. Mit Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) zeigen die Autorinnen, dass die Lebenszufriedenheit berufstätiger Mütter stärker gesunken ist als für arbeitende Väter. Diese Geschlechterunterschiede können jedoch nicht vollständig durch die pandemiebedingte Schließung von Schulen und Betreuungseinrichtungen und die veränderten Arbeits- und Lebensbedingungen erklärt werden. Allerdings zeigen die Ergebnisse, dass sich die Lebenszufriedenheit von Eltern mit Zugang zu einer Notfallbetreuung weniger verschlechtert haben als für berufstätigen Eltern ohne Betreuung.

Der vollständige Artikel ist hier frei zugänglich lesbar.

Neue Publikation in Gender, Work & Organization

Reduced Well-being during the COVID-19 Pandemic – the Role of Working Conditions

Wie die Corona-Pandemie die Zufriedenheit von Männern und Frauen beeinflusst, ist Gegenstand einer aktuellen Veröffentlichung in der Zeitschrift „Gender, Work & Organization“. Unter Verwendung von Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) zeigen die Autorinnen, dass in der Pandemie die Lebenszufriedenheit aller Befragten deutlich gesunken ist. Besonders stark betroffen sind kinderlose Frauen und Mütter. Insbesondere Mütter übernehmen angesichts geschlossener Schulen und Betreuungseinrichtungen häufig die Verantwortung für die Kinderbetreuung als Väter. Auch Sorgen über gesellschaftliche Belange und erlebte Einsamkeit belasten die Lebenszufriedenheit von Frauen stärker als jene von Männern.

Der komplette Artikel ist hier frei zugänglich lesbar.

Nominierung für den Rosabeth Moss Kanter Award 2021

Prof. Dr. Gundula Zoch für Preis in der Arbeits- und Familienforschung nominiert

Der Rosabeth Moss Kanter Award for Excellency in Work-Family-Research nominiert jährlich hervorragende Forschungsartikel aus der Familien- & Arbeitsforschung.

Ausgezeichnet werden englischsprachige Veröffentlichungen in internationalen Fachzeitschriften mit herausragender Methodenanwendung und starkem Theoriebezug. In ihrer Veröffentlichung untersucht Prof. Dr. Gundula Zoch, wie sich Bildungsungleichheiten in der Erwerbsbeteiligung von Müttern vor dem Hintergrund des Kitaausbaus in Ost- und Westdeutschland verändert haben. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere Mütter mit höheren Bildungsabschlüssen von mehr Betreuungsangeboten profitieren. Der Artikel ist im Journal of European Social Policy erschienen.

Der nominierte Artikel ist hier frei zugänglich lesbar. Weiter Informationen zu den Nominierungen des Rosabeth Moss Kanter Awards finden Sie hier.

Neue Publikation in Zeitschrift für Weiterbildungsforschung

Work-related online learning during the COVID-19 pandemic in Germany

Die COVID-19-Pandemie hat den Zugang zu Lerngelegenheiten in Präsenz – der häufigsten Form des Lernens im Erwachsenenalter – unmöglich gemacht. Diese Lücke könnten Lernangebote über Apps oder Online-Videos füllen, die zeitlich und räumlich flexibel verfügbar sind.

Vor diesem Hintergrund untersucht das Team von WissenschaftlerInnen der Uni Oldenburg, LIfBi, WZB und IAB, inwiefern Berufstätige in den ersten Monaten der Pandemie verstärkt Online-Lernangebote genutzt haben. Die Ergebnisse auf Basis von Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) zeigen, dass die berufliche Nutzung von Online-Lernangeboten während der ersten Monate tatsächlich zugenommen hat. Gleichzeitig verstärkten sich jedoch auch Bildungsungleichheiten in der Nutzung solcher Angebote. Vor allem Befragte mit Hochschulabschluss nutzen die Möglichkeit des Online-Lernens deutlich häufiger.

Der Artikel mit den vollständigen Ergebnissen ist hier frei zugänglich lesbar.

Neubesetzung der Juniorprofessur

Dr. Gundula Zoch zur Juniorprofessorin für die Soziologie sozialer Ungleichheiten ernannt

Dr. Gundula Zoch ist zur Juniorprofessorin für die Soziologie sozialer Ungleichheiten am Institut für Sozialwissenschaften der Universität Oldenburg ernannt worden. Zuvor war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) in Bamberg. Gundula Zoch bleibt weiterhin mit dem LIfBi als Research Fellow verbunden, um laufende und anstehende Forschungsprojekte umzusetzen.

Nach ihrem Studium der Soziologie und Volkswirtschaftslehre in Leipzig und London war Zoch als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin tätig. Anschließend war sie Promotionsstipendiatin der Bamberg Graduate School of Social Sciences an der Universität Bamberg, gefördert durch die deutsche Exzellenzinitiative. Für ihre Dissertationsschrift, die sich mit dem Ausbau der Kinderbetreuung in Ost- und Westdeutschland beschäftigte, wurde sie mehrfach ausgezeichnet. 2020 erhielt sie außerdem den Bettina-Paetzold Lehrpreis der Universität Bamberg. 

In ihrer Forschung befasst sich Dr. Zoch mit der Entstehung und den Folgen sozialer Ungleichheiten in der Erwerbs- und Familienarbeit. Im Fokus ihrer empirischen Analysen von großen Längsschnittbefragungen wie dem Nationalen Bildungspanel stehen noch immer vorhandene Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland, zum Beispiel bei der Müttererwerbstätigkeit oder bei vorherrschenden Rollenbildern. In aktuellen Drittmittelprojekten untersucht sie derzeit die Auswirkungen der Corona-Pandemie und welchen Einfluss Jobverlust und Beschäftigungsunsicherheit auf die Entwicklung von Kindern haben.

(Stand: 20.09.2022)