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Prof. Dr. Gundula Zoch

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Sceptic

Social, Computational and Ethical Premises of Trust and Informational Cohesion

Projekttitel: SCEPTIC – Social, Computational and Ethical Premises of Trust and Informational Cohesion
Laufzeit: April 2026 – Januar 2030
Förderung: University of Oldenburg – Booster Unit Programme

About

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern, wie Gesellschaften Informationen erzeugen, verbreiten und bewerten. Das birgt Chancen: mehr Teilhabe, mehr Zugang, mehr Effizienz. Aber auch ernste Risiken: Informationen lassen sich manipulieren, ungleich verteilen und als Waffe einsetzen. KI beschleunigt beides, in einem Tempo, das Gesellschaften erst lernen müssen zu bewältigen.

Was dabei auf dem Spiel steht, ist der gesellschaftliche Zusammenhalt. Misstrauen in Informationsquellen, die Verbreitung von Desinformation und ungleicher Zugang zu verlässlichem Wissen sind keine individuellen Probleme. Sie können Gesellschaften spalten, Ungleichheiten vertiefen und demokratische Institutionen ausHöhlen. Wie lassen sich vertrauenswürdige digitale Informationsräume im Zeitalter der KI aufbauen und erhalten? Welche Normen, Kompetenzen und Infrastrukturen braucht es dafür, und wer bleibt zurück, wenn sie fehlen?

SCEPTIC untersucht diese Fragen aus vier Perspektiven: Soziologie, Politikwissenschaft, Philosophie und Informatik. Ziel ist es, belastbare und praxisrelevante Erkenntnisse zu digitaler Kompetenz, Ungleichheit und gesellschaftlicher Resilienz zu gewinnen, mit konkreten Folgerungen für individuelle Entscheidungen, technologische Gestaltung und Politik sowie für technologische Sicherheit

Research

SCEPTIC untersucht drei Dimensionen von Vertrauen in digitalen Informationsräumen.

Vertrauen und Glaubwürdigkeit digitaler Nachrichten: Was macht eine Information glaubwürdig, und was nicht? Wir untersuchen, was beeinflusst, ob Menschen einer Information vertrauen. Dabei schauen wir auf die Inhalte digitaler Nachrichten selbst, auf die angegebenen Quellen, darauf wie oft eine Information geteilt oder wiederholt wird, sowie auf die Plattformen, auf denen digitale Kommunikation stattfindet. Zudem untersuchen wir, wie KI-generierte Inhalte wahrgenommen werden. Denn je schwerer es wird zu erkennen, ob ein Text von einem Menschen oder einer Maschine stammt, desto drängender wird die Frage, was Glaubwürdigkeit in der digitalen Kommunikation ausmacht. Wir arbeiten mit computergestützter Textanalyse, Sprachmodellen und Experimenten, darunter auch Social-Engineering-Experimente.

Vertrauen auf individueller Ebene: Wie verändert die digitale Welt, was und wem Menschen glauben? Wir untersuchen, wie digitale Teilhabe, psychisches Wohlbefinden, ob Menschen sich anerkannt oder ausgeschlossen fühlen, und politisches Vertrauen zusammenhängen, mit besonderem Blick auf vulnerable Gruppen. Durch Befragungsexperimente entwickeln wir Prinzipien für vertrauenswürdigere digitale Räume.

Vertrauen im gesellschaftlichen Kontext: Was als glaubwürdig gilt, entscheiden Menschen nicht allein. Es hängt davon ab, welche Normen eine Gemeinschaft teilt. Wir untersuchen, wie Algorithmen und KI-gestützte Empfehlungssysteme Vertrauen in Online-Communities formen, anhand von Diskursanalysen auf Daten von Plattformen wie Reddit, Telegram und X.

SCEPTIC verbindet computergestützte Textanalyse, Befragungsexperimente, qualitative Diskursanalyse und Paneldatenanalyse zu einem gemeinsamen Mehr-Methoden-Ansatz.

Team

Principal Investigators

Prof. Dr. Marius Sälzer

Digital Social Science
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Prof. Dr. Anna-Verena Nosthoff

Philosophy of Digital Ethics
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Prof. Dr. Gundula Zoch

Sociology of Social Inequalities
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Prof. Dr. Andreas Peter

Safety-Security-Interaction
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Postdoctoral Researchers

Dr. Sebastian Block

Postdoctoral Researcher
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Name folgt

Postdoctoral Researcher
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Publikationen

SCEPTIC hat im April 2026 seine Arbeit aufgenommen. Publikationen werden hier im Laufe des Projekts ergänzt.

(Stand: 28.04.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://uol.de/p118942
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