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Prof. Dr. med. Karsten Witt

Sekretariat im Evangelischen Krankenhaus Oldenburg

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Anschrift

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät VI - Medizin und Gesundheitswissenschaften
Department für Humanmedizin
Postfach 2503
26111 Oldenburg

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Neurostimulation bei neurogenerativen Erkrankungen

Nicht-motorische Symptome bei Morbus Parkinson

Der Morbus Parkinson gehört zu den häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen weltweit und obwohl in der Behandlung der Parkinsonkrankheit oft die Therapie der motorischen Symptome im Vordergrund steht, zeigen Studien, dass nicht-motorische Symptome die Lebensqualität der Patienten stärken beeinflussen als motorische Symptome. Da die Bedeutung nicht-motorischer Symptome bei Parkinsonpatienten und deren Behandlungsbedürftigkeit in den letzten Jahren an Stellenwert gewonnen haben, erfolgen derzeitig an der Universitätsklinik für Neurologie Studien dazu.

Eine Studie untersucht wie zuverlässig Parkinsonpatienten aus der Erinnerung heraus die Ausprägung nicht-motorischer Symptome im OFF angeben kann (wie dies im Rahmen der ärztlichen ambulanten Konsultation erfolgt). Im Rahmen der Studie erfolgt unter kontrollierten Bedingungen im stationären Rahmen eine ausführliche Testung um nachzuweisen, ob die Angaben, die Parkinsonpatienten zur Ausprägung nicht-motorischer Symptome in einem vorgestellten schlecht medizierten Zustand machen, sich von den Angaben in einem real schlecht-medizierten Zustand (vor einem L-Dopa Test, der im Rahmen der Parkinsondiagnostik indiziert ist) unterscheiden. Zur Erhebung wurde ein Ipad basierter Fragebogen entwickelt, der zukünftig möglicherweise Parkinsonpatienten als App zur Verfügung gestellt werden könnte.

Ein anderes Projekt untersucht den Effekt einer non-invasiven nicht-medikamentösen Behandlungsmethode, der transkutanten Vagusnervstimulation (t-VNS) auf nicht-motorische Symptome, v.a. Stimmung und kognitive Funktionen bei Parkinsonpatienten. Die t-VNS basiert darauf, dass ein sensibler Ast des Vagusnervs in der Region der Ohrmuschel mit elektrischen Impulsen durch die Haut hindurch stimuliert werden kann und hat die europäische Zulassung (CE-Zeichen) zur Behandlung von Epilepsien, Depression und Schmerz. Im Rahmen der Studie untersuchen wir neben dem Effekt der t-VNS auf die Stimmung depressiver Parkinsonpatienten auch den Einfluss auf kognitive Funktionen, da die t-VNS indirekt zu einer Aktvierung von Hirnstammkernen, wie  dem Locus coeruleus führt, einem Kerngebiet, dessen Fehlfunktion bei der Parkinson-Erkrankung für Symptome wie gestörte Exekutivfunktionen und Depression verantwortlich gemacht wird. Zudem werden die akuten Effekte der t-VNS auf physiologische Parameter, wie z.B. die Pupillomotorik untersucht.  

Kognitive Neurologie

Bildgebung

Zerebrovaskuläre Autoregulationen

Die zerebrovaskuläre Autoregulation ist ein Mechanismus, dessen Aufgabe die Aufrechterhaltung einer konstanten Durchblutung des Hirngewebes ist. Bei Schwankungen des Blutdrucks im Körperkreislauf kann sie als Schutzfunktion über mehrere Angriffspunkte rasch die Durchblutung des Gehirns regulieren. Besondere Bedeutung kommt der cerebralen Autoregulation bei Erkrankungen wie dem ischämischen Schlaganfall zu. Bei diesem kann das Hirngewebe durch einen Verschluss in den hirnversorgenden Gefäßen nicht ausreichend mit Blut und Nährstoffen versorgt werden und wird geschädigt. Durch den so entstehenden Schaden wird auch die cerebrale Autoregulation gestört und kann ihrer Aufgabe nicht immer ausreichend nachkommen.

Derzeit werden die Auswirkungen der Lagerung von Patient:innen nach einem akuten Schlaganfall bei gestörter cerebraler Autoregulation erforscht. Hierzu werden langsame spontane Schwingungen der Blutdruckkurve in der Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) zur Charakterisierung der Autoregulation gemessen.

Adipositas

Der operative Eingriff zur Gewichtsreduktion gewinnt immer mehr an Priorität. Die neueste Methode ist der Roux-Y-Magenbypass, bei dem ein Teil des Dünndarms verkürzt wird. Dies bewirkt, dass weniger Nahrung vom Körper aufgenommen und gespeichert werden kann. Zudem tritt das Sättigungsgefühl schneller ein, der Mensch nimmt folglich an Gewicht ab.

Es konnte bereits mehrfach belegt werden, dass der Eingriff mit einer deutlichen Reduktion von Körpergewicht, Diabetesraten und anderen kardiovaskulären Risikofaktoren, wie etwa einer Herzinsuffizienz, assoziiert ist.

Mittels der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) wird untersucht, welche Auswirkungen die Operation auf die Gehirnfunktionen hat.

Neuroimmunologie bei Multipler Sklerose

Bewegungsanalyse bei neurologischen Erkrankungen

mHealth - virtuelle, mobile Klinik

Im Rahmen des Potentialbereiches „mHealth - virtuelle, mobile Klinik“ der Fakultät VI arbeitet die Universitätsklinik für Neurologie an Konzepten für eine verbesserte, digitale Patientenversorgung. Hierfür werden Apps für mobile Geräte wie etwa Tablets und Smartphones entwickelt, die komplementäre Möglichkeiten für den Informationsaustausch zwischen Patientinnen und Patienten und dem behandelnden medizinischem Fachpersonal im Therapieverlauf neurologischer Erkrankungen bieten.

Zentral für den hier verfolgten Ansatz ist, dass das ärztliche Personal mit den Informationen, die mit digitalen Geräten von den Patientinnen und Patienten abgefragt werden können, ein detaillierteres Bild über Krankheitsverläufe erhalten kann.

Die entwickelten Apps können somit in den bestehenden Austausch während einer Behandlung integriert werden und diesen um weitere Möglichkeiten ergänzen. Tablets bieten etwa nicht nur die Möglichkeit, etablierte Fragebögen zum Befinden zur Verfügung zu stellen und die Ergebnisse direkt mit dem behandelnden Personal zu kommunizieren, sondern auch mit Hilfe der integrierten Sensorik relevante Bewegungsparameter neurologischer Symptome zu erfassen.

Webmastozerzdg0o (bixdrjrgit.stei8hn@uol.de) (Stand: 31.07.2020)