Die Reformpädagogik hat sich seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt. Sie beschreibt keine klar abzugrenzende Strömung der Pädagogik, sondern vielmehr eine Sammlung von Bildungsplänen. In der Abkehr vom stoffüberladenen „Paukunterricht“ steht das Kind im Zentrum der Aufmerksamkeit. Als bekannte Konzepte gelten die Jena-Plan-Schule von Peter Petersen (1884-1952) und die Pädagogik der Maria Montessori (1870-1952).
Der Lehrer Karl Prelle (1895-1975) orientierte sich an den beiden Konzepten und entwickelte eine Reihe von Lernspielen für die Schulen in Jeringhave und Etzhorn. Lernen sollte vor allem durch Spaß daran gefördert werden. Prelles Wirken wird mittels Schautafeln und einer digitalen Bildergalerie gezeigt.
Zur Ausstellungseröffnung am 25. Mai um 19 Uhr werden Prof. Johannes Prelle, der Sohn Karl Prelles, Priv.-Doz. Dr. Ines Oldenburg vom Institut für Pädagogik der Universität Oldenburg und Jasmin Trinks vom Zentrum für Lehrerbildung der TU Chemnitz sprechen.
Die Ausstellung ist vom Zentrum für Lehrerbildung der Technischen Universität Chemnitz konzipiert worden und wendet sich vor allem an Lehrkräfte und Lehramtsstudierende. Sie wird vom 25. Mai bis zum 15. Juli zu den Öffnungszeiten der Bibliothek im Foyer zu sehen sein. Der Eintritt ist frei.